Zoe Kapitel 18
von
Zoe
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18.
Ich schlief wider erwartend Traumlos. Als ich aufwachte fühlte ich mich trotzdem erschöpft, allein und mein Kopf dröhnte. Ich schaute mich im Zimmer um, ich wollte wissen wo dieser Lärm her kam, doch es war niemand außer mir da. Ich krabbelte aus dem Bett, schnappte mir meine Tasche und huschte ins Badezimmer in der Hoffnung dass ich mich nach einer heißen Dusche besser fühlen würde. Tatsächlich konnte ich fühlen wie sich meine Muskeln unter dem heißen Wasser lockerten, meinen Kopfschmerzen hingegen war das prasselnde Wasser alles andere als hilfreich. Ich hatte noch nie bemerkt wie laut es sein konnte. Ich war gerade dabei mich wieder anzuziehen als ich Eleana hörte. *Oh, habe ich Handtücher hingelegt? *
Da ich dachte sie würde vor der Tür stehen und mit mir reden, öffnete ich die Tür einen Spalt um zu antworten aber da war sie nicht. Naja, vielleicht holt sie gerade Handtücher dachte ich zu mir, schloss die Tür wieder und zog mich zu ende an. Irgendwie fühlte ich mich heute komisch, anders.
Es klopfte, ich öffnete und sah Eleana die mich anlächelte.
„ Guten morgen Zoe, ist alles ok? Hast du alles?“
„ Ja, danke“
* Sie ist wirklich unglaublich hübsch, kein Wunder das Joe sie so liebt*
„ Wie bitte“ fragte ich Eleana die mich immer noch anlächelte. Ich verstand gar nichts. Wer war so hübsch? Und vor allem wen liebte Joe??? Und warum sagte sie mir das???? Mein Kopf dröhnte immer schlimmer, ich hatte das Gefühl er würde gleich platzen.
„ Ich habe nichts gesagte“ antwortete sie jetzt mit hochgezogenen Brauen.
„ Oh, Entschuldigung. Ich habe so schlimme Kopfschmerzen hast du wohl eine Tablette für mich?“
Sofort legte sie mir eine Hand auf die Stirn.“ Fehlt dir sonst noch was? Fieber hast du zum Glück keins“
„ Nein, ich habe nur einen mächtigen Brummschädel, sonst ist alles ok.“
Sie nahm meine Hand, führte mich in die Küche und setzte mich auf einen Stuhl. Vor mir stand eine Tasse Kaffee, und ein Teller mit einem Schokoladen Brot und einem Apfel, das war exakt das Frühstück das ich jeden morgen in Jaksonville gehabt habe. Eleana kramte eine Paracetamol raus und gab sie mir zusammen mit einem Glas Wasser. Schnell schluckte ich sie runter und betete dass sie bald helfen würde.
„ Wo ist Joe?“
„ Joe und Ben sind in der Schule aber sie müssten gleich zurück sein“
Was? Erst jetzt schaute ich auf die Uhr und bemerkte dass es schon fast 3 Uhr am Nachmittag war. Ich hatte tatsächlich den halben Tag verpennt.
Während ich mein Frühstück vertilgte dachte ich über das Geschehene nach und war gerade dabei mir die richtigen Worte für mein Telefonat mit Liza zu Recht zu legen als ich dachte Joes Stimme hinter mir zu hören.
<Hoffentlich ist sie noch nicht wach, sie sieht so süß aus wenn sie schläft<
Ich drehte mich um und schaute mich im Zimmer um, stand sogar auf und ging in den Flur aber ich konnte ihn nirgendwo entdecken. Was war jetzt schon wieder mit mir los??? Eleana sah mich beunruhigt an.
„ Zoe? Was suchst du?“
„ Ich, äh ich hätte schwören können Joe gehört zu haben.“
„ Kind, er ist wirklich noch nicht da.“
„ Doch ich habe genau gehört wie er gesagt hat das er hofft das sie noch schläft weil sie so süß dabei aussehen würde“ ich ging total verunsichert zum Fenster als ich hinter mir hörte wie ein jemand die Tür aufschloss.
*Mom, alles ok hier? Geht es Zoe gut?*
„ Ja, mir geht es gut, ich habe nur tierische Kopfschmerzen“ gab ich zurück, ich freute mich das er endlich wieder da war ärgerte mich aber über seine Sorge.
„ Hey Liebste, du bist schon wach“ begrüßte er mich jetzt ohne mich anzusehen. Seine Augen waren auf seine Mutter gerichtet.
* Was geht hier vor?*
„ Ich weiß es nicht, Was hast du etwa vor 5 Minuten gedacht?“
Er wurde nervös und sagte dann ganz leise „ Ich habe gehofft sie schläft noch“
Als ich das hörte sackten meine Beine weg und ich ging zu Boden, wieso war mir das nicht sofort klar gewesen? Ich wusste doch dass das irgendwann kommen würde. Ich denke ich wollte einfach nicht war haben das es begann.
Joe hockte sofort neben mir und legte mir einen Arm um die Hüfte.
„ Liebste?“
Ich sah ihn mit Tränen in den Augen an :„ Es geht los, oder?“
„ Ich glaube schon“
Ab jetzt bestand kein Zweifel mehr ich würde bald eine Jägerin sein. Es wurde Zeit der Realität in die Augen zu schauen und mir über all die offenen Fragen klar zu werden.
• Auf welcher Seite wollte ich stehen?
• Welche Seite kämpfte wofür?
• Welchen Preis würde es haben, für mich, für alle?
• War ein Kampf unumgänglich?
Um die ersten beiden Fragen endgültig für mich klar zu kriegen musste ich erstmal heraus finden was das mit meinen Gefühlen auf sich hatte. Immerhin war ich mir bis vor ein paar Tagen noch absolut sicher dass Derek der Mann meines Lebens ist und hätte sogar beinahe mit ihm geschlafen. Aber jetzt fühlte ich mich bei Joe so wohl, hatte das Gefühl das ich nur atmen konnte wenn er bei mir war und wollte nicht daran denken das ihm bald etwas zustoßen könnte.
Joe unterbrach meine Gedanken.
„ Ich glaube wir sollten an die frische Luft gehen“ sagte er während er mir eine Strähne aus der Stirn strich.
Ich nickte bloß.
Er führte mich raus in den Garten wo wir uns auf eine Bank setzten.
„ Darf ich fragen was in deinem Kopf vorgeht?“
„Ich versuche nur ein paar Antworten zu finden, jetzt wo es los geht muss ich mir langsam mal wirklich sicher sein zu welcher Seite ich gehören will und dazu …“ Ich konnte den Satz nicht zu Ende bringen, ich wusste das es ihn verletzen würde zu hören wie es um mein Gefühlsleben bestellt war.
„ Das einzige worüber du dir klar werden musst sind deine Gefühle oder???“
„ Ja, du hast recht“ ich schämte mich dafür, ich war doch keine 12 mehr. Da sollte es doch kein Problem sein zu erkennen wen man liebte und wen nicht. „ Ich bin einfach verunsichert. In Jaksonville hätte ich nicht darüber nachdenken müssen. Da hätte ich alles für dich getan aber du hast mich mit Missachtung gestraft und jetzt plötzlich erzählst du mir das du mich liebst.“
„ Ja Zoe ich liebe dich. Ich habe dich schon damals gemocht aber da warst du ein normales Menschenmädchen“
„ Ach so ist das“ ich wurde stink sauer. Es hörte sich gerade für mich so an das ich ohne meine Jägertee weniger wert gewesen wäre. Ich stand auf und wollte weg laufen, einfach nur weg doch er hielt mich fest und sah mir in die Augen.
* Liebste du bist der Sinn weshalb ich noch existiere. Ich liebe dich*
„ Ach ja, tust du das?“ schrie ich ihn an.
„ Ja, du Dummerchen, wie kannst du nur daran zweifeln?“
„ Beantworte mir bitte eine Frage. Würde ich auch hier stehen wenn ich keine Jägerin werden würde??“ ich sah ihn ganz ernst an, seine Antwort würde mir die Klarheit bringen die ich suchte, da war ich mir ganz sicher.
Er atmete tief durch und fing plötzlich an herzhaft zu lachen.
„ Was ist an meiner Frage so lustig?“ fragte ich bissig.
„ Tschuldige bitte, aber die Vorstellung ist schon komisch“
Wieder überkam mich der
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