Zusammengebrochen in der Küche
von
Räubertochter
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Zusammengebrochen in der Küche
Ich sitze auf dem warmen Steinboden unserer Terrase, die warme Morgensonne scheint mir auf meine blasse Haut. Ich bin total übermüdet. So viele Gedanken in meinem Kopf, die ganze Nacht auf dem Sofa von rechts nach links gewälzt.
Ich lege meine hände auf meinen Bauch und schaue hinüber über die Wiese, über das Taal, eine Traumhafte Aussicht, der Nebel verzieht sich so langsam, nur nicht aus meinem Kopf.
Ist dieser Moment real, waren die letzen Wochen, Tage und Stunden real?
Ich stehe auf und gehe durch die Terassentür ins Wohnzimmer, niedrige Decke, Dielenfußboden, keine Bilder an den Wänden.
Ich greife nach meinem Handy.
Wahlwiederholung, ich weiß, dass sein Handy aus ist, aber man kann es ja noch einmal versuchen. "Der gewünschte Gesprächspartner..."
Meine Gedanken wiederholen sich, ist sein verhalten nur eine Phase, ist ihm die momentane Situation vielleicht zu viel, bin ich ihm zu viel? Ich brauche ihn doch, ich schaffe das nicht alleine, so viel Verantwortung.
Ich fühle mich eingesperrt, ich kann nichts mehr machen. Die letzte Zigarrete, vor Wochen, das letzte Mal richtig feiern gewesen, vor Wochen.
Mein Leben hat sich von Grund auf verändert, aber will und kann ich mit dieser Entscheidung im Nachhinein leben? Es gibt kein zurrück mehr!
Mir wird heiß, schon wieder, mir laufen die Schweißperlen die Stirn und den Rücken hinunter.
Ich schleppe mich vom Wohnzimmer durch die Küche, das knallige Gelb an den Wänden bereitet mir Kopfschmerzen, im Badezimmer angekommen, wasche ich mir duch das Gesicht.
Das rauschende Wasser, klingt in meinen Ohren weit entfehrnt, ein Blick in den Spiegel bereitet mir Angst und macht mir Sorgen, weiß und glasige Augen.
Meine Beine fühlen sich schwer an.
Ich öffne meine Augen, wo bin ich? Mein Arm ist eingeschlafen, der Geruch von Magenseure steigt mir in die Nase, mein Kopf brummt. Ein blick auf meinen Handrücken, mit dem ich mir über die Lippen gewischt haben, versetzt mich in Panik. Blut.
Ich richte mich auf, in der Küche auf dem Boden, was ist passiert?
Neben mir ein Pfütze aus Erbrochenem und Blut.
Noch immer bin ich alleine, keiner da der sich um mich kümmert, der mir beisteht.
Ich ziehe mich aus, gehe ins Bad und steig unter die Dusche. Mein Blick wandertet über meinen Körper, ich hab mich verändert.
Frisch geduscht und wieder gut riechend überkommt mich ein Anflug von neuer Hoffung.
Wahlwiederholung, "Der gewünschte Gesprächspartner..."
Knack, meine Ohren sind seid Wochen auf dieses Geräusch fixiert, dass es mich aus dem Schlaf reißt. ein verschlafener Blick auf die Uhr, es ist bereits Nachmittag.
Seine Schritte kommen näher. Ich kann ihn riechen, kalter Rauch, Bier, Whiskey und was man sonst noch so im Suff in sich hineinschütten kann, mir wird wieder übel und ein kalter Schauer jagt mir über den Rücken.
"Wo warst du?", "Das geht dich nichts an!"
"Du warst zwei Tage weg! Das kannst du nicht mehr machen, du kannst mich nicht mehr so lange alleine lassen, ich konnte dich nicht erreichen, mir ging es wirklich beschissen!"
Ich erzähle ihm mit Tränen in den Augen was passierte.
Ich werde angebrüllt: "Das ist nicht mein Problem!"
Ich versuche ruhig zu bleiben, mich nicht aufzuregen, aber die Wut und die Angst in mir lassen sich kaum noch kontrollieren.
"Interessierst du dich gar nicht mehr für mich? Für uns?"
Als er von mir hört das ich am Vortag nach dem Einkaufen in der Stadt fast überfahren wurde, zuckt er nur mit den Schultern, "Schade das der Fahrer nicht den Rückwertsgang eingelegt hat!"
Er wünscht mir das ich überfahren werde?!
"Du hast dich für uns entschieden! Du wolltest das wir bald eine Familie werden! Du wolltest das wir das Baby bekommen!"
Meine Hände liegen schützend auf meinem Bauch.
Er mustert mich von oben bis unten, grinnst mich gehässig an, richtet sich auf und geht in die Küche. Ein riesiger Knall!
Er liegt betrunken auf dem Küchenboden und regt sich nicht mehr, es ist nur noch ein lautes Schnarchen zu hören....
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Kommentare
lucie schrieb am 2010-07-05 13:56:12:
versteh ich nicht. was ist da mit dem baby?
Xenia Bauer schrieb am 2009-09-17 15:40:43:
LAAAAAAANNGWEEEIIILIIIG
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