Zwei Freundinnen aus Abifahrt
von
Stiefelchen
Der Erdbeermilchshake
Endlich hatten sie ihr Abi in der Tasche. Tina und Silke waren auf ihrer Reise nach Berlin angekommen und checkten in einer angesagten Scene-Jugendherberge ein. Dort erholten sie sich von der langen Reise und jetzt waren sie am Alex. Sie saßen in einem Café mit Blick auf den Neptunbrunnen und unterhielten sich über die anstrengende Anreise: "Hey Tina! Es war zwar ganz schön anstrengend hierher zu kommen aber jetzt sind wir endlich in ´ner großen Stadt." Weil Silke sich so freute , fuchtelte sie wild mit ihren Armen herum. Dabei traf sie aus versehen ihr Glas mit dem Erdbeermilchshake. Der landete, wie konnte es auch anders passieren, auf dem Schoß des Jungen der am Nachbartisch saß. Ihr war es sehr peinlich und sie versuchte alles wieder gut zu machen: "Oh sorry, war keine Absicht, das tut mir echt wirklich Leid. Wie kann ich das bloß wieder gut machen?" " Ist schon in Ordnung, ist ja nicht viel passiert, zum Glück magst du Erdbeermilchshake und dein Glas war schon halb leer!" ,der Junge grinste und guckte seinen Freund an. Zwei Stunden später saßen Silke und Tina schon wieder in der Jugendherberge auf ihrem Zimmer. "Komm Silke," sagte Tina und zog sie ein Stück mit, "jetzt gehen wir noch einmal für den guten Abschluss des Tages richtig Party machen!" "Ne, ich hab` keine Lust!" "Wieso denn nicht?" " Mir geht dir blöde Situation von heut` Nachmittag nicht mehr aus` m Kopf!" "Hey Silke, keep cool! Er fand`s doch nicht schlimm!" "Trotzdem." " Hey jetzt vergiss das ganze doch mal und komm` mit Party machen! Oder willst du jetzt die ganze Woche so` ne Laune haben?" " Ne hast` ja Recht! Was soll` s, o.k.!" Sie stylten sich für die Party und gingen los. Als sie dir Jugendherberge verließen, kamen ihn zwei Jungs entgegen. Der eine sagte: " Hey, guck mal die Erdbeershakelady!" Silke wollte einfach weiter laufen, aber Tina hielt sie zurück und sprach die Jungs an: " Wieso musstet ihr auch gerade hier lang laufen? Silke hatte gerade die blöde Situation von heut` Nachmittag vergessen!" " Wussten wir das denn? Und außerdem war doch nicht schlimm!" Tina erwiederte: " Fand ich ja auch, aber Silke!" " Ach du bist also Silke?", sagte der Junge mit gutgelaunter Stimme, "freut mich , ich bin Sebastian! Kannst` mich auch Sebi nenn`! Ja und das ist mein bester Kumpel Nico !" Silke erzählte den Jungen: " Ja und das ist meine beste Freundin Tina. Ein bisschen ausgeflippt, aber super nett." Nico sagte lächelnd: " Das hab ich gemerkt! Wer traut sich denn auch sonst schon einfach zwei nicht ganz fremde Kerle auf der Straße anzusprechen." " Ja so bin ich halt.", sprach Tina, " was macht ihr denn noch heute Abend?" "Wissen wir noch nicht!" , ertönte es im Chor. Alle lachten. " Kennt ihr euch denn hier aus?", fragte Silke wissbegierig. "Naja, ein bisschen! Wir sind ja schließlich schon seit` ner Woche hier." " Irgendwie wird` s mir hier zu kalt. Kennt ihr denn keinen angesagten Club hier in Berlin?", fragte Silke zitternd. " Doch das Barfly ist ganz o.k. , die spielen relativ gute Musik. Und wie wir da waren, war sogar Mousse T. persönlich da. Vielleicht hab` n wir ja dieses mal wieder so ein Glück." "Oh ja, das wäre großartig, würdet ihr uns denn dahin mitnehmen?", fragte Tina ein wenig bittend. Wieder ertönte es im Chor von Nico und Sebi : " Ja klar!" Dann gingen sie los. Am Barfly angekommen, welches ungefähr zwei S-Bahn Stationen weiter weg lag, zeigte sich ihnen eine lange Schlange von Menschen, die alle ins Barfly wollten. Da sagte Nico ein wenig protzend: " Zum Glück kenn' ich einen der Security das vorne. Da werden wir sicher leicht rein kommen!" Doch so einfach es schien, so leicht war es nicht. Nico kämpfte sich bis zum Anfang der Schlange durch. Minuten lang diskutierte er mit dem Security-Man. Nach 10 Minuten kam er mit missgelaunter Miene wieder und sagte: " Das wird wohl nichts! Sido wird heute persönlich auflegen und die Veranstaltung ist nur für persönlich geladene Gäste von Sido." " Was hast du gesagt? Sido wird in diesem Club da vorne auflegen? Da muss ich hin!" , kreischte Tina, rannte los und stellte sich ans Ende der Schlange. Sie wartete bis der Security-Man alle aus der Schlange wegschickte, weil keiner mehr eine Einladung besaß. " Könn` Sie mich und meine Freunde denn nicht noch bitte da rein lassen?" "Habt ihr denn eine Einladung?" "Nein!" "Nein, dann ist da nichts zu machen, diese Veranstaltung ist nur für geladene Gäste." " Ach bitte!" " Ne, das geht wirklich nicht!" Jetzt eilte Nico ihr zur Hilfe: " Hey Manni, kannst` nicht wirklich mal ne Ausnahme mach`n? Dieses Girl ist mit mir da. Das würde doch gar nicht auffallen, wenn wir einfach mit hineingingen!" " Nein, Nico so gut ich deinen Vater auch kenne, aber das geht wirklich nicht!" "Und was ist wenn ich dir für` ne Woche meinen Porsche leihe?" "Naja und ich darf damit überall hinfahren, und du bezahlst den Sprit? Das wäre nämlich super, dann könnte ich endlich mal wieder meine Freundin in Italien besuchen fahr`n!" " Ist das nicht ein wenig übertrieben, Manni?", erwiederte Nico und versuchte Manni aus seinen Träumen zu erwecken. " Ne, überhaupt nicht! Immerhin könnte ich wegen euch meinen Job verlieren." Tina stand nur staunend daneben, dass Nico einen Porsche besaß. Sebi und Silke guckten sich das Schauspiel aus der Ferne an. Doch als Nico sie zu sich winkte, freuten sie sich, das sie nun doch noch Sido live erleben konnten. Die Stimmung im Club war einfach super und Tina, Silke, Sebi und Nico hatten an diesem Abend noch sehr viel Spaß.
Wiedersehen mit Folgen
Früh am nächsten morgen kehrten die vier in die Jugendherberge zurück. Sie schliefen lange. Doch zum Mittag hin standen Tina und Silke auf und marschierten zum Speisesaal. Dort, an einem Tisch ganz alleine, saßen auch schon Nico und Sebi. Sie winkten Silke und Tina zu, die sich daraufhin auch zu ihnen gesellten. "Und habt ihr noch ins Bett gefunden und gut geschlafen?" , fragte Sebi die zwei Mädels, die über ihrem Kartoffelpüree fast einschliefen. " Joa, haben wir." , antwortete Silke sofort. "Und was habt ihr heute noch vor?" ,fragte Nico wissbegierig und lächelte dabei freundlich in Tinas Richtung. "Eigentlich wollten Tina und ich heute mal so richtig, wo wir schon mal in `ner großen City sind, shoppen gehen!", erzählte Silke freudig, "ne Tina?" " Eh was?" ,fragte Tina verwirrt, weil sie nicht richtig hingehört hatte. "Shoppen!" hörte sie eine Stimme wispern. Es war Nicos Stimme. "Oh ja, Silke und ich, eh ja wir wollten heute shoppen gehen!" , erzählte Tina hastig, um zu vertuschen, dass sie die ganze Zeit nur in Nicos eisblaue Augen gestarrt hatte. Silke wusste genau, dass Tina bei eisblauen Augen nicht wiederstehen konnte, einfach hinzustarren. "Wo kommt ihr eigentlich her?" , fragte Tina. " Wir kommen aus Lübeck!" "Ach da wo es den leckeren Marzipan zu kaufen gibt?", wendete Silke mit zwinkerndem Auge ein. "Ja genau von da. Und von wo kommt ihr?", fragte Sebi. "Wir kommen aus Leer! Das ist in Ostfriesland, falls ihr das kennt!" "Klar kenn' ich das, da wohnen meine Großeltern!" , sprach Sebi. Tina und Nico starrten sich während dem Gespräch zwischen Silke und Sebi die ganze Zeit an. Das hatte Silke sofort bemerkt. Als sie dann auch noch näher zusammen rutschten, als Silke und Sebi ihre Tabletts wegbrachten, sagte Silke zu Sebi: " Na das kann ja noch was werden!" "Oh ja, das schätz` ich auch mal."
An diesem Nachmittag unternahmen die vier etwas getrennt. Nico mit Tina und Sebi mit Silke. Tina und Nico gingen zu den Potsdamer Arkaden und setzten sich in eine Eisdiele und aßen Eis. Dabei unterhielten sie sich angespannt über Dinge, die sie noch nicht voneinander wusste. Sebi und Silke verbrachten den Nachmittag im Gesundbrunnencenter. Sie hatten viel Spaß. Am Abend trafen sich alle in der Jugendherberge wieder. Danach gingen Tina und Silke wieder zusammen ins Barfly, denn am Abend zuvor hatte es ihnen dort gut gefallen. Während sie an der Bar saßen, unterhielten sie sich über Sebi und Nico. "Wie findest du Nico eigentlich?" , fragte Tina mit funkelnden Augen. "Naja, er ist ja ganz nett." , sagte Silke, dabei rührte sie genervt mit der Cocktailkirsche in ihrem Drink herum. "Ja und seine eisblauen Augen." , schwärmte Tina weiter. " Du stehst da ja drauf," sagte Silke jetzt endgültig genervt und ließ die Kirsche in ihr Glas plumpsen. " Wollen wir jetzt nicht noch mal tanzen gehen?" "Ne ich möcht` dir jetzt lieber erzählen was Nico und ich heute Nachmittag so alles gemacht haben! Es war einfach super...." " Das will ich jetzt aber gar nicht wissen." ,fiel Silke ihr ins Wort. "Dann halt nicht!" ,sagte Tina patzig. Splash! Schon hatte Tina Silke ihren Cocktail über die Haare geschüttet. Silke sagte erstaunt: " Na wenn das so ist ," und kippte auch ihren Drink über Tina aus , " kannst du dir ab heut` Abend aber auch ein anderes Zimmer suchen!" Alle Leute im Barfly starrten Tina und Silke an. Sofort verließen sie den Club. Sie gingen getrennte Wege.
Nächtlicher Besuch
Es klopfte an Silkes Zimmertür. "Schlaft ihr schon?", fragte Nico vorsichtig in die Stille hinein. "Keine Ahnung ob WIR schon schlafen!" "Wieso, wo ist Tina denn?" "Das weis ich doch nicht, sie hat sich wohl ein anderes Zimmer gesucht. Ist auch gut so!" "Wieso das denn? Habt ihr euch gezofft?" "Ja, total! Sie hat ihren Cocktail im Barfly über mich geschüttet. Das fand` ich nicht so toll, deshalb hab ich das gleiche auch mit meinem Drink gemacht." " Und weswegen habt ihr euch gezofft?" , hörten Nico und Silke eine Stimme aus dem Hintergrund sagen. "Weil sie mir die ganze Zeit nur was von Nico erzählen wollte, Sebastian!" Sebi hatte die ganze Zeit vor der Tür gestanden und konnte alles mithören. "Aber deswegen könnt` ihr euch doch nicht zoffen!" , sagte Nico und trat ins Zimmer , "das ist doch kein Grund! Ihr seid doch immerhin beste Freundinnen." "Nein ab heute nicht mehr!", sagte Silke entschieden. "Echt nicht? Ich fänd' s aber schade!" , hörten die Drei wieder eine Stimme aus dem Hintergrund sagen. Es war Tina, die nur Silkes entschiedene Worte am Schluss mitbekommen hatte. "Da brauchen wir aber noch ein klärendes Gespräch, Christina.", sagte Silke mit harten Worten. "Ich merk` s schon, wir gehen jetzt besser!" ,sprach Nico und schob Sebi aus der Tür raus, " ihr habt ja die ganze Nacht Zeit." Tina und Silke mussten sich wirklich dir ganze Nacht über ihren Streit unterhalten haben. Das sahen auch Nico und Sebi, als sie am Morgen den Speisesaal betraten, denn Tina und Silke hatten dicke, schwarze Ränder unter den Augen. "Na, wieder alles in Ordnung?" , fragte Sebi und setzte sich zu den Mädels an den Tisch. "War denn was gewesen?", fragten sich Silke und Tina und guckten sich dabei an. "Ne?", fragte Sebi ein bisschen ungläubig und setzte sich auch an den Tisch, "na dann ist ja gut." "Wie lange bleibt ihr eigentlich noch?", fragte Tina und schaute dabei in Nicos Richtung. "Wir wollten morgen wieder fahren." "Och schade!", dachte Tina und fragte darauf: "Und was macht ihr dann?" "Dann fahren wir wieder nach Lübeck!", erzählte Sebi nicht gerade freudig. "Aber ich könnt` ja noch `nen kleinen Abstecher nach Lübeck machen und mit uns fahr`n!", schlug Nico eher aus Spaß vor. "Ja genau, dann könn' wir euch auch noch `n bisschen die Hansestadt zeigen.", fuhr Sebi freudig fort. "Also ich hätt` nichts dagegen, aber wenn Silke dazu keine Lust hat, dann könn` wir auch hier bleiben!", sagte Tina ruhig. "Denkst du ich hätte da was gegen? Natürlich nicht! Ich würd` mich sogar riesig freuen, wenn wir das machen würden!", sagte Silke super gelaunt. Sofort packten alle ihre Sachen und noch an diesem Abend verließen sie gemeinsam die Jugendherberge. Eine lange Zugfahrt stand ihnen bevor. Da hatten sie noch genug Zeit sich noch besser kennenzulernen.
Lübeck
Früh am nächsten morgen kamen sie in der Hansestadt an. Sie gingen zu Nicos und Sebis Wohnung, die nicht weit vom Bahnhof entfernt lag, in der sie schon wohnten seit sie zusammengezogen waren, was etwa ein Jahr zurück lag. Sie ruhten sich aus, tranken einen Kaffee und dann gingen sie zum Lübeckertor. Danach gingen sie die Straße hinauf und bummelten durch die zahlreichen Geschäfte. Am Abend machten sie noch alle zusammen die Clubs von Lübeck unsicher und so ging der Tag dann zu Ende. Am nächsten Morgen packten Tina und Silke ihre Sachen und machten sich auf die Heimreise. "Schade das ihr schon wieder fahren müsst." "Ja, find` ich auch", sagte Silke, " aber so langsam müssen wir uns mal um unser Studium kümmern." "Echt? Ihr wollt studieren, was denn?" ,fragte Sebi wissbegierig. "Ich möchte Architektur studieren" , sagte Tina " und Silke Mode und Design." " Ach das kann man bestimmt auch in Lübeck machen!", sagte Nico und grinste die Beiden dabei an. "Na da müssen wir ja mal gucken" antworteten Tina und Silke im Chor. " ja genau, macht das mal und dann sagt uns Bescheid! Unsere Nummer habt ihr ja noch!" Nico und Sebi brachten Tina und Silke noch zum Bahnhof und verabschiedeten sich mit einer langen Umarmung und einem Abschiedskuss.
Kommentare
barbara schrieb am 2007-07-12 00:31:15:
Also ich finde die geschichte super aber am ende fehlte mir noch etwas da ich wissen wollte wie es weiter geht. Aber naja sonst ist sie echt gut.
vany-bunny schrieb am 2006-08-23 22:59:45:
ich find die geschichte ganz gut! aber an manchen stellen hättest du das ganze noch etwas besser ausschmücken können!
xxx@gmx.de schrieb:
Also ich find die geschichte gut geschrieben. mir gefällt so was! hier gibts es nämlich nicht viele geschichten die ich zu ende gelesen hab, aber DIE HIER schon!!
Selli schrieb:
Ich weiß gar nich was ihr habt?!
Ist doch echt gut!
Stellt auch mal vor jemand sagt so was zu euch!!! Na??? Also ich finds sie super! Selli
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