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Kategorien > Geschrieben für Freunde > Das müsst ihr euch nicht antun

Zwei kleine Igel (Für Carlotta) teil 1

von Celebration

1

MItte 3. Weltkrieg...
In einer unbekannten Stadt in Deutschland...
Zwei Kinder, Mädchen. Eine von ihnen ist eine große Schwester, die andere eine kleine. Beide gehören zusammen, beide verloren ihre Mutter. Beide haben keine Namen. Beide haben nur noch ein Amulett und... sich selbst. Auf der Flucht, endlos und immer weiter.

"Wo bist du?"
"Hier."
"Wo ist hier?"
"Komm, ich habe Angst."
"Wo bist du?"
"Na hier."
"Uff." "Aua!"...Eine Wand.
Die große Schwester sucht ihre kleine Schwester. Im Garten von Sir Blanc. Sie sind Gärtner, sie waren. Jetzt kommen Soldaten, die Schwestern sind im Labyrinth, im Garten. Es ist Nacht.
"Psst!"
"Warum?"
"Schritte."
"Wo?"
"Sei still!"
"Na gut."
Weiter geht sie, tastet sich entlang. Irgendwann eine Hand.
"Ahh." Nicht so laut. Sei besser leise, du bist doch die Erfahrene. Große Schwester.
"Ahh." Nein. Nur weil sie schreit musst du nicht auch. Psst!
"Ach du bist es."
"Und du bist auch du." klug....
"Psst. Folge mir."
"Ich will aber nicht leise sein. Sag mir was sie von uns wollen!"
Wer nicht leise ist, der wird leise gemacht. Pech gehabt kleine Schwester. Hand aufs Maul...
"Mhmhmfhm!!!"
"Schhht!"
Die große Schwester zieht die kleine weiter. Um endlose Kurven und Ecken, nur eine Hand zum Tasten. Die Andere aufm Maul...
Jetzt ist sie draußen. SIe steht in der Einfahrt zum Schloss. Reicher Sir Blanc. Strenger Sir Blanc. Aber Arbeit, Essen, Betten. Zuhause....Vorbei. Flucht.
Jetzt rennen sie zum Tor. Die kleine Schwester hat kapiert, sie ist leise. SIe ist nicht dumm, sie will nur antworten. Viele Kinder in ihrem Alter wollen das wohl, aber viele Kinder haben nicht so viele Fragen....Sie ist elf. Ihre Schwester wohl dreizehn. Aber genau wissen sie es nicht.
Das Tor ist zu. Und hoch.
"Kletter!"
"Es ist hoch!"
"Schnell!"
Die große Schwester hebt die kleine hoch und hilft ihr. Schnell muss es gehen. Jetzt ist sie oben. Die Große kommt nach. Springt runter.
"Jetzt spring du."
"Es ist hoch."
"Ich fang dich auf."
"Geht das??"
Nein es geht nicht, aber sie kann es versuchen.
"Na klar."
"Na gut."
Sprung, Absturz, Landung. Beide liegen auf dem Boden. Beide Rappeln sich auf, beide rennen auf den Wald zu. Wieder muss es schnell gehen. Immer muss es schnell gehen. Haben die Menschen in der Zukunft mehr Zeit?
Im Wald. Es ist etwas nass. Immer weiter rennen. Jetzt ist es genug, Erschöpfung macht sich breit. Beide fallen auf den Boden und kauern sich zusammen.
"Und jetzt?"
"Jetzt schlafen wir."
"Na gut." Hihi...Immer alles na gut...

1. Traum...kleine Schwester

Ich gehedurch einen Park. Alles ist hell und die Sonne scheint und macht alles warm. Ich habe einen Lolli. Wie die im Geschäft, früher als wir noch in Bonn wohnten. Ja, wie die von Banders. Groß und bunt. Ich gehe auf einen Spielplatz. Aber ich bin kein kleines Kind mehr und setze mich lieber auf eine Bank. Ich beobachte die Menschen. Alle sind glücklich. Da sehe ich etwas. Eine Blume hängt von einem Ast. Sie hat ein Gesicht. "Hallo", sage ich. "Hallo, ich bin Louisa, und du?" "Ich weiß es nicht", sage ich traurig. Ich hatte meine Schwester scho oft gefragt, warum wir keine Namen haben, keine Identität. Sie verrät es nicht. "Geh bloß weg! Hau ab!!"
"Warum?", will ich wissen. Aber alle anderen haben es mitbekommen und plötzlich rennen sie wag und Soldaten kommen. Alles wird dunkel. "Wie heißt du?", fragt ein Soldat. "Ich weiß es nicht. Ich weiß es doch nicht!", schreie ich und weine. Da nimmt er mich mit und sperrt mich ein. Ich schreie und rufe, ich weine und trete und beiße. "Für dich ist auf dieser Welt keine Platz. Du bist schlecht.", sagt er. Dann holt er eine Pistole und richtet sie auf mich. Ich will rennen, aber
ich merke, dass ich im Boden stecke. "Ahhhh!!", kreische ich. Dann wache ich auf.

"Was ist los?"
"Nichts, nur ein schlechter Traum."
"Ach so."
"Wie ist mein Name."
"Darüber haben wir schon so oft geredet."
"Wie ist mein Name??"
"Ich erkläre es dir wenn du älter bist."
"Ich bin alt genug."
"Willst du es wirklich wissen?"
"Ja."
"Na gut, wir haben keine Pässe, weißt du was das ist?"
"Ja."
"Mutter hat sie verbrannt, als wir klein waren. Ich glaube du warst noch nicht geboren. Ich fragte sie warum, aber sie hat es mir nicht gesagt. Sie hat mir auch nicht meinen Namen verraten, oder deinen. Irgendwann habe ich nicht mehr gefragt. Ich weiß, dass ich meinen Namen nicht wissen durfte. Aber nicht wieso."
"..."
"Warum?? Warum dürfen wir ihn nicht wissen?"
"Weiß ich nicht."
"Ich will aber einen Namen!"
"Dann gebe ich dir jetzt einen."
"Und ich dir."
"Du heißt von nun an...Carlotta.Wie die nette Frau damals, die , die dir immer eine bisschen Brot geschenkt hat."
"Ja, Carlotta. Und du heißt ab jetzt...Felicia. Wie die spanische Nichte von Banders, dem Süßigkeitenverkäufer."
"Ja, schön."
Und so bekamen die große und die kleine Schwester Namen.





1

Kommentare

celebration schrieb am 2009-02-24 10:58:53:
Danke (das sollte doch ein kompliment sein oder??)
Ja, ich glaub ich hab das ein bisschen drehbuchartig geschrieben, weil meine Freundin und ich das eigentlich früher als Spiel gemacht haben...
Lia schrieb am 2009-02-22 21:27:33:
Dreh nenn Film :D

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