Zwischen Sonne und Asphalt
von
Private Suicide
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Zwischen Sonne und Asphalt
Der Herbst geht. Er zieht unauffällig an uns vorbei. Wie die eilenden Menschenmassen. Tausende Gesichter. Besorgte, genervte, gelangweilte. Ein kurzer Blick und sie verschwinden ins Nichts. So unauffällig und überflüssig wie sie auch gekommen sind. Alles geht. Die Dekorration der verschiedenen Läden. Die Preise. Nur wir bleiben. Wir sind immer da. Egal ob in Guten oder in Schlechten Zeiten. Denn dieser Ort verbindet uns. Wir sind so verschieden und dennoch alle so gleich. Wenn überall die Lichter ausgehen, bleibt der Hauptbahnhof trotzdem hell. Das alles umhüllende Licht dringt bis in die letzte Ecke des grauen Gebäudes.
Ich betrachte die leere Schachtel Zigaretten auf dem Boden. Wie lange ist es her, dass diese länger als einen Tag reichte. Ich kann einem Lächeln nicht widerstehen.
Wo ist sie hin? Diese kindliche Unschuld, welche ich bei Chris erlebte. Und nun steht sie da. Alt genug um die Tränen aus ihrem Gesicht zu verdrängen. Um Augenringe zu verdecken. Was hat dieses Gebäude, diese Stadt, dieses Leben aus ihr gemacht?
Ich blick in die Runde. Ausdruckslose, abgenutzte Gesichter. Alles was je gewesen war, spiegelt sich in den bunt gefärbten, glasigen Pupillen.
Ich drehe mich um. Wohin ich dann gehe weiß ich nicht. Denn überall ist es gleich. Ob hier oder wo Anders. Doch ich komme nicht weiter. Hat sich der Ausgang versperrt, oder zieht mich der Hauptbahnhof, wie ein Moor, immer tiefer in sich hinein? Er verschlingt mich. Damit auch meine Träume und Wünsche. Er stellt mich der blendenden Realität vor. Und wo bin ich? Ich bin irgendwo zwischen Sonne und Asphalt.
Eine Hand legt sich mir auf die Schulter. Sie ist kalt. Ich dreh mich um und blick Chris in die Augen. Ich sehe ins Nichts…
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Kommentare
Sonja schrieb am 2007-04-11 13:42:54:
Das ist mal eine wirklich KURTZgeschichte, nach meinem Geschmack. Vll. war es ja absichtlich so geschrieben, das man nicht genau weiß, wer Chris ist, was mit der Hauptperson passiert ist usw. aber ich für meinen Teil hätte gerne mehr über die zwei erfahren, aber wie gesagt, es soll ja kurtz sein, und in den Zeilen spiegelt sich die Realität wirklich sehr gut wieder!!!!
Also mach weiter so !!!!!
mvlg Sonja
PS: Eine Frage die mir gerade so im Kopf rum schwirrt : was ist die Wahrheit, die Realität, oder das was man als richtig bezeichnet ????????? Weiß da jemand eine Antwort ???
Lia schrieb am 2006-11-17 15:00:39:
Muss mit einem Text immer etwas erreicht werden....es ist die Realität klene...
klene schrieb am 2006-11-16 21:08:41:
ich versteh leider nich was mit dem text ereeicht werden will?!O.o
Basther schrieb am 2006-11-16 20:01:20:
Traurig!
Ein sehr schönes Stück. Schön in den Worten, traurig im Sinn
Bahnbrechende Beschreibung der Gefühle. Der Einsamkeit.
Bin immer wieder beeindruckt von deinen Stücken!
Grüße in Gedanken
Basther
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