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Kategorien > Mysterie > Träume

Zwischen Traum und Wirklichkeit / Kapitel 4

von Anonyma

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Kapitel 4

„Ich bin wieder da!“ rief Donna als sie die Tür aufmachte und ihre Schuhe auszog. Die Schlüssel warf sie achtlos aus einen Karton.
Ihr Vater steckte den Kopf aus der Schlafzimmertür: „Wurde aber auch Zeit. Ich schufte den ganzen Tag, während du dir die Stadt anschaust“
„Tut mir Leid, Pa“ murmelte Donna schuldbewusst.
„Na ja, ist ja jetzt auch egal“ meinte Dirk Dameno und winkte seine Tochter zu sich heran: „Komm, helf mir mal. Ich möchte den Van Gogh aufhängen, weiß aber nicht ob er gerade hängt“
„Hast du keine Wasserwaage?“ fragte Donna und kniff die Brauen zusammen, während sie über die Kisten ins Zimmer ihres Vaters lief. In seinem Zimmer sah es noch schlimmer aus, als in dem von Donna.
„Kaputt“ nuschelte Dirk und steckte sich zwei Nägel zwischen die Lippen, während er das Bild über dem Bett anbrachte: „Gerade?“
Donna legte den Kopf schief und kniff die Augen zusammen: „Neee“
„In welche Richtung?“
„Ein wenig mehr das rechts… Neee… Stopp, das andere Rechts“ sagte Donna hastig.
Ihr Vater versuchte das Bild auszurichten und schaute dann wieder fragend zu ihr: „Und wie sieht’s jetzt aus?“
Donna wollte gerade wieder auf das Bild schauen, als ihr ein DinA2-Blatt auf einer der Kisten auffiel. Es hatte denselben Stil wie die ganzen anderen Bilder, die sie sich heute in der Galerie angesehen hatte. Und in der unteren Ecke war dieselbe Signierung.
Sie warf einen genaueren Blick auf das Bild: „Was ist das denn für ein Bild?“ Sie zeigte auf das Papier.
Dirk stöhnte auf: „Donna ich bitte dich! Ich habe gerade andere Probleme“
Donna warf einen Blick auf das schief hängende Van Gogh Bild: „Ja, ja, Paps. Es hängt gerade“
„Wirklich“ hakte ihr Vater misstrauisch nach.
„Ja, wenn ich es doch sage“ meinte Donna genervt und ging in die Hocke um sich das Bild genauer anzusehen. Es zeigte den See und die Berge dahinter. Dieses Motiv schien dem Künstler am liebsten zu sein. „Das Bild ist wirklich klasse“
Dirk kletterte vom Bett und nickte: „Finde ich auch. Der Maler dieses Bildes ist wirklich begabt“
„Ich habe schon andere Bilder von ihm – oder ihr in der Galerie gesehen und war sofort beeindruckt“ erklärte Donna.
„Du warst in der Galerie?“ fragte Dirk überrascht.
Donna nickte: „Ich wollte mal sehen, wo du arbeitest“ Sie zwinkerte und blickte dann wieder zu dem Bild. Die Anziehungskraft, die von diesem Kunststück ausging war überwältigend. Ob ihr Vater auch diese Melancholie spürte, wenn er das Bild betrachtete.
„Donna! Ich glaub’s ja wohl nicht! Das Bild hängt ja vollkommen schief“ rief Dirk aus und riss Donna damit aus ihren Gedanken.
Mit unschuldigen Blick schaute sie auf: „Vorhin sah es ganz gerade aus“
„Geschichtenerzählerin“ lachte ihr Vater. „Du bist eine richtige Geschichtenerzählerin!“ Er stieg wieder auf sein Bett und hängte das Bild ab. „Du wirst solange hier stehen bleiben, bis das Bild gerade hängt“
Donna ließ sie die Schultern hängen: „Mein Zimmer sieht auch noch aus wie eine Besenkammer“ beschwerte sie sich.
„Du hast ja auch noch zwei Wochen Ferien. Ich muss morgen arbeiten. Mein erster Arbeitstag“ gab ihr Vater zurück und Donna musste ihm Recht geben. Sie hatte noch ganze zwei Wochen um ihr Zimmer auf Vordermann zu bringen.
„Hängt es gerade?“ fragte er und blickte über die Schulter.
„Nein, kein bisschen. Ein bisschen mehr nach links“
„In welches Links“ Dirk grinste, denn er wusste ganz genau, dass seine Tochter eine schlimme Rechts-Links Schwäche hatte.
„Na, in diese Richtung eben“ Mit dem Arm wedelte Donna nach links und Dirk richtete das Bild aus: „Jetzt?“
„Perfekt“ Und dieses Mal log Donna nicht. Dennoch seufzte sie: „Ich gehe morgen eine neue Wasserwaage kaufen“
„Ja, dann lassen sich Bilder auch wieder leichter aufhängen“ Ihr Vater lachte leise und begann dann einige Kisten auszuräumen.
„Ich werde mal mit meinem Zimmer weitermachen“ meinte Donna nach einer Weile.
Ihr Vater nickte nur und Donna schlurfte in ihr Zimmer. Sie öffnete ihr Fenster und hörte den nahe gelegenen kleinen Bach rauschen.
Dann begann sie die viele Kisten auszuräumen und den ganzen Kram in ihre Schränke zu räumen.

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Kommentare

Vanny schrieb am 2010-03-31 18:17:08:
find ich gut bis jetzt, hab mich schon richtig reingelesen , aber iwie kommt der Stil mir ziemlich bekannt vor , naja trotzdem toll :D
Nina schrieb am 2010-03-11 22:20:18:
hört sich sehr interessant an.
hoffe du schreibst schnell weiter :)

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