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Kategorien > Mysterie > Liebe

Zwischen Traum und Wirklichkeit /Kapitel 5

von Anonyma

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Kapitel 5

Die Tage verstrichen nur so und schon nach fast zwei Wochen sah die kleine Wohnung der Damenos sogar halbwegs ordentlich aus.
Donna hatte in ihrem Zimmer schon mit dekorieren angefangen und ihre ganzen Fotografien über ihr Bett geklebt.
Die Pflanzen, denen sie aktive Sterbehilfe leistete, standen schon ordentlich auf dem Fensterbrett und ihr Bücherregal schien vor lauter Büchern beinahe zu platzen.
Schon seit Jahren wollten sie und ihr Vater ein Neues bauen, doch bis jetzt war das immer nur Gerede. Und es würde auch so bleiben.
Donna war handwerklich eh’ nicht zu gebrauchen und Dirk war einfach zu faul oder zu sehr in seine Kunst vertieft.
Wieder einmal wachte Donna schweißgebadet auf. Immer wieder verfolgte sie derselbe Traum.
Keuchen und schwer atmend saß sie wie fast jede Nacht in ihrem Bett. Vielleicht war auch der Schlafmangel daran schuld, dass Donna selbst im Sommer noch blass war.
Wie jedes Mal, wenn sie einen ihrer Albträume gehabt hatte, konnte sie nicht mehr schlafen. Da konnte sie so lang sie wollte die Augen zudrücken. Einschlafen ging trotzdem nicht.
Also erhob sie sich gähnend und streckte die Arme in Richtung Himmel. Ihr Atem ging immer noch stockend und sie brauchte Luft.
Also riss sie wieder das Fenster auf und hörte wieder den kleinen Bach rauschen. Sie schaute auf die Straße, welche nur schwach beleuchtet wurde.
Trotzdem konnte sie gut in der Dunkelheit sehen. Zumindest gut genug um die dunkle Gestalt zu sehen, welche sich mit schnellen Schritten von dem Mehrfamilienhaus in dem Donna und ihr Vater wohnten, entfernte.
Was machte jemand um diese Uhrzeit allein auf dieser Straße? Das Haus lag eher abgelegen und war kein bisschen zentral. Es war so ruhig hier, und Attraktionen gab es auch nicht. Was sollte also jemand hier verloren haben? Und dann noch um diese Uhrzeit?
Irritiert schaute Donna der Gestalt hinterher. Außer, dass die Person höchstwahrscheinlich männlich war konnte sie nichts erkennen.
Schnell schloss sie das Fenster wieder und nahm sich ihr Buch "Verstand und Gefühl" von Jane Austen vom Nachttisch und ging in die Küche um wieder Kaffee zu trinken. Sie war beinahe Kaffeesüchtig. Das musste sie auch um ihre von Albträumen geplagten Nächte zu überleben. Während die Kaffeemaschine blubberte und sie versuchte sich auf die Buchstaben in ihrem Buch zu konzentrieren drifteten ihre Gedanken immer wieder ab.
Heute war der Traum anders gewesen. Er hatte sogar kaum etwas mit ihr zu tun… Oder vielleicht doch. Aber sie persönlich kam nicht darin vor. Sie war eher eine Zuschauerin.
Sie war am See, der umgeben war von Wäldern und Bergen. Sie stand auf diesem Steg. Am Ende des Steges stand ein Mädchen mit hochgesteckten Haaren. Sie schaute auf jemanden der im Wasser war. Oder sie starrte auch einfach nur auf’s Wasser.
Donna hörte Schreie. Schrille Schreie. Dann plötzlich wechselte die Kulisse. Sie war in der Galerie. Und schon wieder ein Szenenwechsel: New York. Wieder ein Sprung. So ging das immer weiter. Bis sie sich plötzlich wieder in ihrem Traum befand, der sie seit ihrem Umzug quälte. Und dann war sie aufgewacht.
Wieder wusste Donna nicht, was das alles zu bedeuten hatte. Vielleicht hatte es ja auch gar nichts zu bedeuten. Doch dafür war Donna zu sehr eine Grüblerin. Sie musste über alles tausend Mal nachdenken. Etwas einfach abhaken ging bei ihr nicht.
Müde schlürfte sie an ihrem Kaffee und stützte den Kopf in die Hände. Würden diese Träume irgendwann aufhören? Und hatte der Mann auf der Straße irgendetwas damit zu tun?
Schnell schüttelte Donna mit dem Kopf. Was sollte ein einsamer Mann auf einer einsamen Straßen mit ihren Träumereien zu tun haben. Das war idiotisch!
Sie war bestimmt nur wegen ihrer neuen Schule nervös. Immerhin wäre in zwei Tagen ihr ersten Schultag in der neuen Klasse. 11b am Gisela-Gymnasium.
Donna seufzte. Sie hatte gar keine Lust auf Schule und schon gar nicht auf ihre neue Klasse. Sie hatte sogar Angst davor. Dann musste sie vielen fremden Gesichtern gegenüber treten. Was wenn sie alle unfreundlich waren oder sie nicht mochten? Oh je, das wollte Donna sich gar nicht ausmalen.
Auch, wenn sie selber wusste, dass ihre Gedanken über die neue Schule albern und kindisch waren, so machte sie sich doch dauernd Sorgen.
Donna seufzte und schaute aus dem Fenster. Die Sonne ging gerade auf und Nebel stieg von den Wäldern empor gen Himmel.
Ein schönes Bild. Wäre Donna Künstlerin gewesen, hätte sie diesen Moment mit einem Bild festgehalten.
Träge und immer noch müde erhob sie sich und schaute in den Kühlschrank. Wie sooft war er leer. Sie stöhnte leise und schlurfte in ihr Zimmer. Ohne wirklich hinzuschauen zerrte sie einen Jeansminirock und ein schwarzes Top aus dem Schrank und zog sich um. Sie langen Haare ließ sie einfach wieder offen.
Schnell noch, bevor sie ging kritzelte sie ein paar Zeilen auf ein Stück Papier, damit ihr Vater weiß, wo sie ist.

Hey, Paps, es gibt nichts zu essen. Bin irgendwo frühstücken und bring dir was mit
Hab dich lieb, Donna

So leise wie möglich nahm sie ihre Schlüssel von dem Umzugskarton, welcher immer noch im Flur stand und ließ ihn in ihre Tasche gleiten. Dann schlüpfte sie in ihre schwarzen FlipFlops und zog die Wohnungstür hinter sich zu.
Sie hatte keine Ahnung wo sie hingehen sollte und lief erst Mal zur Galerie welche ziemlich Zentral lag.
In der Galerie war noch kein Licht und alles war Dunkel und verlassen. Natürlich wusste Donna, dass die Galerie erst um zehn Uhr öffnete, dennoch fand sie das Flair, das von der Galerie ausging unglaublich schön.
Sie schaute eine Weile durch das Schaufenster, als sich ihr knurrender Magen meldete und sie damit zwang weiterzugehen.
Warum dachte aber auch keiner der Damenos daran einkaufen zu gehen?
Auf dem Marktplatz fiel Donnas Blick auf die Uhr am Kirchturm: Viertel vor sieben. Es war nun vollends hell geworden und der Tag schien schön zu werden.
Wieder knurrte Donnas Magen. Hoffentlich hatte ein Café auf. Wenn nicht, ein Bäcker hätte es bestimmt.
Gleich in der Nähe des Marktplatzes war ein niedliches kleine französisches Bistro, welches zu Donnas Überraschung schon auf hatte.
Sie trat ein und lächelte die Verkäuferin hinter der Theke an. Sie hatte traumhafte, blonde lange Haare. Und Donna musste bitter an ihre wirren, braunen Locken denken.
„Kann ich was für dich tun?“ fragte sie und lächelte immer noch.
Donna nickte: „Ich hätte gern ein Schokocroissant und einen Milchkaffee“
„Zum Mitnehmen, oder willst du hier essen?“
„Zum mitnehmen“
Die Verkäuferin nickte und packte das Croissant in eine braune Papiertüte und legte sie auf den Tresen. Und während der Milchkaffee aus der Maschine floss tippte sie auf der Kasse herum und sagte dann: „Das macht drei Euro vierzig“
Donna nickte und gab ihr das letzte Geld, was sie in ihrem Portemonnaie hatte. Auf dem Weg zum Supermarkt müsste sie zur Bank gehen und gleich genügend abheben, sodass sie auch ein Bild von dem

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