Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Mysterie > Liebe

Zwischen Traum und Wirklichkeit /Kapitel 6

von Anonyma

1 2 3

Kapitel 6

Hektisch rannte Donna zwei Tage später durch die Wohnung: „Wo sind meine Schuhe?!“
„Welche Schuhe denn?“ Ihr Vater folgte ihr träge und rieb sich die Augen.
„Na, meine dunkelblauen Ballerinas“ rief Donna und durchsuchte das Schuhregal.
„Jetzt mach’ doch mal nicht so einen Hektik. Das ist ja nicht zum aushalten!“
„Du hast gut Reden! Ich muss heute in eine neue Klasse und ich bin schon viel zu spät“ Sie warf einige Schuhe aus dem Regal und nahm dann ihre Ballerinas hervor. „Das sind sie ja“ Hastig zog sie sie an und stopfte die heraus gefallenen Schuhe wieder in den Schuhschrank.
„Vergess dein Essen nicht“ meinte Dirk noch und drückte dann seine Tochter kurz an sich: „Du schaffst das schon. Ich meine, hey, du bist eine Dameno. Wir schaffen alles“ Er zwinkerte ihr zu.
Donna nickte, allerdings fühlte sie sich kein bisschen ermutigt. Sie löste sich aus der Umarmung ihres Vaters und nahm ihre Papiertüte mit dem Brot darin an sich und stopfte es in ihre Tasche.
Dann griff sie zur Kaffeetasse und leerte sie in einem Zug. Heute Nacht hatte sie wieder diesen furchtbaren Albtraum gehabt. Dies Mal schlimmer als jemals zuvor. Die Schreie klangen lauter in ihren Ohren und die Farben wirkten intensiver.
Es wirkte als würde sich das Ganze nicht nur in ihrem Kopf abspielen, sondern als wenn sie wirklich dort wäre. In ihrem eigenen Traum. Und wieder gab es einen heftigen Szenenwechsel, als würde sie plötzlich einen anderen Traum sehen können. Doch bei diesem anderen Traum war das Gefühl der eigenen Anwesenheit weg. Jetzt sah sie wieder nur noch zu.
Donna schüttelte leicht den Kopf. Vielleicht sollte sie einen Arzt aufsuchen. Lange würde sie diese schlimme Träumerei nicht mehr aushalten.
Wie in Trance schaute sie auf ihre Kaffeetasse und auf den Kaffeesatz der sich auf dem Boden der Tasse gesammelt hatte. Vielleicht sollte sie aber auch erst einmal mit ihrem Vater darüber reden. Oder sie wartete einfach noch eine Weile. Bestimmt würden diese Träume irgendwann vergehen.
Donna seufzte leise und schulterte sich dann ihre Tasche: „Wünsch mir Glück“ rief sie noch, bevor sie zur Tür hinaus ging.
„Ich wünsch dir Erfolg. Glück ist was für Dumme“ hörte sie ihren Vater noch antworten und musste leise lachen. Das war sein Lieblingsspruch… schon immer gewesen.
Mit schnellen Schritten hüpfte sie die Treppe hinunter und ihr Herz hüpfte in ihrer Brust genauso. Sie konnte sich nicht daran erinnern jemals so nervös gewesen zu sein.
Ach, sie würde es schon überleben, versuchte sie sich selber einzureden, doch es gelang ihr nicht. Donna konnte sich nie etwas einreden.

„Wie war noch mal dein Name?“ fragte die kleine und zierliche Sekretärin hinter ihrem Schreibtisch und setzte die Brille auf, während sie ein paar Papiere vor sich studierte.
„Donna Dameno“ antwortete Donna knapp.
„Ach ja!“ rief die Dame plötzlich aus. „Hier steht’s ja“ Sie schaute strahlend zu Donna auf und erhob sich dann. „Also, das hier ist deine Klasse“ Sei zeigte auf die kleine Zahl oben rechts auf ihrem Papier: 11b. Das wusste Donna aber schon.
„Und da unten steht dein Stundenplan“ fuhr die Sekretärin fort. „Du hast die erste Stunde bei deinem Klassenlehrer Herr Linz. Ich glaube das müsste Raum 37 sein… Ach ja, da steht’s ja“
Donna nickte wieder nur. Sie wollte nicht unhöflich wirken und dauernd schweigen, aber ihr fiel einfach nichts ein, was sie hätte sagen können. Also schwieg sie lieber.
„Also, Raum 37, das ist im zweiten Stock. Und ziemlich am Ende des Ganges. Du wirst es schon finden“ lächelte die Sekretärin. „Und wenn du deinen Klassenlehrer kennen gelernt hast geht es nach diese Stunde gleich weiter mit den Kursen, die du gewählt hast“ Sie setzte ihre Brille wieder ab und lächelte Donna herzlich an. „Du wirst klarkommen, oder?“
Donna nickte: „Klar. Danke“ Sie nahm das Blatt an sich und verließ das Sekretariat. Sie würde sicher mit dem Schulgebäude zurecht kommen. Ihre alte Schule war wesentlich größer gewesen. Und dort hatte sie sich am Ende sogar kaum verlaufen. Und hier? Na ja, in den ersten Wochen wird sie sicher mal in die falsche Richtung gehen weil sie das eigentliche Rechts für Links hielt. Doch auch das würde bestimmt nach einiger Zeit nicht mehr passieren.
Sie schaute auf ihren Stundenplan. Sie hatte viele Kurse gewählt und kam deutlich über ihre 32 Stunden pro Woche, welche Pflicht waren. Doch das war ihr egal.
Natürlich hatte sie auch Psychologie und Philosophie gewählt. Und Kunst, obwohl sie wirklich unbegabt war. Aber vor allem Kunstgeschichte interessierte sie. Und im Kunstunterricht ging es ja nicht nur um Zeichnen, sondern auch um die künstlerische Geschichte. Zumindest in der Oberstufe.
Immer noch ihren neuen Stundenplan studierend ging sie die Treppen hoch und versuchte ihr Klassenzimmer zu finden.
In einer Minute würde der Unterricht beginnen. Donna seufzte. Jetzt noch ewig in diesem Gebäude herumzuirren konnte sie echt nicht gebrauchen.
Sie ging den Gang im zweiten Stock entlang und die letzte Tür war Zimmer 37. Donna atmete noch einmal tief durch und spürte wie ihre Hände zitterten. Am liebsten würde sie jetzt auf dem Absatz kehrt machen und wegrennen. Wohin war egal. Wie weit war egal. Hauptsache weg rennen.
Doch sie riss sich zusammen und klopfte an die Tür und trat ein.
Sofort schaute jeder zu Donna. Und Donna hätte jetzt am liebsten wie die Strauße den Kopf in den Sand gesteckt.
„Hallo“ sagte der Lehrer der vorne an der Tafel stand und sie fragend anschaute.
„Hallo… ähm… ich bin neu hier. 11b, oder?“ fragte Donna unsicher und schaute in die verschieden aussehenden Gesichter, welche sie alle anstarrten.
„Ja, 11b“ antwortete der Lehrer.
„Gut, wie gesagt ich bin neu hier. Donna Dameno mein Name“
Das Gesicht des Lehrers erhellte: „Ach, ja! Donna! Ich habe schon mit deinem Vater gesprochen“
Donna nickte wieder nur.
„Ich bin übrigens Herr Linz, dein Klassenlehrer“ fuhr der Lehrer fort und wieder kam von Donna nur ein Nicken.
„Setz dich doch irgendwo hin“
Donna blickte wieder zu ihrer neuen Klasse. Ein paar Mädchen lächelten. Ein paar schauten ausdruckslos. Manche Jungs blickten hämisch. Andere lächelten, oder schauten sie erst gar nicht an. Allgemein war es eine kleine Klasse, mit einem Überschuss an Mädchen.
Donna schluckte und ging zu vorletzten Reihe, um sich neben ein Mädchen mit schwarzen Haaren und dunkelbraunen Augen zu setzen. Sie hatte Donna am freundlichsten angelächelt und nahm sofort ihren Rucksack vom Stuhl, als sie begriff, dass sich Donna neben sie setzen wollte.
Donna lächelte matt und setzte sich hin.
„Hey“ flüsterte das Mädchen neben ihr. „Donna war dein Name, stimmt’s?“ Das Mädchen klemmte sich eine verirrte, kurze Haarsträhne hinter’s Ohr.
Donna schaute wieder zu dem Mädchen und nickte: „Und wie heißt du?“ Sie redete leise und hatte schon Angst, dass das Mädchen sie nicht verstehen würde. Doch es antwortete: „Juanita“
„Spanisch?“ hakte Donna nach und Juanita nickte zustimmend. Dann

1 2 3

Kommentare

www.top3-suche.de schrieb am 2010-03-25 20:44:48:
Werbung

Top3 Suche - Einfach nur das Beste finden!

Schnell und sicher nur solide und zuverlässige Online-Anbieter finden - www.top3-suche.de -

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.