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Kategorien > Liebe > Träume

Zwischen Traum und Wirklichkeit / Kapitel 9

von Anonyma

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Kapitel 9

Die Woche in der Schule verging schnell, und Donna kannte mittlerweile alle ihre Mitschüler vom Sehen. Sie hatte natürlich noch nicht mit allen geredet. Es gab Leute, mit denen hatte sie noch nicht einmal ein Wort gewechselt. Das war aber auch okay. Donna störte es nicht.
Die Kurse waren gut. Sogar mit ihrem Französischleistungskurs war sie nicht überfordert, wie sie es befürchtet hatte.
Nur in Mathe gab es wie immer Probleme. Und eben Chemie, aber damit konnte sie klar kommen.
Der Freitagnachmittag schien allen nur Recht zu kommen. Und auch Donna hatte sich schon seit Mittwoch auf ihr Wochenende gefreut. Auch, wenn sie wusste, dass sie wahrscheinlich leider kaum etwas machen würde.
Sie verließ neben Juanita und Tim – welche Donna beide sehr sympathisch fand – aus dem Schulhaus und band sich ihre schwarze Strickjacke um die Hüften, weil es auch gegen Ende September immer noch warm war.
„Was machst du am Wochenende?“ fragte Juanita und hielt das sowieso schon braune Gesicht gegen die Sonne.
Donna setzte sich stattdessen ihren rosa Sonnenhut auf, mit dem sie sich immer vorkam wie Barbie höchstpersönlich. Doch es war ein Geschenk ihrer Mutter gewesen bevor sie nach Paris abgehauen ist. Es war eigentlich das Letzte, was Donna von ihr geblieben ist. Wenn man von den schnell gekritzelten Postkarten absieht.
Donna zuckte mit den Schultern: „Mal sehen“ sagte sie ausweichen. „Und ihr?“
„Ich muss zu meinen Großeltern nach Jena“ zuckte Tim mit den Schultern.
„Echt?“ rief Donna plötzlich aus und war erschrocken über sich selbst.
„Ja, ist das so besonders?“ Tim zog fragend die Brauen in die Höhe.
„Nein, ich komme nur aus Jena“ erklärte Donna. „Also, das heißt bevor wir hierher gezogen sind“
„Ach so“ Tim nickte. „Na ja, vielleicht kannst du ja mal mitkommen, wenn ich mal wieder meine alten Herren besuchen gehe“
„Ja, sicher“ meinte Donna, obwohl sie wusste, dass niemand so wirklich in Jena auf sie warten würde. Außer ihre beste Freundin Lissy vielleicht. Aber wie sagt man so schön: Aus den Augen, aus dem Sinn.
„Und was machst du?“ fragte Tim schließlich und schaute zu Juanita.
Diese strahlte breit: „Ich fahre zu meinem Freund nach München“
„Ah“ meinte Tim gedehnt und wirkte damit besonders wissend. Doch Donna fragte nicht nach. Wenn ihr jemand etwas erzählen wollte, dann würde er das schon machen.
An der Bushaltestelle, die direkt gegenüber der Schule war, mussten Tim und Juanita warten. Die beiden wohnten etwas weiter weg von der Schule und hatten nicht das Glück wie Donna laufen zu können.
„Bis Montag“ winkte Donna noch und drehte dann den beiden den Rücken zu.
„Und? Wie kommst du zu Recht“ ertönte eine Stimme plötzlich neben ihr. Sie befürchtete schon, dass sie Dorian schon wieder über den Weg laufen würde, doch als sie den Kopf drehte, sah sie die blonden Locken von Christian. Es stellte sich heraus, dass sie nur einen einzigen Kurs zusammen hatten. Und das war Chemie.
„Hm… geht so“ murmelte Donna. „Habe mich mehrmals verlaufen und kam auch mehrmals zu spät“ Sie grinste marode und zuckte mit den Schultern.
Christian lachte leise und deutete dann auf ihren Barbiehut: „Schick, schick“
Donna zog einen Grimasse: „Der ist furchtbar. Aber er hält die Sonne vom Gesicht fern“
„Magst du keine Sonne?“
Donna schüttelte mit dem Kopf: „Ich habe das Pech und bin von natur aus so blass. Da kann ich mich in die Sonne legen, wie ich will“
„Aha“ meinte Christian und klang damit leicht desinteressiert und Donna konnte das nur verstehen.
„Wo wohnst du eigentlich?“ fragte er nach einer Weile.
„Ziemlich am Ende der Stadt. In einer kleinen Seitengasse, an diesem kleinen Bach. Sagt dir Lorenzweg was?“
„Ach, da am Ende der Welt“ meinte Christian und musste gar nicht lange nachdenken.
„Man ist schneller in der Innenstadt, als man denkt“ bemerkte Donna leise. „Na ja, auf jeden Fall wohne ich dort im letzten Haus. Zumindest glaube ich, dass danach nichts mehr kommt“
„Ja, da hast du vollkommen Recht. Du wohnst am letzten Zipfelchen der Stadt“ Er grinste breit und Donna zuckte nur mit den Schultern.
„Okay, ich muss dann da lang“ Christian zeigte auf eine Seitengasse, welche gleichzeitig eine Sackgasse war. Das Ende der Straße bildete ein rotes Backsteinhaus.
„Wohnst du dort – in der Straße meine ich?“ fragte Donna neugierig nach. Doch sofort biss sie sich auf die Zunge. Dorian hatte vollkommen Recht: Sie war neugierig. Viel zu neugierig.
Christian schüttelte mit dem Kopf: „Nein… Ich muss zu diesem roten Backsteinhaus. Da ist ein Kunstatelier drin, und ich habe dort ein Bild abgegeben um den Wert davon schätzen zu lassen“
„Das machen die in einem Kunstatelier?“ Donna zog die Brauen überrascht nach oben.
„Ich dachte auch die machen das nicht. Aber man kann sich irren“ Er zuckte mit den Schulter und hob dann zum Abschied die Hand: „Also dann! Bis Montag“ Damit drehte er sich um und ging los.
Auch Donna machte sich auf den Weg nach Hause. Ein Kunstatelier. Diese Stadt war wirklich der künstlerischste Ort, den es gab, oder?
Donna nahm sich aber auf jeden Fall vor, mal in diem Atelier vorbeizuschauen. Ob ihr Vater schon von dieser Kunstwerkstatt wusste?
Na ja, sie würde es ja mal erwähnen können.

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Kommentare

Nessy schrieb am 2010-03-31 19:44:26:
Bitte weiter machen ich finds einfach nur gut :D
freu mich schon :P
http//:www.top3-suche.de schrieb am 2010-03-30 19:57:05:

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