Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Historisches > Liebe

Zwischen zwei Welten 19

von Lilly

1 2 3

Sie hörte selbst auf ihrem Zimmer, das man nach dem Essen den seltenen Wein ausgiebig fließen lies und die Stimmung mit jeder vergangenen Minute ausgelassener wurde. Noch einmal strich sie den Stoff ihres Kleides glatt und wollte schon nach draußen treten, als Fiona wieder das Zimmer betrat. Zögerlich und leicht verängstigt.
„Der…“, stotterte sie verlegen:“ Der Laird möchte, das Ihr den Plaid von seiner Familie tragt, wegen den Gästen die eingetroffen sind.“
„Wer ist gekommen?“
Sie konnte nur schwer ihre Verunsicherung verbergen, doch Fiona schien dies nicht wahr zu nehmen.
„Die Familie des Clans der Blair, sie stehen gut mit uns.“
Lea nickte, innerlich erleichtert und lies sich den Plaid anlegen.
„Danke Fiona“, sagte sie und wollte gehen, doch die piepsige Stimme der kleinen Magd hielt sie noch einmal zurück.
„Mylady?“
Lea sah sie an und bemerkte schnell, das dieses kleine schüchterne Ding ihr etwas sagen wollte, sich aber nicht so richtig traute, also half sie ihr:“ Fiona, was ist? Du kannst mir wirklich alles sagen. Jedes Wort, das in diesen vier Wänden gesprochen wird, wird diese auch nicht verlassen, das verspreche ich dir.“
Endlich blickte sie auf und Lea sah zum ersten Mal wie blau ihre Augen doch waren.
„Ihr seid ganz anders, als die Geschichten die man sich über Engländer so erzählt.“
Lea musste über diese kindlich wirkende Feststellung schmunzeln, unterdrückte aber ihre Belustigung gekonnt und sagte ernst:“ Nun, leider stimmen viele dieser Geschichten, doch lebten hier einst einmal enge Verwandte von mir und seit kurzer Zeit habe auch ich Freunde in Schottland und so bin ich nicht so überschüttet von Vorurteilen…, oder sagen wir es einmal so, mir wurde die Gelegenheit gegeben mich zu revidieren.“
Fiona lächelte sie süß an und gestand ihr endlich, was ihr auf dem Herzen lag:“ Ich dachte nur, Ihr solltet wissen, das Cait an der linken Seite des Lairds sitzt und für Euch die rechte vorgesehen ist.“
Was hatte sie da gerade gesagt? Sie konnte sich nur verhört haben? Das konnte nicht wahr sein.
„Er will, dass sie und ich gemeinsam neben ihm sitzen?“
Lea klang atemlos und Fiona nickte scheu.
Oh, was war sie so wütend und verletzt zugleich, dieser Mann hatte wirklich keine Ahnung von der Gefühlswelt der Frauen. Und er hatte überhaupt keine Ahnung von ihr.
Die Magd beobachtete neugierig, wie sie einmal tief durchatmete, kurz ihre Augen schloss und auf einmal lächelte, als gäbe es dieses Problem gar nicht. Fiona war verwirrt, ein seltsames Verhalten legte diese englische Lady an den Tag.
„Nun Fiona“, begann sie mit samt weicher Stimme:“ Dann werde ich das erziehungsspiel des Lairds einmal gekonnt durchkreuzen. Er will mich eifersüchtig machen, mir meine Ignoranz gegenüber diesem Problem nehmen, doch das werde ich geschickt zu vereiteln wissen. Komm!“
Fiona verstand kein Wort. Lea trat nach draußen auf die hölzerne Balustrade und blickte hinab in die gut gefüllte Halle. Sie sah Cait, die wirklich neben MacNamara saß und mit ihm redete, dabei berührte sie immer wieder seinen Arm und er wehrte sich dieser berechneten Liebkosung nicht.
Auf einmal wurde Lea bewusst, dass sie noch immer Wut verspürte und sich etwas schmerzhaft in ihrem Innern zusammenzog. Sie verlor ihre sonst so beharrliche Kontrolle.
Bei allen heiligen, war sie etwa wirklich eifersüchtig? Mochte sie ihn wirklich doch um einiges mehr, als sie sich eingestehen konnte und wollte? Nein…, das darf nicht passieren! Schnell schob sie diesen Gedanken wieder von sich und redete sich geschickt ein, dass sie sich nur erniedrigt fühlte. Er führte sie als seine Verlobte vor und saß neben seiner Geliebten. Auch wenn alles nicht echt war, es war demütigend.
Tyra hatte Recht mit ihren Ängsten, die sie damals herab spielte und belächelte, man könnte sie verletzen. Doch so leicht würde sie es ihm nicht machen, denn er unterschätzte ihren englische Stolz und ihre weibliche Würde.
Lea straffte ihre Schultern und schritt erhaben, wie eine Königin, nach unten, mit einem weichmütigen Lächeln auf ihren Lippen. Fiona folgte ihr dicht auf, sich immer wieder besorgt umblickend, denn sie hatte keine Ahnung was die Lady vorhatte.
Schnell waren alle Augen auf sie gerichtet. Jeder einzelne im Raum, selbst die Frauen, bewunderten offenkundig ihre Schönheit und ihren Anmut. Es wurde seltsam still im Saal, doch Lea überging dies gekonnt.
MacNamara erhob sich um ihr ihren Platz zu weisen, doch sie blieb stehen und blickte ihn kurz unterkühlt an. Gleichmütig sah sie dann zu Cait und lächelte ihr seltsam zu, was diese total und sichtbar verunsicherte. Dann sah sie wieder in sein Gesicht und ihr Lächeln erstarb augenblicklich. Übermütig zog sie eine Augenbraue hoch und wirkte mit einem mal wieder kühl und distanziert auf ihn.
Anstatt nun zu ihm zu gehen, und wie es sich gehörte neben ihrem „Verlobten“ Platz zu nehmen, wandte sie sich ab und ging arglos auf Niall und Connor zu. Sofort veränderte sich Leas Gesicht wieder und sie strahlte beide freudig an. Sofort verwickelte sie beide in ein Gespräch.
„Setz dich, alter Freund.“
Kenneth beruhigende Stimme kam zur rechten Zeit, denn er stand kurz vor einem gewaltigen Ausbruch. Nur langsam lies er sich auf seinen Stuhl zurück sacken und blickte zu seiner rechten, wo nun sein alter Freund saß. MacNamaras Hände umklammerten verkrampft die Lehnen seines Stuhls.
„Sie Ignoriert mich und Fordert mich vor allen Anwesenden heraus.“
Fauchte MacNamara ihm leise zu und sein Freund erklärte ihm unumgänglich ehrlich:“ Und du demütigst sie!“
Dabei blickte er auf Cait, die von ihrem Gespräch nichts mitbekam, weil sie gerade mit einer anderen jungen Frau sprach. MacNamara rieb sich über seinen Mund und schaute zur anderen Seite des Raums, zu Lea, die sich angeregt unterhielt, ihn wissentlich nicht beachtend. Sie sah wunderschön aus, so natürlich anmutig, fast wie eine Traumgestalt. Er wollte sie riechen, spüren und in ihre Augen blicken, während ihre Stimme auf ihn einprasselte.
„Bei Gott, dieses Weib raubt mir noch meinen Verstand.“
MacNamara streifte mit seiner rechten Hand durch sein dunkles Haar und konnte seine Verbitterung kaum verbergen. Kenneth musste lachen und sagte:“ Oh ja, aber sie tut dies äußerst geschickt, Seamas.“
Auf einmal legte er die Hand auf Seamas Schulter und ermahnte ihn eindringlich:“ Ich glaube nicht, das du bei ihr so an die Sache heran gehen kannst wie bei allen anderen, sie ist deiner gewachsen. Entledige dich endlich alter Dinge und gestehe ihr offen deine Gefühle. Ändere ihr Schicksal, Heirate sie und werde glücklich mit ihr!“
„Wen soll er heiraten?“
Cait wandte sich den beiden lächelnd zu, als hätte sie nur auf dieses Stichwort gewartet.
„Nicht dich!“
Meinte Kenneth kühl und nahm einen großen Schluck Wein aus seinem Kelch. Er mochte dieses Weibsbild nicht, sie war nicht ohne, berechnend, hinterlistig und immer nur auf ihr eigenes Wohl bedacht. Er war sich sicher, dass sie auch über Leichen gehen würde, um das zu erreichen, was sie

1 2 3

Kommentare

Lucy schrieb am 2008-03-05 22:11:58:
Hmmmmm ich schmachte dahin...
Jetzt mal ehrlich, woher nimmst du nur deine Ideen? Kommt das einfach über dich? Oder denkst du den ganzen Tag einfach darüber nach und schreibst dann das Beste auf?
Ich finde dich wirklich toll...
Auch ich sage DANKE!!!
Gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz liebe Grüße aus dem Schwarzwald
Lucy
CoraLove schrieb am 2008-03-04 12:09:18:
Jaaaaa, endlich haben sie sich gekuesst, bitte ganz schnell weiter schreiben!!!
Danke fuer diese Geschichte!
Lg
CORA
Andrea schrieb am 2008-03-03 16:04:05:
hej. bitte ganz schnell weiter. ich liebe diese geschichte.!!! :)

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.