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Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

Zwischenwelt

von Slazar

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Der Historie erster Teil
Normalerweise ist es unmöglich den Ruf eines Einzelnen auszumachen wenn man sich auf einem riesigen Schlachtfeld befindet, auf dem sich zwei Heere mit jeweils hunderttausenden von Kriegern gegenüberstehen. Dies widerspricht der Logik … allerdings ist die Logik in unseren Tagen sowieso nur noch bedingt vorhanden und das Wesen, (wenn es überhaupt den weltlichen Geschöpfen zugeordnet werden kann) dessen Stimme donnergleich immer wieder über die Ebene rollte, war vieles aber nicht „normal“. Blut! mehr Blut mehr Leben, schrie es mit einer Stimme die selbst dem furchtlosesten Recken die Existenz der puren Verzweiflung klarmachte. Bei Kriegern die Teile ihrer Rüstung verloren hatten oder gar ohne jeglichen Schutz in die Schlacht gezogen waren konnte man beobachten wie sich ihre Haare bei jedem, vom Wesen ausgestoßenen, Kampfschrei aufrichteten und langsam an Farbe verloren bis sie sich schlohweiß verfärbt hatten. Nach jedem dieser Schrei war es für den Bruchteil eines augenblicks still, so still das wenn dieser Moment länger angehalten hätte, einen der Wahnsinn übernommen hätte. Noch schlimmer waren jedoch die Laute die unmittelbar nach dem Kampfgebrüll folgten, Laute die nicht von den Wesen stammten sondern von jenen Kriegern die den unnatürlichen Mut fanden sich dem Wesen im Zweikampf stellten. Es tötete nicht grausamer oder bestialischer als normale Söldner, und doch war etwas anders … etwas war unheimlich an der Art wie das Wesen mordete, ich weiß nicht ob es meine Einbildung ist oder ob ich dieses Grauen wirklich gesehen habe, denn jedes Mal wenn das Schwert des Wesens einen Hieb vollführte und ein Krieger mit gespaltenem Schädel oder hervorquellenden Eingeweiden unter einer Fontäne von Blut niederging hob sich etwas schemenhaftes, weißes vom Leichnam ab und löste sich, nur einen rot leuchtenden Funken zurücklassend, auf. Doch eben dieser leuchtende Funken fuhr in ein Amulett das das Wesen um den Hals trug. Das Gesicht dieses Seelenfängers (so nannte ich es) konnte ich nicht sehen, eigentlich konnte ich gar nichts sehen zumeinen da der Seelenfänger sich in einen Schatten hüllte der sich nur auftat wenn eine Klinge blitzschnell herausfuhr … und zum anderen ist es nicht zu empfehlen mitten in einem Kampf dieses Ausmaßes still stehen zubleiben und wie eine Statur auf eine Punkt zu glotzen. Kurz darauf war mir allerdings klar das ich mir darum keine Sorgen machen musste, ich müsste mir niemals wieder um irgendwas Sorgen machen, denn das Wesen sah mir direkt in die Augen und nun konnte ich auch sein Gesicht sehen, es war nicht die von Zorn entstellte Fratze eines Monsters sondern das wohlgeformte, kantige an den Wangen etwas breitere Gesicht eines schönen, starken Jünglings wenn nur nicht diese Augen gewesen wären. Tote, gefühllose Augen die aus zwei einzigen schwarzen Pupillen zu bestehen schienen, dass allein wäre natürlich nicht spektakulär gewesen ich habe schon mehrere Dämonen umgebracht die solche Augen gehabt haben, die Hälfte in den letzten Stunden, doch in diesen Augen sah ich nicht wie gewöhnlich mein Spiegelbild sondern ich konnte einen Ort ausmachen oder besser gesagt eine ganze Welt, eine Welt die nur aus (ich kann es nicht anders beschreiben) Qualen und Feuer bestand und dies war, mit Ausnahme meines davon fliegenden Schwertarms der noch meinen Zweihänder hielt, dass letzte was ich sah. Mein letzter Gedanke war wenn ich ehrlich sein soll nichts überwältig heroisches und er war auch nicht dramatisch genug um ihn der Nachwelt unbedingt erhalten zu müssen, ich dacht lediglich daran das es wirklich ausgesprochenes Pech war unbedingt meinen Schwertarm samt Zweihänder zu verlieren, da ich wenn ich an den Ort der Schmerzen kommen würde die ich in den Augen des Jünglings sah, ihn unbedingt noch brauchen würde.



Der Vertrag mit dem Ende


Fiel ich, stand ich, ich wusste es nicht. Es war als ob ich mich unter Wasser befinden würde, Ich war losgelöst von der Erde aber alles war so verschwommen ich erkannte nirgendwo Wände geschweige denn Boden oder Decke… nur Schwärze. Ich befand mich noch in voller Rüstung und die Wunde meines abgeschnittenen Arms schmerzte nicht, eigentlich spürte ich gar nichts mehr und auch das Atmen schien nicht mehr wichtig. Doch wenn Ich tot bin fragte ich mich, wo sind denn die singenden Engelschöre oder alternativ die Welt voller Schmerzen der Verdammnis die der Schlächter mir gerade noch gezeigt hatte. Das konnte es doch nicht gewesen sein, nur 22 Winter, ich hatte noch nicht Mal eine eigene Familie. Ich war im Kampf für Gott gestorben und war nicht im Himmel, langsam bekam ich ernsthafte Zweifel an der Religion und die Gezeiten hier zu verbringen war auch keine erhebende Vorstellung.
„Nun, du wirst noch Gelegenheit haben deinen Platz für die Ewigkeit einzunehmen, aber zuerst habe ich ein Angebot für dich…“, hörte ich eine Stimme sagen die von überall her zu kommen schien. „Wer ist da? Wo bist du?“, rief ich zurück denn sehen konnte ich immer noch nichts … halt da war etwas, ein Stück Dunkelheit das sich sogar von der allgegenwärtigen Schwärze abhob und wie ein langer Mantel oder Umhang aussah … und auf mich zukam. Was ich zunächst für einen Umhang gehalten hatte war in Wirklichkeit eine Kutte, wie sie die Mönche trugen und genau diese Kutte hielt nur wenige Fuß vor mir. Aber ein Stück Stoff konnte nicht einfach mit mir reden, geschweige denn ein Angebot unterbreiten. Genau in diesem Moment klärte sich mein Blick und ich konnte Details erkennen: Die Kutte wurde von einem schweren Gürtel zusammengehalten an dem ein Stundenglas hing, die Hände und das Gesicht des „Was immer es auch war“ konnte ich nicht sehen denn diese waren noch unter der Kutte verborgen, dann schaute das Wesen auf und richtete seinen Blick direkt auf mich, fehlende Augen oder Ähnliches waren mir in der letzten Zeit zu genüge begegnet, doch das Gesicht dieses Wesens übertraf sogar das Antlitz des Seelenfängers um weiten. Denn alles was ich sah war Schwärze, mich blickte also eine von undurchdringlicher Dunkelheit gefüllte Kapuze an, und sagte:“ Jeder findet seine Bestimmung … früher oder später und ob gut oder böse ist eigentlich zweitrangig, was wichtig ist, ist die Einstellung zum Leben selbst und auf deine Frage wer ich bin … nun gehört hast du sicher von mir … so wie jeder andere auch. Ich bin der der jeden sein Leben lang begleitet und dem man doch nur einmal begegnet. Ich umgebe alles und jeden. Ich durchdringe das Sein und die Existenz und bin der allgegenwärtige Schatten und Begleiter des Lebens.“ „Sag mir …“ rief ich aus „ … bist du der Sensenmann?“
Du kannst mich Tod nennen. Aber was willst du jetzt noch von mir und was mache ich hier eigentlich? Du bist hier weil ich dich um einen Gefallen bitten muss? Um was sollte der Tod denn mich bitten? Du musst für mich herausfinden was es mit dem Schächer auf sich hat. Der Schächer? So heißt der Dämon der dich umgebracht, oder sollt ich besser sagen vernichtet, hat. Er ist der dunkle

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Kommentare

Eleni schrieb am 2007-02-04 13:36:27:
Obwohl ich kein Fan von "Düsterem" bin, finde ich deinen Schreibstil klasse. Nicht jeder besitzt die Fähigkeit, so fließend und ausdrucksvoll zu schreiben! Und dies ist dir meiner Meinung nach sehr gut gelungen.

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