Zwischenwelt
von
Slazar
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zu. Kurz bevor er sie erreichte ging ein Rucken durch die Landschaft und der Boden in ihrer unmittelbaren Nähe riss auf. Und nun sahen sie auch das Nichts, das sich wie eine Wolke über die Landschaft zog und es kam immer näher auf sie zu.
Die junge Frau drehte sich gerade um als hinter ihr der Erdboden aufriss, sie rannte auf den jungen Krieger zu.
Es war höchste Zeit diesen Ort zu verlassen, der junge Krieger wollte sich auch gerade umdrehen und in die Richtung des sicheren Pfades zu rennen als ihm eine kalte, gefühllose und gefährlich zischende Stimme ins Ohr flüstere < Wie vermessen von dir du Narr, dass du glaubst dem Nichts und der Rache des Teufels entkommen zu können! Eure Macht hat uns besiegt, doch einen kleinen Tribut verlangt die Hölle für euer "heroisches" Eingreifen. Das Chaos wird euch vernichten es wird euch beide... austilgen!> Mit einer fließenden, blitzschnellen Bewegung riss der Dämon dem Krieger sein Schwert aus dem Rückenhalfter und durchbohrte ihn durch den Rücken.
Der Krieger ging röchelnd zu Boden und der Dämon lief aufreizend langsam vor ihm herum und sagte < Nun spürst du selbst deinen geheiligten Stahl? Und sind die Schmerzen nicht befreiend? Sind deine Qualen nicht erquickend? Der mächtige Pendant kniet vor meinen Füßen, welch erhebender Anblick. Ich genieße deine Qualen Pendant, doch ich bin mir sicher dass ich sie noch steigern kann. Vergiss nicht: nicht nur körperliche Wunden schmerzen, seelische Narben dringen viel tiefer!>
Der Dämon richtete seine Hand auf die heraneilende junge Frau und Flammen schienen sich in seiner Handfläche zu bündeln. <NEIN! Verdammt, lass dass du höllische Missgeburt!> schrie der junge Krieger mit sterbender, angstvoller Stimme. <Mach dir keine Sorgen Pendant, bald werdet ihr beiden vernichtet sein und du wirst keine Schuld mehr empfinden können... ist das nicht... wundervoll?> Vom Arm des Dämons schien eine Schockwelle auszugehen, an deren Spitze eine flammende Kugel flog die das junge Mädchen direkt vor die Brust traf und sie mehrere Meter nach hinten schleuderte.
< Und nun verschwinde ich Pendant, Auf Wiedersehen... oder besser Adieu!> Mit gellendem Lachen verschwand der Dämon unter grünen Flammen. Noch war es vielleicht nicht so spät, Sie könnte vielleicht noch leben er musste sie nur erreichen. Mühsam kroch der Krieger auf den weiblichen Pendant zu, eine breite Blutspur hinterlassend. Nur noch wenige Meter und er würde bei ihr sein, er würde sie retten können er war sich sicher, wie hatte er nur so dumm sein können. Das war der Preis den er für seine Torheit bezahlen musste, nur noch zwei Meter und er wäre bei ihr <Serena!> schrie er mit voller Kraft schon seit mehreren Minuten, doch erst jetzt schlug sie ihre Augen auf, sie streckte ihre Hand aus. Er ergriff sie und in diesem Moment barst die Erde unter ihnen in schollenartige Stücke auf.
Das Stück Erde auf dem Serena lag verschwand in glühenden Lavaströmen viele Tausend Meter unter ihnen.
Er hielt noch immer eisern ihre schmale Hand, er stand als einziges Hindernis zwischen ihr und der absoluten Verdammnis. <Bei Gott Serena halte dich fest, ich schaffe dich schon hier raus, ich verspreche es!> rief der Krieger mit zum reißen gespannten Stimmbändern. <Nuin, es geht nicht. Es tut so weh!> flüsterte das Mädchen mit tränenden Augen und schleppender Stimme. Erst da sah Nuin dass der Feuerball des Dämons Serenas Brustpanzer durchlagen und sich mindestens eine Handbreit in ihren Körper gebohrt hatte. Nun füllten sich auch Nuins Augen mit Tränen und er blickte tief in den reißenden Strudel aus toter Materie, der nur gierig darauf wartete sie zu verschlingen. <Serena ich bitte dich, halt aus, du kannst doch nicht einfach aufgeben! Das passt doch gar nicht zu dir! Wir sind soweit gekommen du kannst mich doch nicht einfach alleine zurücklassen!> Nuins Stimme versagte und seine Kräfte sanken rapide, der glatte Durchstoß der Klinge ließ all sein Blut aus seinen Adern laufen.
Serena schaute Nuin mit einer letzten Kraftanstrengung in die Augen und dieser erwiderte den tiefen Blick in die blutweinenden Tore der Seele. Serena nahm einen tiefen Atemzug und sagte mit todtrauriger aber trotzdem an schöne Zeiten erinnernde Stimme <Mein Herz.... Nuin du hast mich immer in meinen Träumen bestärkt und mir gezeigt was Gnade, Liebe und Treue bedeuten, nun kann ich diese Welt mit leichterem Herzen verlassen. Ich bitte dich lebe weiter mein Liebster! Trauere mir nicht nach und weine nicht um mich mein Schatz. Ich habe in dieser Schlacht alles gegeben was ich hatte und nun kann ich nur noch das letzte und wertvollste aller Opfer bringen. Das was wir getan haben hat ein Mahnmal gesetzt, an dass sich die Wesen der Schöpfung bis an das Ende des Seins erinnern werden. Ich könnte es mir nicht verzeihen wenn du durch mich in die ewige Dunkelheit gezogen wirst. (Ihre Finger lockern sich um Nuins Handgelenk)
Ich liebe dich ... in Ewigkeit.> Ihre Finger ließen Nuins Handgelenk komplett los und ihre Hände entglitten langsam Nuins Griff.
Nuins Griff löste sich, unfähig diese Last noch zu halten und Serena fiel in den Strudel vollkommener Zerstörung... immer tiefer. Ihre weiße Rüstung, dass einzige was man noch sehen konnte wurde immer kleiner und die Gestalt des einst so mächtigen Pendants zerriss in hunderten Meter der tödlichen Tiefe durch die mächtigen und boshaften Energien in tausend Stücke.
Nuin sank nieder, kein Wort mehr vergeudend legte er sich einfach nur auf den Rücken und weinte. Um ihn herum tobte das Chaos, doch was kümmerte ihn das? Nicht Mal mehr das Nichts konnte ihm jetzt noch Angst machen.
Er sah in den brennenden Himmel direkt in den schwarzen Nebel, die riesige Blutlache die sich um ihn ausbreitete nicht weiter beachtend schloss er die Augen und erwartete seine Vernichtung. Doch nicht das Nichts kam über ihn sondern der Tod. Er konnte nichts mehr sehen, Nuin war unfähig die Augen u öffnen sowenig Kraft hatte er noch, doch er bemerkte das sich um ihn alles noch mehr verfinsterte und das nun endlich die Geräusche zurückkehrten.
Er hörte ein metallisches Sirren und spürte einen kurzen intensiven Schmerz, der jedoch sofort wieder verging. Dann spürte er eine stake, knöcherne Hand die ihn hochhob und dann... dann nichts mehr. Nur noch helles gleißendes Licht. Bevor er im Schlaf des Todes versank dachte er noch <Dass Sieg und Niederlage immer so nah beieinander liegen... egal was jetzt kommt oder ob ich schon dort bin. Ich weiß nur dass mich die schlimmste Qual der Hölle schon ereilt hat.>
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Kommentare
Eleni schrieb am 2007-02-04 13:36:27:
Obwohl ich kein Fan von "Düsterem" bin, finde ich deinen Schreibstil klasse. Nicht jeder besitzt die Fähigkeit, so fließend und ausdrucksvoll zu schreiben! Und dies ist dir meiner Meinung nach sehr gut gelungen.
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