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Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

Zwischenwelt

von Slazar

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einmal richtig kämpfte. Als Berserker lernt man seinen Verstand auszuschalten und dann die Techniken anzuwenden die man in blinder Wut und Raserei halt ausführen kann. Dies ging ja in unseren Kampfsituationen schlecht ... auf jeden Fall wenn ich nicht als Geschnetzeltes auf Reisen gehen wollte. Der Weg nach Fraid war sehr unangenehm für mich. Nicht das es mir etwas ausmachte unter freiem Himmel zu schlafen oder irgendwelche sonderbaren Tiere zu essen (Ich schwöre beim Herren das Metatron ein Tier erlegte das Äste auf dem Kopf zu haben schien und sonst wie ein Pferd wirkte). Nein, mich trieb ein innerer Schmerz in den Wahnsinn. Es war dieses eine Gefühl was immer dann auftritt, wenn man weiß dass man etwas vergessen hat sich aber nicht daran erinnern kann. Und zu allem Überfluss fing der hässliche Ring auch noch an zu leuchten. Der bis dahin schwarze Edelstein fing an mattrot zu pulsieren ... und ließ sich merkwürdigerweise auch nicht mehr abstreifen. Schon irgendwie merkwürdig. Merkwürdigerweise beunruhigte mich das Leuchten überhaupt nicht. Es war sogar sehr praktisch, war ich abends zum Beispiel von diesem quälenden Gefühl der Erinnerung erfüllt brauchte ich nur mehrere Minuten auf den rhythmisch leuchtenden Schmuck zu sehen ... und schon schlief ich ein und konnte dieses schreckliche Gefühl für einige Stunden vergessen. Die bis dahin von Metatron und Mir durchwanderte fruchtbare und schöne Gegend wurde nun von einer kargen und Einödenähnlichen Landschaft abgelöst. Auf einmal war wieder alles voll mit Höhlen! Bei den neun Höllen, das ist doch zum Verrücktwerden: Regnet es und tobt ein Sturm befindet man sich in einer waldigen Landschaft die zwar Schatten aber keinen Schutz vor dem nassen Element liefet. Aber kaum verlässt man diese Gegend und begibt sich in Areale die zwar voll mit Hohlen sind aber keine schattenspendente Vegetation zu bieten haben, hören die verfluchten Regenergüsse auf und weichen einer sengenden Hitze.
Abgesehen davon war diese Gegend sehr unheimlich. Bei weitem nicht so extrem und infernalisch wie Requiem ... aber trotzdem unheimlich. Die Anwesenheit eines Drachen jagt einem die Kälte in die Glieder und lässt selbst den stärksten Recken vor Furcht erstarren, sie verkörpern die Angst eines jeden Kriegers ... und dennoch empfand man die Gegenwart von Ratten ebenfalls unangenehm... ein ungefähres Angstverhältnis herrschte auch hier. Man hörte kein dämonisches Gebrüll oder Gekicher, fern waren auch die Verzweiflungsschreie von Gefolterten. Hier gab es nur Stille... und Höhlen. Metatron besaß ein Rückenhalfter in dem seine Axt hing doch dieses Halfter nahm er nun nicht in Beschlag. Er lief ununterbrochen mit blanker Waffe neben mir her. Dass sich ein so starker Krieger wie Metatron mit solcher Vorsicht durch dieses Gebiet bewegte, beunruhigte mich. In der ersten Nacht die wir in dieser Einöde verbrachten wählten wir uns eine besonders geräumige Höhle, von denen gab es ja schließlich HIER genug, als Nachtquartier. Die Wände der Höhle waren glatt poliert und es waren seltsame Zeichen in die Wände eingemeißelt, dies beunruhigte uns jedoch wenig da wir gerade ein ziemlich stark alkoholhaltiges Getränk aus Metatrons Vorräten verköstigt hatten. Von diesem Gesöff, das wir nur aus Abwesenheit von normalem Wasser tranken, wurde ich sogar so übermütig das ich mit meinem Metallarm neue, selbst erfundene Zeichen zwischen die bereits bestehenden ritzte. Nachdem ich ein, spontan erfundenes, Loblied auf den Tod und Höhlen in die Wand geritzt hatte fiel ich in einen ernüchternden Schlummer. Was Metatron noch machte weiß ich nicht das einzige was mir noch in Erinnerung geblieben ist, ist das Metatron mit stumpfem Blick in die nun leere Schnapsflasche schaute und wehmütige Laute von sich gab. Kurz darauf erwachte ich wieder... allerdings unfreiwillig. Mehrere große und sehr dünne Kreaturen die in dreckige braune Mäntel gehüllt waren standen im Kreis um mich rum und waren dabei mich gut verschnürt zu verschleppen. In meiner Panik griff ich nach meinem Bastartschwert, als ich in Richtung der Waffe blickte sah ich Metatron der geknebelt und anscheinend bewusstlos am Boden lag. Neben ihm lag eine der langen Gestalten mit seltsam verdrehten Gliedmaßen und stark eingedrückten Rippen, Metatron wurde anscheinend nicht schnell genug überwältigt als dass er nicht mindestens eines dieser Wesen umbringen konnte. Das Schwert konnte ich nicht mehr erreichen, dafür waren meine Sinne noch zu benebelt und außerdem war ich ja schon dermaßen verschnürt das ich mich kaum noch bewegen konnte. Die Gestalten hoben mich zu viert hoch und schlurften mit langsamen Schritten tiefer in die Höhlen herein, als ich mich wehrte bekam ich einen Gegenstand über den Schädel gezogen und konnte nun, wenn auch wieder unfreiwillig, meinen Ausnüchterungsschlaf fortsetzen. Als ich wieder erwachte fand ich mich neben Metatron an eine Wand gekettet wieder. Dieser schien noch Ohnmächtig zu sein ... oder zu schlafen wofür sein lautes Schnarchen sprach. Er erwachte nachdem ich ihn mit meinen unangeketteten Beinen an die Knie getreten hatte. Er schlug die Augen auf und ah sich perplex im Raum um und stöhnte< Hunderte von Höhlen und wir geraten gerade in die wo sich Vampire eingenistet haben! Verdammt!> <Vampire?> fragte ich. <Du meinst diese zweite Klasse Dämonen die Blut trinken?> <Ja genau die. Sie werden uns wohl als deftiges Abendessen eingeplant haben, wenn ich doch nur an meine Axt kommen könnte.> Er probierte sich in Richtung unserer Ausrüstung zu schwingen, die allerdings am anderen Ende der Höhle lag. Eine in schwarz gekleidete Gestalt huschte durch den Höhleneingang in unsere Nähe. Metatron und ich sahen uns diese Gestalt nur an und sagten kein Wort. Sie hob beschwichtiget die Arme und trat nun in das Licht der Fackeln. Die junge Frau zog einen Bund Schlüssel aus ihrem Ärmel und sagte dann leise< Seid bitte ruhig und erschreckt nicht! Mein Name ist Nitika und ich werde versuchen euch zu helfen ihr seid in großer Gefahr.> Dann schloss sie unsere Handschlösser auf.



Ein Fehler


Wenn es seine Aufgabe nicht verlangte, probierte Tod dem Himmel weitgehend zu meiden und bei Möglichkeit nicht zu betreten. Diese ganzen hellen, leuchtenden Farben und Lichter störten ihn, er zog lieber einer dunkleren, gedämpften Atmosphäre vor. Doch was er noch weniger abhaben konnte waren die Blicke die er auf sich zog. Selbst hier im Land ohne Sterben wurde er gefürchtet, alle Bewohner der höheren ebenen mieden seine Gegenwart und alle außer den Erzengeln und den Seraphim mussten fürchten von ihm in die Nicht-Existenz verbannt zu werden. Die Nicht-Existenz war ein Ort der jenseits aller Vorstellungen und Dimensionen lag, der Gegenpol zur Existenz. Von Gott nur als Pendant geschaffen um das Gleichgewicht der weltlichen Kräfte zu waren. Die neun Höllen waren direkt mit dieser Ebene verbunden und vereinigten sich sogar zum Teil mit ihr. Dieser Ort verkörperte das unvorstellbare Nichts in das auch einst Luzifer verbannt

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Kommentare

Eleni schrieb am 2007-02-04 13:36:27:
Obwohl ich kein Fan von "Düsterem" bin, finde ich deinen Schreibstil klasse. Nicht jeder besitzt die Fähigkeit, so fließend und ausdrucksvoll zu schreiben! Und dies ist dir meiner Meinung nach sehr gut gelungen.

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