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Kategorien > Krimi > Thriller

<= EXIT =>/ Part Two: I used to love you

von Dark___Angel

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I used to love you (2)

Für einen Moment, der ihr wie eine Ewigkeit vorkam, war im Raum eine eisige Stille. Ihr Angreifer und sie, starrten beide auf die Pistole, aus der sie soeben eine Kugel geshoßen hatte. Das erste Mal, dass sie ihre Waffe benutzt hatte. Dann plötzlich schrie er auf.

Die Kugel hatte seinen Arm getroffen und hatte nur um ein winziges Stük sein Herz verfehlt. Sein schwarzes T-Shirt war an der Seite zerstört und sie konnte erkennen wo die Kugel ihn getroffen hatte. Blut floß aus der Wunde und das T-Shirt hatte sich an einigen Stellen rot gefärbt. Schlimmer jedoch schien es ihn am Arm getroffen zu haben. Blut strömte in rauen Mengen aus der Wunde, die ein sauberes Loch in seinem Arm verursacht hatte.

Sie blickte auf seine Wunden, doch empfand wenig Mitleid. Er hatte versucht sie umzubringen. Doch sie hatte ihr Ziel verfehlt. Nicht fatal getroffen.Warscheinlich war die Kugel umgeleitet worden, als er aus Reflex die Hand zum Schutz ausgestreckt hatte. Die junge Frau wusste nur, dass sie rennen musste. Sie würde es nicht noch einmal schaffen zu schießen. Sie stützte sich auf ihre Hände ab und richtete sich auf. Dann lief sie so schnell sie konnte zum Ausgang ihres Apartments. Sie öffnete die Tür und rannte auf den Hausflur, ohne sich die Mühe zu machen, die Tür zu schließen.

Sie lief so schnell sie konnte um die Ecke, Während ihr langes braunes Haar nach hinten fiel. Sie nahm all ihre Kräfte zusammen um zu sprinten und die letzten Meter so schnell wie möglih zu meistern. Dann hörte sie die Tür zuschlagen, versuchte aber, sich auf den Notausgang zu konzentrieren. Über der Tür, die über eine Feuerleiter nach unten führte, konnte sie diesem Albtraum entkommen. Die Polizei würde kommen und ihn festnehmen und sie könnte ihr normales Leben weiterführen. Der andere Vorteil dieses EXITs war, dass er automatisch einen Alarm auslösen würde. Bald würden überall Feurwehrwagen und Polizisten sein ohne, dass sie diese rufen müsste.

Sie glaubte fest daran. Sie musste nur weiterlaufen. Durfte nicht auf seine Schritte achten, die immer näher kamen. Sie musste ihr Ziel im Auge behalten. Ihre Mutter hatte ihr immer erzählt, dass man alles erreichen konnte, wenn man nur wollte. Dass man, wenn man kämpfte, an sein Ziel kam. Sie konnte nicht aufgeben! Sie konnte noch nicht sterben. Es gab noch zu viele Dinge, die sie tun wollte. Orte die sie erkunden wollte, Emotionen die sie fühlen wollte. Sie hatte nur ein einziges Mal ihr Herz verschenkt, doch das konnte kaum wahre Liebe sein. Hatte sie noch niemals richtige Liebe gefühlt? Sie konnte es nicht auf diese Weise enden lassen.

Sie durfte nicht sterben während sie panische Angst hatte. Es durfte nicht alles mit einem Schmerzen vorbei sein, befor sie nicht ein ebenso starkes Glücksgefühlt hatte. Befor sie nicht eine Familie gegründet hatte. Sie wollte ein Leben schenken, etwas in dieser Welt hinterlassen. Das erste Mal seit zehn Jahren betete sie zu Gott. Sie war mit vierzehn Jahren gefirmt worden, hatte seitdem jedoch nur ein einziges Mal eine Kirche betreten. Zwei Wochen nach ihrer Firmung war ihre Mutter gestorben. Wie hätte sie weiter Messen besuchen können? Messen in denen ein Gott gepriesen wurde, der zugelassen hatte, dass ihre Mutter gestorben war.

Die 35 jährige war eine gute Frau gewesenen, eine großartige Mutter, und sie war ihr gestohlen worden. Gestohlen, als sie ihre Mutter am meisten gebraucht hatte. Als der Priester auf der Beerdigung sagte, dass Gott für alles einen Grund hatte, konnte sie nicht mehr bleiben. Warscheinlich hatte er es gesagt, um der Familie konfort zu geben, hatte bei ihr jedoch das Gegenteil bewirkt. Sie war weinend nach draußen gelaufen und hatte seither niemals mehr einen Fuß in eine Kirche gesetzt. Nicht mehr gebetet.

Doch dieses letzte Mal hoffte sie auf seine Gnade. Sie hätte um Schutz beten können. Sie hätte Gott anflehen können, ihr Leben zu retten. Stattdessen flüsterte sie: “Vergib mir!”. Es musste einen Grund geben, weshalb ihre Mutter gestorben war. Vielleicht gab es auch einen Grund für sie zu sterben. Schicksal?Sie wusste es nicht, doch falls sie sterben sollte, wollte sie ihre Mutter wiedersehen. Wenn Gott existierte, hoffte sie, dass er es wusste.

Sie fasste mit ihrer Hand and die Türklinke. Sie hatte es geschafft. Die junge Frau lächelte. “Danke!”, flüsterte sie. Vielleicht existierte Gott ja wirklich? Ihr wurde eine zweite Chance gegeben, ein zweites mal das Leben geschenkt. Sie würde jeden Moment nutzen.
“Gern geschehen!”, antworte eine tiefe Stimme. In der Stimme konnte sie unterdrückten Schmerz und Hass erkennen, doch dort war auch etwas anderes. Vergnügen?

Er fasste ihre Hand so fest, dass sie etwas brechen hören konnte. Seine Hand war eiskalt, so wie das Herz ihres Besitzers. Bisher hatte sie nicht einmal die Stärke gehabt um zu schreien. Der Schock hatte sie verstummen lassen. Doch der Schmerz in ihrer Hand ließ sie Auschreien. Er blieb ruhig und hatte den Griff noch immer nicht locker gemacht. Er zog ihre Hand von der Tür weg. Sie lag in seinen Armen, in den Armen eines Monsters, und hatte keine Kraft mehr um sich zu wehren.

Er führte seinen Kopf näher an ihren und flüsterte ihr etwas zu. Ganz leise und sehr deutlich sprach er zu ihr. “Du wirst jetzt einmal einatmen, dich beruhigen und aufhören zu schreien”. Sie fühlte etwas an ihrer Hüfte. Zuerst dachte sie, dass er seine Hand dort hingelegt hatte, doch dann fühlte sie das Metall. Sie konnte die Kälte durch ihr Top hindurchführen. ER hatte ihre eigene Waffe gegen sie gerichtet.

Eine Tür von der gegenüberliegenden Wohnung öffnete sich.
Eine ältere Dame trat aus ihrem Apartment. Die ältere Frau sah, dass etwas nicht stimmte. Sie sah das schmerzverzogene Gesicht. “Honey, ist alles in Ordnung? Ich habe einen Schrei gehört!”. Er drückte der jungen Frau die Waffe stärker gegen die Hüfte. Aus dem Winkel von dem die ältere Frau sehen konnte, war die Pistole nicht erkennbar. Er lächelte.

“Alles in Ordnung, Mrs. McKean. Sie hat sich nur angestoßen”. Da er sich eine Jacke über das Hemd gezogen hatte, konnte man seine Wunden nicht sehen. Die Freundlichkeit in seiner Stimme war so hervorragend gespielt, dass Niemand etwas ahnen konnte. Er hatte sie selbst zwei Monate getäuscht. “Oh, kann ich helfen? Ich habe bestimmt noch Eis zum kühlen!”, fragte sie besorgt.

“Nein, wir haben es im Griff!”, antwortete er. “Nicht Schatz?”. Er schaute seinem Opfer in die Augen. Seine tief-blauen durchdringenden Augen sagten mehr als tausend Wort. Es lag an ihr, ob die alte Frau sterben oder leben würde. Sie konnte die Dame nicht mithereinziehen.
Obwohl sie ihr am liebsten weinend in die Arme fallen wäre. Sie war immer etwas wie ihre Ersatz Mutter gewesen, hatte sich seit sie eingezogen war ihre Probleme angehört und ihr geholfen. “Es ist

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