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Kategorien > Leben > Gedanken

bitte nicht

von mell

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Bitte nicht! Lasst mich...

!Nein! Nein! Nein!... bitte nicht...!
*zusammenzuck*. Hatte grade einen schrecklichen traum.
Ligt alles an meiner vergangenheit.
Total schweißgebadet sitz ich auf meinem bett und weine.
"Wieso ausgerechnet jetzt?
Wieso muss ich es jetzt träumen?", denke ich.
Die Tür geht auf und momma kommt rein, das erste was sie macht ist mich in den Arm nehmen.
"ach Melissa, das wirt schon.", sagt sie...
Klar, ich bin 16 und meine vergangenheit verfolgt mich, auch wenn ich terapien mache.

Ich hab eigendlich vorgehabt mit 14 zu sterben, aber es klappte nicht.
Momma platzte rein und brüllte mich an, wieso ich so was mache und es nicht in ordnung währe.
Danach, aber nahm sie mich in den Arm, so wie jetzt.

Manchmal, denke ich sie währe meine echte mutter, denn ich fühle mich genau so geborgen bei ihr, wie früher bei mum.

Naja, Momma und ich sitzen in der Küche, trinken einen Kaffee und schweigen uns an.
Ich sage eigendlich kaum was, bin sehr still, wenn ich schlecht geträumt habe oder so.
Es klingelt, Momma steht auf und öffnet die tür, und grade mal 30 sikunden später steht Felix da.
"Hi schatz.", sagt er.
Ich schweige, stehe auf und umarme meinen Freund.
"sie hat schlecht geträumt.", erklärt Momma.
Felix und ich gehen in mein Zimmer, meinen Kaffee nehme ich mit.
Ich erzähle ihm, was ich überhaubt geträumt habe, und er versteht es auch: "ja, kann ich verstehen, diese Vergewaltigung verfolgt dich echt.", sagt er.
Ich weine.
Meinen Kopf lege ich auf seine Schulter, ich sitze auf seinem Schos.
"psst, Mell, das wird ja wieder, versprochen."

Ich bin schwanger.
Von felix, seit 3 monaten bin ich Schwanger.
Es ist eigendlich ganz ok, ich habe ja auch spaß am kuscheln unter der Bettdecke, aber es macht mir trotzdem ein wenig angst.

"ja, ich weiß aber..."
"aber was?
Schatzi, du musst diese Terapie weiter machen, auch werend der Schwangerschaft.
Sonst klappt hier nichts mehr.", erklärt Felix.

Ich mache Terapien, um meine vergangenheit zu verarbeiten.
Ist eig ganz ok, aber es ist nich wie es sein sollte, find ich.
Ich kann mich kaum äußern.

Ich schweige, Gucke Felix tief in die Augen und sage: "naja... nur für dich."
"nein", sagt er, "fürs Baby und dich."
Wir schweigen eine weile und dann fange ich an ihn zu Küssen.
"ich liebe dich.", Sagt er.
"ich dich auch!", antworte ich.
Wir unternehmen Sachen, bei denen ich oft anfange zu weinen.
Nein, schwach bin ich nicht.
Ich bin nur sehr sensibel oder so...

Es war schon immer so, ich war das mädchen von Nebenan, das leise, und schüchtern war, und oft weinte.
Klar, meine vergangenheit ist kein märchen.

"Baby? Ich mag Fotos angucken.", sage ich schmollend zu Felix.
"ok, und welche?", fragt er.
"weiß nicht, aus der vergangenheit."

Ich klamere mich seher an Fotos fest.
Ich weiß, das sollte ich nicht, aber es geht nicht anders.
In den Fotos lebt meine Mum und meine Schwester, als sie nicht hier wohnte.
Aber auch schlechte, böse und grauenhafte dinge leben in den Fotos.
Ein Mannn, mit dunklen haaren, ganz kurz geschnitten, und funkelnd grüne Augen.
Er hat ein Mädchen auf dem schoß, und tut ihr weh.
Mit seiner Zigarette.
Mein dad!!!

"schau mal.",ich zeige aufgeregt auf das Foto, das ich noch nie gesehen hatte.
"huch? Woher kommt das denn?", fragt felix.
"weiß nicht."

Mein Vater war schon immer so beschissen.
Ohne gefühle und so...
"Herzlos", sagte mum.

Auf dem Foto, auf das ich aufgeregt zeige, ist eines, das von ganz früher ist.
Ein Baby ist darauf zu sehen, das in den armen einer wunderschönen frau ligt.
Ich! In den armen meiner mum.
"wow! Das ist echt schön."
Ich gehe in die küche und zeige Momma das bild.
"hmm, das habe ich gefunden, gefellt es dir?", fragt sie.
"ja, ist das meine echte mum?
"ja, da war sie noch sehr jung liebes.", Momma gibt mir einen Kuss auf die stiern, und ich gehe in mein Zimmer zurück.

Mum wurde auch oft von Dad geschlagen, nur Michelle-Zoey Sophie nicht.
Irgendwie war sie ein engel.
Mum hatte mal gesagt, ich hätte ein Junge sein sollen. Vielleicht mochte er mich darum nicht?

Abends schaue ich mit Felix, Lea-Linda Marie und Michelle-Zoey Sophie einen film.
Am anfang ist es eigenlich ganz lustig, doch dann stimmt irg was nicht mit mir.
Ich zucke wieder zusammen, aber mehr weiß ich nich.
"Melissa?
Alles ok?...
Hey süße, hörst du mich?"
Ich liege auf meinem bett, habe plötzlich meinen Schlafanzug an und felix ist da.

Bewustlos, ja, bewustlos hatte dad mal mum geschlagen.
Ich lag neben mum auf dem boden und habe geweint, michelle hatte auch große angst.

"was ist passiert???", ich weiß von nichts mehr.
"ich weiß auch nicht, du bist umgekippt."
Felix und ich bleiben im Bett liegn und kuscheln.
Die anderen 2 gucken ihren Film weiter.

Bis mum gestorben ist war alles toll.
Ich hatte eine neue familie, und dad störte mich nicht mehr.
Ich hatte eine echte mutter, doch die verschwand.
Trotzdem, ich bin stark, nicht schwach, ein starkes selbstbewustes Mädchen bin ich.

Mitten in der nacht, stand ich auf, ich hatte schlecht geträumt.
Ich ging in die Küche und suchte ein scharfes Messer, doch es ging nicht.
Felix stand hinter mir und sagte, ich solle das Messer liegen lassen.
"Melissa, wenn du mich und dein Baby liebst, dan lass es.", sagte er schwach, er war kreidebleich, wie ich.
Zitternd fiel ich ihm in die Arme.

Es kam schon oft vor, das ich mich umbringen wollte.
Aber keiner versteht es.
Sie sagen immer,ich hätte noch chancen mein Leben wieder zu meistern.
Ich gab nicht auf, ich kempfte aber manchmal, passiert es doch, das ich nachts in die Küche gehe.

"felix, ich will nicht mehr.", weine ich.
"doch du willst noch.", wieder spricht er.
Ich weine, zittere und habe einfach nur angst.
Ich sehe blitze und bin verkrampft.
Ich sehe meine vergangenheit vor Augen und alles wird schwarz.

Ich habe oft solche anfälle, aber so schlimm sind sie auch nicht.
Ja, vielleicht manchmal, wenn es mir sehlich nicht gut geht, wenn ich schlecht träume oder stress habe.

Ich verstehe nichts mehr, felix ist weg, alles dunkel…
Nach einigen minuten, die mir sehr lang vorkamen, liege ich wieder im bett.
"ich... felix?"
Ich schaue mich um, aber felix ist nicht da.
Nach 5 Minuten kommt er wieder rein.
"ey, schatz, wieso jagst du mir denn immer so einen schrecken ein?"
Ich schweige, dann wandert meine hand von felix hand auf meinen Bauch.
"mein baby!", flüstere ich.
"ja, sagt felix, unser Baby."
Ich schließe meine Augen und träume, träume was tolles, von meinem Baby und felix, von mir und meiner familie.

Manchmal gab es schon tolle zeiten in meinem Leben, aber ganz kleine.
Wie wenn dad mal eine Packung schokolade mitt brachte.
Oder ich einen Tag ohne schmerzen überstand.
Aber so schön, wie schwanger zu sein, so ein gefühl der freude gab es nie.

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Kommentare

mell schrieb am 2009-10-31 21:14:12:
danke, ich habe diese geschichte geschrieben, als ich nur noch am heulen war, sie zeigt meine vergangenheit, naja, einen teil davon
Moonwish schrieb am 2009-10-29 11:52:48:
Heftig. Mir fehlen die Worte ...
In einigen deiner Zeilen habe ich mich wiedererkannt. Oder zumindest den Wunsch, geliebt zu werden.
In meinen Familie ist das auch nicht so einfach ...

Ich wünsche dir und deinem Baby alles alles Gute.
Gib nicht auf!

Ich glaube an dich!

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