danke
von
Freedom
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Danke
Die Welt leuchtete in allen Farben. Das Mädchen rannte über die grüne Wiese. Sie genoss das Leben. Sie blieb stehen und beobachtete einen Schmetterling, der in schillernden Farben an ihr vorbei flog. Sie blickte um sich, wie ein kleines Kind, das in eine neue Welt eintaucht. Rik- wie sie von allen genannt wurde- lief weiter. Sie erreichte einen Fluß in dem sich in dem klare, schnell fließende Wasser die frühe Abendsonne spiegelte. Sie verbrachte den ganzen Tag an der Luft und genoss den angenehmen Wind der ihr durch die Haare strich, beobachtete die Käfer und Vögel, bewunderte die mächtigen Bäume, hörte dem Musizieren der Grillen zu und freute sich, dass sie lebte.
Am Abend schaute sie aus ihrem Zimmerfenster und blickte in den dunklen Himmel. Tausende und abertausende von Sternen bedeckten das Firmament. Sie sah so viele Sterne. Und blickte hinauf, in den silbernen, hell leuchtenden runden Mond. Glücklich schlief sie ein. Ob sie sich wohl all der Wunder die sie erlebt bewusst war?
Alles schien wie im Paradies.
Bis sie eines Tages…erwachte.
Es regnete in Strömen. Sie hatte Regen eigentlich immer gemocht. Er schenkte der Welt neues Leben und es tat gut, wenn er über das Gesicht lief. Früher hatte sie ihn gemocht. Doch nun spiegelte er ihren inneren Gemütszustand wieder. Das Verlassensein, das Dunkle und Traurige. Sie stapfte durch die Pfützen, in die sie früher gesprungen war und wischte sich den Regen aus den Augen, über den sie sich früher so gefreut hatte. Oder war es salziges Wasser, das sie fortwischte?
Sie war aus ihrem Traum aufgewacht. Sah die Welt nun mit anderen Augen. Mit Augen, die schon so oft geweint hatten. Stumm für sich alleine im Dunklen.
Doch da war ein Licht. Es leuchtete immer heller und die dunklen Wolken aus ihrem Leben vertrieben. Rik hatte sie erst vor kurzem kennen gelernt. Und nach und nach war sie zu ihrer besten Freundin geworden. Eine Freundin, die zwar manches von ihr nicht nachvollziehen konnte aber dennoch versuchte zu verstehen. Eine Freundin, die sie auch in der kleinsten Not anrufen konnte und die ihr dann geduldig zuhörte. Eine Freundin, die ihr Dinge erklärt, die sie nicht verstand, aber die sie auch zu Recht rief, wenn sie etwas übertrieb.
Eine Freundin, auf die sie sich einfach verlassen konnte. Eine Freundin, die ihr die Welt wieder etwas klarer erschienen lies und sie wieder auf Dinge aufmerksam machte, bei denen sie verlernt hatte, das Schöne zu sehen.
Diese Freundin verstand vielleicht nur ein kleiner Teil von dem, was in ihr vorging. Doch das reichte Rik schon. Damit verstand dieses Mädchen sie mehr als alle anderen. Vielleicht sogar mehr, als sie sich selber verstand. Sie wollte gar nicht, dass das Mädchen alles von ihr wusste, alles von ihr weiß. Ein kleiner Teil reicht ihr schon. Und es ist schon so viel.
Die Freundin führte sie langsam zurück in das Leben, dass sie früher so geliebt hatte. Das Leben voller Freude. Rik wusste, dass ihr Leben nie mehr das gleiche werden würde. Nicht nur, da sie nun anders über viele Sachen dachte, sondern auch, weil sie gewachsen war. Körperlich wie Seelisch. Doch auch wenn die Freundin sie an die Hand nahm und langsam mit ihr ging, blieb sie immer wieder stehen. Sie stürzte und blieb wie betäubt liegen, wenn die Dinge der verregneten Welt auf sie einstürzten.
Doch da war auch eine Hand. Eine Hand, die ihr aufhalf, ihr zusprach und weiter begleitete. Und diese Hand gehörte zu der Freundin. Und Rik wusste, dass die Hand immer auf sie aufpassen würde und dass die Hand sie immer auffangen würde. Und dies freute sie. Denn das bedeutete, dass auch die Freundin immer an ihrer Seite war. Und zusammen gingen sie weiter den Weg, zurück auf den Pfad. Und auch wenn einmal die Freundin stolperte, half ihr Rik. Denn sie war ihre Freundin. Und zusammen gingen sie weiter.
Da sah sie wieder die Schmetterlinge, erblickte das Glitzern in den Tautropfen in denen sich die Sonne spiegeln. Lebte ihr Leben wieder. Denn sie wusste, ihre Freundin war bei ihr.
Zwischendurch strauchelte sie und stützte, doch ihr wurde immer aufgeholfen.
Und irgendwann kamen ihr Gedanken. Gedanken über ihre Freundin.
Sie wollte nicht, dass ihre Freundin sich so viele Sorgen um sie machte. Doch hatte sie sich jemals dafür bedankt, dass die Freundin sich Sorgen machte???
Sie wollte nicht, dass ihre Freundin immer mit ihr redete. Doch hatte sie sich jemals dafür bedankt, dass ihre Freundin versuchte mit ihr zu sprechen???
Sie wollte nicht, dass ihre Freundin so viel Freizeit für sie aufgab. Doch hatte sie sich jemals dafür bedankt, dass ihre Freundin sich soviel Zeit für sie nahm???
Sie wollte nicht, dass es der Freundin wegen ihr nicht so gut ging. Doch hatte sie sich jemals dafür bedankt, dass ihre Freundin sich so viele Sorgen und Gedanken machte, dass es ihr selbst nicht so gut ging???
Sie wollte doch für all das Danke sagen. Doch hatte sie das jemals wirklich getan???
Sie drückte die Hand ihrer Freundin, während sie gingen. Auf den Weg zu ihrem Leben. Ohne stehen zu bleiben. Sie wollte nicht mehr stehen bleiben…die Wolken klärten sich ein Stück mehr und mehrere Sonnenstrahlen vielen auf ihren Weg. Die Sonne ging auf, als wäre sie neu geboren worden. Strahlte langsam und doch beständig in ihrer vollen Kraft. Und sie sagte es ihrer Freundin.
Danke für alles.
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Kommentare
bdelaney@stjosephwaconia.org schrieb am 2012-03-26 10:06:32:
Hallo bin heute das erste mal hier . Habe auf xxlfood.de erst von ednien Klasse Arbeiten erfahren. Gefe4llt mir sehr gut werde jetzt immer Donnerstags und Sonntags vorbei schauen Andrea
sina franke schrieb am 2007-08-29 18:16:27:
ich wollte mich noch einmal ganz herzlich bei dir fuer die aufbauende kritik bedanken. du solltest jedohc all deine geschichten unter einem namen veröffentlichen. falls du nciht weißt wie es geht wenn da autor steht musst du /kannst du einen eigenen namen wieder raussuchen, muss/sollst ihn nciht eingeben...
achso ich muss dir noch mal sagen wie schoen ich diese geschichte finde. es wuerde mich uebrigens freuen wenn du meine geschichte -wenn traeume nur treaume sind - kritisieren wuerdest.
ganz liebe gruesse
sina
freedom schrieb am 2007-08-27 23:30:02:
hey ^^ das freut mich wahnsinnig dass euch die geschichte gefallen hat!!!
mir sind details in einer geschichte wichtig....vll wollt ihr ja noch die andere geschichte von mir lesen xD
danke nochmal! das ermutigt mich wirklich!
vll. stelle ich noch andere geschichten rein...mal gucken ^^
Sarah schrieb am 2007-07-21 17:01:58:
Super Geschichte. Einige grammatikalische Fehler, die durch die wunderbare Verwendung von Metaphern und anderen Stilmitteln allerdings wieder wett gemacht werden. Deine Geschichte spiegelt mein Inneres wider und hat mir bewusst gemacht, was meine Freundin alles für mich getan hat und mir gezeigt, dass ich dafür auch nie wirklich danke gesagt hatte. Deshalb danke ich dir, dass du mich mit deiner Geschichte dran erinnert hast.
Und ich kann mich Sina nur anschließen: weiter so!
sina franke schrieb am 2007-07-19 14:47:57:
die einsetztung der metaphern ist die unglaublich gut gelungen. du hast eine sehr schoene bildhafte sprache, was mir sehr gefaellt.
mach weiter so lg sina
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