der Gedanke der die Welt veraendert,...
von
Patrick N. Winters
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Es gibt Tage in meinem bescheidenen, klaeglichen Leben in denen ich laenger im Bett liegen bleibe, und Gedanken spinne denen es im Grunde an jeglicher Sinnhaftigkeit fehlt, um sie wirklich zu denken.
Aber in meiner erbaermlichen Guete und Selbstlosigkeit, bestaetige ich mich selbst in meiner Wohltaeterrolle.
Die es nicht gibt.
Aus einem Grund. Dem Grund schlechthin. Dem gleichen Grund wie jedem anderem Menschen auf dieser, von uns geliebten, schlechten Erde.
Ich bin zu faul.
Ich will ja etwas Gutes tun, mich selbst aber zu keiner Taetigkeit zwingen, die mich aus meiner eigentlichen Lieblinstaetigkeit, dem lebenden und praktizierenden Egoismus, herrausbringen koennte.
Ich leide wenn ich Menschen sehe die nichts zu essen haben. Nichts zu trinken. Die ihre eigene Kotze fressen muessen um zu ueberleben. Um zu ueberleben in einer Welt die das Kotzefressen nicht wert ist.
Ich leide wirklich daran. Jedoch nicht stark genug um etwas daran aendern zu wollen.
Deshalb gehe ich einen Weg den viele Menschen gehen, jedoch auf meine eigene kranke Weise. Es gibt Menschen die Bettlern, mit oder ohne Musikinstrument, Geld geben, und am liebsten haetten dass ihnen die ganze Welt dabei zusieht. Es gibt Menschen die Geld spenden, ueber die Kirche oder sonstwem. Aber all diese Menschen haben noch ein anderes Problem, sie denken Geld sei alles. Sie schenken Geld weil es ihnen wichtig ist, und weil sie sich selbst damit freizukaufen verhoffen. Aber Geld allein ist nicht alles. Geld ist nur den Menschen wichtig die mir zuwider sind. Und da ich noch immer den kleinen aber feinen Plan schmiede, mich von ihnen abzugrenzen, weigere ich mich meine Schuld freizukaufen.
Ich schenke kein Geld, ich schenke Leben.
Und wem?
Den kleinen Gedanken, die niemand denkt da es ihnen im Grunde an jeglicher Sinnhaftigkeit fehlt um gedacht zu werden.
Und einer von ihnen hat es am noetigsten.
Hier ist er:
In meinen Gedanken, in denen er langsam aber doch den Saft des Lebens schmeckt, lege ich meinen Namen ab, und nenne mich fortan "Rumbah Rumbah". Lerne Rumba zu tanzen, und lege meinen Hass gegen Rum ab und genieße ihn fortan. Mit etwas Geld, das ich mir spenden lasse, miete ich ein Lokal, besorge einen Rumba-DJ, und einen Menschen der verrueckt genug dazu ist fuer etwas Geld, und gratis Getraenke, auf jede Absinthflasche in dem Laden Rumba-Rum draufzuschreiben und ansonsten nichts tut als sein Recht fuer den Absinth einzuloesen und mir Gesellschaft leistet wenn ich mal da bin. Da ich selbst in meinen Gedanken mich nicht dazu rumkriegen koennte Rum zu trinken und ich den perfekten Mann fuer diesen Job kriegen koennte macht der Gedanke als Dank fuer mein ihm geschenktes Leben, diese kleine Ausnahme.
Ich kaufe die zu kaufenden Getraenke.
Gut, ich weiß, ich bin zu bloed fuer sowas.
Ich fahre nach Eisenstadt, gehe zum Sparmarkt, und ordere 1679 Flaschen Absinth.
Die zu kaufenden Getraenke gekauft, und geliefert. Nehme ich 3 Flaschen Absinth, setze mich zu dem verrueckt genialen Menschen, und philosophiere mit ihm darueber warum ich so eine illuminate Anzahl von Flaschen gekauft habe.
Das Lokal wird geoeffnet.
Dutzende von Menschen draengen, stoßen, druecken sich hinein. Es sind so viele, gleichaussehende Menschen das ich mir wie eine kleine Eizelle vorkomme, die aus naechster Naehe die maennliche Ejakuation beobachtet. Benommen laeute ich um zwoelf Uhr mitternachts, gemeinsam mit dem Rumba-DJ, der nur slowakisch spricht, und dem betrunkenen Philosophen, die Rumba-Rum-Stunde ein.
Gratis Absinth fuer alle.
Und dann, bei zu Ende gehender Stunde, stelle ich mich splitterfasernackt, auf den Tisch und beginne lauthals zu schreien:
"Ich Rumbah Rumbah, stolzer Besitzer der "Rumbah Rumbah's Rumba Rumbar", heiße alle willkommen die mit mir die "Rumbah Rumbah's Rumba Rumbar Rumba-Rum-Stunde" genießen!"
Dann falle ich vom Tisch lasse mich hinauf in mein Bett tragen, und stelle mir vor wie ich im Bett liegend, mein Leben als Gedanken spinnend, vor mich hin schau, und weiß das ich bekloppt bin.
Das war er.
Und dann soll noch einer wagen zu behaupten, dass ich nichts tue um diese Welt schoener, besser, lebenswerter zu machen.
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Kommentare
daydreaminggirl schrieb am 2006-10-29 21:20:46:
brauchst n easy raaaider...
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