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Kategorien > Fantasy&Märchen > Mond

die Mondkusine

von Faraday

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Die Mondkusine

Weißes Mondlicht fiel ihr über die Schultern und beleuchtete ihre Arbeit. Des Nachts arbeitet es sich leichter. Sanft umfängt das Mondlicht ihre zarte Gestalt, es schmeichelt ihrer weißen Haut und lässt sie silbrig erscheinen. Ihr Haar fällt ihr in dünnen sanften Locken über die Schultern, sie schiebt es weg, versucht es zu bändigen doch es gelingt ihr nicht. Der Mond spiegelt sich im See unter ihrem Fenster. Sie sitzt auf der Fensterbank und blickt versonnen in die Nacht hinaus. Sie schaut zum Himmel auf und schließt die Augen, sie lässt sich vom Mond bescheinen wie andere sich von der Sonne beschienen lassen. Sie öffnete die Arme und lässt die Kälte zu sich ins Zimmer. Das weiße Nachthemd geht bis kurz über die Knie und sie hält die Stickerei in den Händen. An der Nadel hat sie sich in dieser Nacht schon gestochen und kleine Blutflecken zieren das Hemdchen. Es ist fast durchsichtig aber schützen genug um die Narben zu verbergen. Unendlich belangloser Herkunft sind sie, noch aus Kindertagen. Vom spielen im Rosengarten. Ihre Haut war so zart, dass es Narben gegeben hatte, jeder neue Kratzer war eine neue Narbe geworden. Dennoch hatte sie nie aufgehört mit anderen Kindern im Rosengarten zu spielen. Damals waren ihre Augen noch unscheinbar und ungefährlich gewesen. Nun war die Nacht ihr Beschützter, die Nacht ist ihr Freund. Sie war die einzige der ihre Augen nichts anhaben konnten. Und die Nacht frisst die Narben und sie verschwinden, diese Zeichen auf ihrer Haut, die sie so sehr hasst. Früher fand sie es nicht schlimm, aber heute hasst sie sich dafür. Nur der Mond bringt sie manchmal hervor, wenn sie ihm die Narben zeigt. Dann sehen sie aus wie silberne Striche auf ihren Beinen und dann mag sie sie. Ihre Augen, sind so dunkel und starr, dass keiner sie ergründen kann. Aber sie sind geheimnisvoll, das hat wohl jeder erkannt. Sie spricht nicht, sie blickt nur alle mit ihren starren Augen an und verzaubert sie. Sie zieht sie in den Bann des Mondes. Jeder der ihre Augen sieht kann den Mond darin scheinen sehen. In den Nächten in denen sie am Fenster sitzt und den Vollmond betrachtet glitzern ihre Augen und der Mond findet sich darin wieder. Ihre Augen sehen dann aus wie der Nachthimmel. Mit kleinen silbernen Sprenkeln für die Sterne und der großen runden Scheibe für den einzigen Geliebten den sie je hatte.
„Luna. Was treibst du?“
Sie antwortete nicht, ihre Augen wollten sich nicht wenden und den nächsten Menschen so abhängig von der Nacht machen. Den nächsten dazu zwingen Nacht für Nacht die große runde Scheibe anzustarren und sich zu wünsche man wäre dort oben am Himmel und könnte ihr nahe sein.
„Mondkind“
Nein sie war nicht mehr das Mondkind, das sie noch vor wenigen Jahren gewesen war, sie war gereift. Nun war sie Mondkusine, zwar immer noch mit dem Mond verwandt, aber nicht mehr seine Tochter. Sie hat versucht sich mehr und mehr von ihm zu lösen. Immer weiter ihr eigenes Leben zu haben. Aber dennoch war er der einzige Verwandte den sie hatte. Und man konnte wirklich wunderbar arbeiten im Mondlicht, wenn man den einmal anfing sich davon zu lösen.

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Kommentare

Soraya schrieb am 2008-06-24 20:08:30:
Hey, du hasts gefunden! *freu*
Aber du sagtest, dass du zwei Geschichten reinstellen wolltest?

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