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Kategorien > Psycho > Schauriges

die Todesschule

von Heather

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Mit weit aufgerissenen Augen und vor Kälte zitternd stand Lukas vor dem großen Gebäude, dass düster hinter den Bäumen hervorspähte.
,,Hier also soll ich ab jetzt zur Schule gehen?", fragte er sich und schüttelte energisch den Kopf. Das konnte und durfte einfach nicht wahr sein. ,,Welcher Idiot baut denn bitte eine Schule mitten im Wald?", murmelte er und konnte immer noch nicht fassen, dass er diesen weg durch den Wald jetzt jeden Tag nehmen würde. ,,Das kann doch einfach nicht wahr sein..."
,,Es ist aber wahr!", erwiderte plötzlich eine Stimme direkt hinter ihm. Erschrocken drehte er sich um und schaute in das Gesicht eines ziemlich pummeligen Junges, der in seinem Alter war.
,,Hab ich dich etwa erschreckt?", fragte er mit aufgesetzter Unschuldsmiene und stupste Lukas leicht an. ,,Du musst wohl der neue sein!? Ich bin übrigens Morgan und gehe ebenfalls in deiner Klasse."
Lukas war froh, dass er jemanden getroffen hatte, der ihm alles zeigen konnte, aber dennoch beschlich ihn immer noch ein ungutes Gefühl, dass mit dieser Schule zusammenhing.
Die Schulglocke läutete genau um Acht Uhr und sobald dieses Geräusch erklang war alles ruhig in der gesamten Schule. Lukas hatte noch nie so disziplinierte Schüler gesehen, die auf ihren Plätzen saßen und keinen Laut von sich gaben. Als Lukas Morgan danach fragte starrte dieser ihn nur fragend an und erwiderte nur kurz, dass die Schüler halt gerne in die Schule gehen. Doch Lukas konnte das einfach nicht glauben, denn der Unterricht bei den meisten Lehrern war wirklich nicht sonderlich spannend.
In der Mittagspause saßen sie alle in dem großen Essensaal und aßen friedlich ihr Mittagessen. Keiner der restlichen Schüler machte auch nur einen Laut und als Lukas ein Gespräch mit Morgan anfangen wollte schüttelte dieser nur kurz den Kopf und beachtete ihn dann nicht weiter.
Nachdem Lukas eine Woche auf der Schule hinter sich gebracht hatte sprach er mit seinen Eltern über das merkwürdige Verhalten, doch keiner der Beiden nahm ihn sonderlich Ernst und so war Morgan der einzige der noch mit ihm sprach. Auch wenn er, genau wie die anderen Schüler, während dem Unterricht total anders war.
Lukas wußte ja noch nicht einmal wie Morgan mit Nachnamen hieß, geschweige denn wo genau er wohnte. Er traf ihn jeden Morgen vor der Schule und nach dem Unterricht trennten sie sich dort wieder.
Eines Tages zerrte Lukas Morgan nach dem Unterricht allerdings mit zu sich nach Hause. Er konnte es einfach nicht mehr aushalten, dass niemand mit ihm sprach und alle ihn anscheinend ignorierten.
,,Sag mir jetzt sofort was es mit der schule auf sich hat!", schrie er ihn an diesem Tag an und war fest entschlossen endlich die Wahrheit zu erfahren.
,,Ich weiß echt nicht was du meinst!", zischte sein Freund nur und blickte ihn ärgerlich an. ,,Und jetzt möchte ich gehen. Meine Eltern machen sich bestimmt schon Sorgen!"
Lukas begann zu grinsen. ,,Erst wenn du mir endlich die Wahrheit sagst!", sagte er kühl. ,,Ich bin doch dein Freund, oder?"
Morgan nickte, sagte aber kein Wort mehr, sondern starrte nur angespannt aus dem Fenster. Irgendwie sah er unnatürlich Bleich aus und aus den Augenwinkeln sah Lukas wie seine Hände zitterten.
,,Geht’s dir nicht gut?", fragte er besorgt und klang gar nicht mehr so wütend und kühl wie noch vor wenigen Minuten. ,,Versteh mich doch..... ich möchte einfach nur erfahren was hier vor sich geht...." Mittlerweile tat es ihm richtig Leid, dass er so ruppig mit seinem Freund umgesprungen ist.
,, Ich kann es dir einfach nicht sagen!", meinte dieser mit zitternder Stimme. ,,Wenn du wirklich mein Freund bist, dann musst du das verstehen."
Lukas nickte kurz, doch einerseits machte ihn seine Erwiderung auch ziemlich traurig, denn damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet.
Sein Freund stand auf und wollte sich schon auf den Weg zur Tür machen, als er sich noch einmal umdrehte. ,,Komm heute Nacht Punkt 12 zum alten Friedhof am Rande der Stadt." Mit diesen Worten verabschiedete er sich und rannte nach draußen. Lukas schaute noch mal kurz aus dem Fenster, doch Morgan war schon verschwunden. Er war sich nicht sicher, ob das sein Ernst war, denn ehrlich gesagt fand er den Friedhof schon am Tage nicht sehr einladend. Doch was sein muss, muss sein. Anders würde er die Wahrheit wohl nie herausfinden.

Kurz nach Elf saß Lukas noch immer vor dem Fernseher in seinem Zimmer. Auf den Film konnte er sich einfach nicht konzentrieren, denn er schaute alle paar Minuten auf seinen Wecker.
Zum Friedhof würde er zu Fuß gerade mal 10 Minuten brauchen und deshalb wartete er ungeduldig darauf, dass die Uhr endlich viertel vor 12 anzeigen würde.
Er hatte schon den ganzen Tag ein mulmiges Gefühl im Magen, denn der Friedhof lag an einem ziemlich abgelegenen Teil der Stadt und auch wenn er versuchte Morgan zu vertrauen, wußte er doch, dass er ihn dafür einfach noch nicht lange genug kannte. Sollte er wirklich zu dem Treffen gehen?
Ein weiterer Blick auf seine Uhr verriet ihm, dass es nun gleich Viertel vor 12 war und dass er sich nun so langsam auf den Weg machen müsste. Seine Schuhe hatte er schon angezogen und auch alle nötigen Sachen für seine kleine Nachtwanderung hatte er schon zusammengepackt.
Seine Eltern schliefen bereits und deshalb konnte er das Haus, ohne Aufsehen zu erregen, verlassen. Seine Taschenlampe hielt er fest in der Hand, denn auf dem Weg zum Friedhof gab es kaum Straßenlampen.
,,Worauf lasse ich mich hier überhaupt ein?", fragte er sich immer wieder, doch seine Zweifel schlugen schnell in reine Neugier um. Er musste einfach wissen, was in dieser Schule los war.

Als Lukas sein Ziel erreicht hatte, verschnaufte er kurz, denn die meiste Zeit war er gerannt. Auch wenn er es nicht gerne zugab, aber die Dunkelheit machte ihm doch Angst. Falls sich alles nur als ein blöder Scherz herausstellen würde, dann würde er Morgan eigenhändig in der Luft zerreißen. Das schwor er sich schon jetzt.
Der Friedhof, der im Gegensatz zu den Friedhöfen auf denen er bis jetzt war, ziemlich klein war, wirkte verlassen und eher wie die Kulisse eines schlechten Horrorfilmes.
Erst jetzt bemerkte er die eisige Kälte, die ihn bibbern ließ. Zitternd schaute er auf seine Armbanduhr und stellte fest, dass es bereits nach 12 war. Er beschloß allerdings noch einige Minuten zu warten, denn Morgan hatte sich wirklich sehr besorgt angehört.
Mit der Taschenlampe strahlte er die Grabsteine an und seine Augen blieben an einem haften. ,,Das kann doch alles gar nicht sein...", murmelte er. Er trat näher an dem Stein heran und traute seinen Augen nicht. Sein Herz begann zu rasen und er hoffte, dass er nicht wieder einen seiner Anfälle bekam, denn er hatte ein sehr schwaches Herz, schon seit seiner Kindheit.
Auf den Grabstein befand sich eindeutig ein Foto von Morgan und daneben stand: ,, Für unseren Sohn, der viel zu früh von uns ging."
Immer noch starrte er den Grabstein an und merkte nicht, wie plötzlich eine Person hinter ihm

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Kommentare

julispross schrieb am 2007-03-22 18:08:53:
Ich finde die Geschichte auch gut gelungen. Man ließt selten welche, wo das ende wirklich überraschend ist. Kompliment. Doch wie Worldofstofy hätte mir ein wenig mehr Erklärungen gewünscht. Ich stimme dir zu, dass eine Geschichte besser ist, je mehr Raum für den Leser gegeben ist, doch ein wenig mehr hätte man doch klären können. ansonsten, sehr gelungen
html8976@aol.com schrieb am 2006-12-19 22:23:00:
Also, ich muss teilweise eingestehen, dass die Geschichte echt nicht schlecht ist, doch das Ende gefällt mir irgendwie überhaupt nicht. Kleine Kinder, die sich als Auftragskiller ausgeben. Ein wenig suspekt. Nicht, dass Surealismus einer Geschichte schadet, doch wirkt dies eher, wie ein aufgesetzter "South Park" verschnitt. Da jedoch die komplette Novelle auf dem Ende basiert und dieses, um den Gedankengang zu ende zu führen, unerlässlich ist, kann man sich darüber streiten, ob einem mordende, pupertierende Schüler gefallen oder nicht.
silent_lain schrieb am 2006-07-08 12:01:58:
schön geschrieben, und auch gut vormuliert. Ausdrucksmäßig sowie Storymäßig gut gelungen. jedoch passt die Überschrift nicht passend genug zur story, da die schule an sich etwas in den Hintergrund der eigentlich Storybewandnis gerät.
Sonst nicht schlecht!
Heather schrieb am 2006-07-04 18:10:00:
Danke für euer Lob und mit der Kriti kann ich auch leben :-)
Genau das sollte die geschichte auslösen, Fragen über Fragen halt..... man kann ja auch nicht alles gleich beantworten... mein Lieblings autor hat einmal gesagt, dass das Ende der wichtigste Teil einer Geschichte ist und danach schreibe ich halt...... ich wollte, dass es nicht vorhersehbar ist....
In Amerika gibts doch auch sowas wie Auftragskiller... Meinst du etwa die setzten irgendwie ne Anzeige in die Zeitung??? Das läuft halt alles über Verbindungen ......
Ich habe mit Absicht nicht geschrieben, warum seine Eltern ihn loswerden wollen...... ich meine man merkt dass sie keine harmonische Beziehung haben und genau dass ist doch der ausschlagende Punkt.... Es ist doch egal warum sie das tun, nur halt das eltern so grausam sein können .... ich finde das geht ziemlich in die menschliche Psyche.... weil jeder sagt, dass eltern sowas niemals tun würden..... und doch gibt es soviel Grausamkeit, die einfach manchmal keinen richtigen Grund hat.
Morgn war halt der Anführer der Organisation und wer sagt, dass auf der Schule nicht noch mehr Schüler sind, die ebenfalls sterben werden.......
Mythoswolf schrieb am 2006-07-04 14:32:12:
Moinmoin
hrhrhrhrhrhrhr xD
Das Ende ist genial! Ich hab sonst was erwartet, Vampire, oder irgendein gruseliges Geheimnis mit einem anschließenden Abendteuer, aber keine Spur von einer 0-8-15 Geschichte. Absulut genial, war sehr positiv überrascht.

Liebe Grüße
Mythoswolf
worldofstorys@aol.com schrieb am 2006-07-04 11:30:56:
Hallo Heather. Das lesen Deiner Geschichte hat mir Spaß gemacht. Gelegentlich tauchen einige Rechtschreibfehler
auf aber die fallen nicht besonders ins Gewicht. Was mir an der Geschichte gefallen hat ist das der
Spannungsbogen sehr hoch ist. Man will unbedingt wissen was es mit der Schule auf sich hat. Am besten gefallen
hat mir der Twist am Friedhof. Zunächst glaubt man die Geschichte vorhersehen zu können und dann kommt alles
ganz anders. Kompliment. Ein wenig meckern will ich trotzdem. Nicht böse gemeint.
Wieso wollen Lukas Eltern ihn eigentlich loswerden? Scheint doch ein nettes Kerlchen zu sein. Es gibt keinen
Hinweis der diese Entscheidung erklären könnte. Oder wollten sie ihn loswerden weil er ein schwaches Herz hatte
und eine Last war? Hier wären mehr Antworten schön gewesen. Und wie ist das mit der Schule? Wenn ich das
richtig mitbekommen habe gab es Lehrer und Schüler. Also eine Menge Menschen die unter einer Decke stecken.
Wie teilen die das Honorar von 1000 Euro unter sich auf? Lohnt sich soviel Aufwand für so wenig Geld? Und wie
kommen so junge Menschen dazu Mörder zu werden? Und wie sind Lukas Eltern auf diese "Organisation"
aufmerksam geworden? Machen die etwa Werbung im Internet? Oder in der Tageszeitung? Wohl kaum. Lauter
Fragen aber leider keine Antworten. Vielleicht bin ich auch zu pingelig denn trotz alledem ist die Geschichte in
meinen Augen sehr gelungen. Viel Glück für die nächsten Geschichten und bleib am Ball. Talent hast Du jedenfalls.

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