dreamcatcher4
von
Lille-peach
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Lyonel stürzte durch Dickichte und Sträucher, seine Hose war an einigen Stellen zerrissen von den Dornen.
„Da vorne sind sie…“ die Stimmen waren nun dicht hinter ihnen.
„Mischt!“ murmelte er und blieb abrupt stehen. Vor ihnen fiel der Boden steil in die Tiefe, fünfzig Meter schätzte sie. Die Brandung des Meeres umspielte die Klippen die aus den Fluten empor ragten und ließen sie beinah freundlich aussehen. Sie hatten das Meer erreicht. Vielleicht noch wenige Stunden, dann wären sie in Sicherheit gewesen, wenige Stunden hatten sie von ihrem Überleben getrennt. Doch nun standen sie hier, am Rande des Abgrundes bei dem von allen Seiten der Tod kam. Die Männer brachen aus dem Dickicht heraus und schlossen einen Halbkreis ums sie, jede Möglichkeit der Flucht war ausgeschlossen. Es waren ausgebildete Krieger, keiner Bauern oder Sklaven, sie trugen alle Kettenrüstungen und Schwerter. Mehrere Hunde standen hechelnd an ihren Seiten und warteten nur auf den Befehl die beiden Wesen vor ihnen in Stücke reißen zu können.
Einer der Männer lächelte und kam einen Schritt auf sie zu. „Was haben wir denn da schönes? Eine Gestaltenwandlerin und einen Wassermensch.“
Lyonel knurrte und setzte sie auf den Boden ab. „Lasscht uns gehen und isch werde euch nichts tun“
„Du uns nichts tun? Dass ich nicht lache… sei lieber vorsichtig dass wir dir nicht tun.“ Der Mann zog sein Schwert und die anderen taten es ihm gleich. Lyonel trat einen Schritt zu Seite, so dass er vor Mariéve stand und ihr nichts passieren konnte. „Lasscht uns vorbei, isch warne euch ein letztes Mal.“ Er zog ein Schwert, was sie unter seinem Umhang nicht hatte sehen können und machte einen Schritt auf die Männer zu. Sie wichen nicht zurück, im Gegenteil der Mann der Gesprochen hatte gab den anderen ein Zeichen und sie stürzten sich alle auf Lyonel. Im Bruchteil einer Sekunde verschwand er unter den fünf kräftigen Männern, Mariéve schrie vor Angst und wollte auf die Männer zustürmen um ihm zu helfen, doch die Hunde die die Männer bei sich geführt hatten stürzten sich auf sie. Sie wartete auf den Schmerz, der kommen würde, sobald sich die ersten Fangzähne in ihr Fleisch bohren würden und er blieb nicht aus. Sie jaulte auf, während sie versuchte den Hund von sich loszumachen. Wo die anderen Hunde waren wusste sie nicht, doch nach einiger Zeit schaffte sie es einen kleinen Freiraum zwischen sich und das Tier zubringen, so dass sie ihre Füße gegen den Unterleib des Hundes drücken konnte und mit aller Kraft die sie aufbrachte, ihn über den Abgrund warf. Erschöpft rappelte sie sich auf, an ihrem Arm lief warmes Blut hinunter und der Schmerz begann schon zupochen. Lyonel kämpfte immer noch mit den Männern, die Hunde und zwei weitere Soldaten hatte er schon niedergestreckt, doch auch er sah schon sehr mitgenommen aus. Mariéve stand auf, zwar wackelte sie noch etwas auf ihren Beinen, aber für den Anfang würde es reichen. Lyonel kam langsam in Bedrängnis, seine Schwerthiebe wurden immer langsamer und dann traf einer der Männer seine rechte Schulter und zog einen langen, tiefen Schnitt durch seine Haut auf der Brust. Er schrie auf und sackte in die Knie, die linke Hand auf seine Wunde gepresst. Mariéve hob einen Stein auf und sprang auf den Rücken des Mannes er schlug um sich, konnte sie aber nicht richtig packen, sie ließ den Stein auf seinen Schädel niedersausen, solange bis er unter ihn zusammenbrach, dann packten sie grobe Hände von hinten und drückten ihr die Kehle zu, sie würgte und krallte ihr Findernägel in die Hände doch nichts geschah, Lyonel lag am Boden, seine Atem ging flach und ruckartig, die Augen hatte er geschlossen. Mit dem letzten Rest ihrer Kraft bäumte sie sich gegen die Hände die sie hielten auf, doch vergeblich, sie packten nur umso fester zu und dann, sehr langsam kam wieder die vertraute Dunkelheit und nahm sie mit sich.
„Sie ist schon eine ganze Weile bewusstlos, meinst du nicht wir sollten sie langsam wecken?“ eine männliche Stimme sprach, sie war jung, aber nicht sehr, so um die Mitte zwanzig.
„Nein, sie wird von alleine aufwachen wenn es ihr wieder einigermaßen gut geht.“ diese Stimme war auch männlich, jedoch bedeutend älter vielleicht vierzig, wenn nicht sogar fünfzig. Sie schluckte schwer, wo immer sie war, es waren mindestens zwei Wachen bei ihr, und in ihrer jetzigen Verfassung war sie nicht mal in der Lage es mit einem von ihnen aufzunehmen. Sie blinzelte, es war dunkel. Mit ihren Händen betastete sie den Untergrund, es war Gras, wahrscheinlich waren sie noch im Wald. Dass war gut, vielleicht könnte sie noch entkommen. Und was war mit Lyonel? Ein Schauer lief ihr über den Rücken als sie an ihn denken musste. War er noch am Leben? Entgegen all ihrer Angst und ihrem Fluchtplan, öffnete sie die Augen und setzte sich auf. Drei Männer starrten sie an zwei junge und eine älterer. Der eine junge Mann mit braunen Haaren und Augen hatte sie, wie es aussah, vor ihrem Erwachen über einen anderen größeren Körper gebeugt. Lyonel! Schoss es ihr durch den Kopf als sie die schwarzen Haare erkannte die unter dem Arm des Mannes hervorlugten.
„Mariéve, hab keine Angst, wir wollen dir helfen.“ Sie zuckte zusammen als der ältere Mann zu sprechen begann, seine Stimme war tief und seine Haare mochten früher auch mal braun gewesen sein, doch jetzt waren sie grau. Er schaute sie aus seinen tief liegenden Augen an, als erwartete er eine Antwort von ihr. Sie nickte knapp um ihnen zu zeigen dass sie ihm zuhören würde, doch ihre Fluchtposition gab sie nicht auf.
„Erlaube dass ich uns vorstelle, ich bin Ludwig, das ist Elias, “ er deutet auf den Jungen der bei Lyonel saß „ und das ist Gabriel.“ er deutete auf den Jungen der neben ihm stand „Elias und ich gehören zu dem Volk der Elfen“ und als müsste er das beweisen schob er seine weißen Haare zurück und zeigte ihr die spitzen Ohren, Elias tat es ihm gleich, wandte sich dann aber wieder Lyonel zu. „Gabriel ist ein Engel.“ Sie sah ihn an, wartend, dass er auch irgendetwas tun würde um dieses zu beweisen, doch nichts geschah. Seine blonden Locken bewegten sich nicht und er sah sie weiter aus seinen stechend blauen Augen an.
„Beweis es“ sagte sie und machte sich bereit wegzulaufen. Er sah sie amüsiert an, als würde er sie verspotten, doch dann begann er die Knöpfe von seinem Hemd langsam zu öffnen. Gespannt sah sie ihm zu bis er den letzen Knopf offen hatte und sich dem Stoff entledigte. Er drehte ihr den Rücken zu. Und dann schossen wie aus dem Nichts zwei weiße Flügel aus seiner Haut, spannten sich kurz und verharrten dann an seinem Körper. Er drehte sich wieder zu ihr um. „Genug Beweis?“ fragte er sie und ein Lächeln umspielte seine Lippen. Immer noch starrte sie ihn fassungslos an, bis langsam wieder ihr Verstand einsetzte und sie zu einem Nicken zwang. Die Flügel waren gigantisch mindestens drei Meter Spannweite und sie waren auch nicht ganz weiß, sondern hatten eher die Farbe einer Perle im Licht. Ihr Mund klappte auf, noch nie hatte sie etwas so schönes gesehen und auf
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Kommentare
Nella schrieb am 2009-09-18 18:26:28:
ich finde deine geschichte große klasse!! es ist total spannend und ich würde mich freuen wenn du einen fortsetzung schreiben würdest =)
jenny schrieb am 2009-03-31 13:23:48:
Ich finde es total schade, dass dies hier niemand einen Kommentar schreibt, denn deine Geschichte ist wirklich gut! Sie macht total spaß zu lesen, ich freue mich immer wieder auf den nächsten teil!:) lg
juli schrieb am 2009-03-25 22:06:01:
deine geschichte ist echt der hammer!!!
freue mich riesig auf den nächsten teil!!!!!!!!:)
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