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Kategorien > Fantasy Liebes Drama > Liebe

dreamcatcher 2

von Lille-peach

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Sie trat durch eine improvisierte Tür ins Freie. Die Sonne ging schon langsam auf, der Himmel war blutrot. Die ersten Frauen machten sich schon an die Arbeit, Kühe melken, Wäsche waschen oder so wie sie, ihre Körbe zu holen um Kräuter sammeln zu gehen. In einer Stunde musste sie zurück sein um Etienne zu wecken, damit er mit den anderen Männern zur Jagt aufbrechen konnte. Eine kleine Gruppe stand schon am Dorfrand, bereit um loszugehen, es fehlten nur noch zwei, wie ihr auffielen, sie und eine ältere Frau, die etwas außerhalb des Dorfes lebte. Sie blieb neben einer blonden Frau mit dem Namen Klara und einer schwarz haarigen, mit dem Namen Solen stehen und wartete.
Während die Minuten verstrichen wurde der Himmel immer heller, sie starrte in Richtung Westen von das Haus der fehlenden Person stand, als sie bemerkte, wie Solen neben ihr plötzlich aufgeregt zu tuscheln begann.
„Seht, was hat sie da auf dem Kopf, das sieht aus wie Ohren und unter ihrem Kleid lugt ein Schwanz hervor.“
Die drehte sich um und bemerkte, dass alle sie anstarrt. ‚Was’ hätte sie gefragt, aber als sie sich geistesabwesend über die Haare strich und tatsächlich etwas entdeckte, was dort absolut nicht hingehörte, verschluckte sie das Wort. Ohre, weiche, Fellohren standen von ihrem Kopf ab. Gestern waren sie noch nicht da gewesen, sie hatte im Fluss ihr Spiegelbild betrachtete und nichts Auffälliges festgestellt. Die Dorfbewohner hatten schon Abstand zu ihr genommen. Sie wollte etwas sagen, irgendwas, doch ihre Kehle war so trocken, dass kein Wort über ihre Lippen kam.
„Sie ist eine Gestaltwandlerin“ flüsterte jemand „Mariéve ist eine Gestaltwandlerin“
Stimmengewirr kam auf und durch die Unruhe aufgeschreckt traten nun auch Männer auf die Straße, sie alle sahen sie an. Mariéve wich zurück, ihr Herz hämmerte bis zum Hals und sie hätte schwören können es würde zerspringen, das kleine Ding, denn so viel Angst hatte es noch nie ertragen müssen.
Einer der Männer zog ein Schwert und ging langsam auf sie zu, ein weiterer tat es ihm gleich und noch einer und noch einer, bald waren es so viele, dass sie die Frauen nicht mehr erkennen konnte. Ein hoher Preis war auf den Kopf eines Gestaltwandlers ausgesetzt, solch ein hoher dass das Dorf ein Jahr lang mehr keinen Hunger leiden hätte müssen. Mariéve war klar, dass die Männer sie töten würden, doch so einfach würde sie sich nicht geschlagen geben. Sie würde kämpfen bis zum Schluss. Mit diesen Gedanken drehte sie sich um und rannte in Richtung Wald.

Mariéve schreckte hoch, es war nur ein Traum gewesen, sie war immer noch im Wald und in der Nähe des Flusses.
„Gut geschlafen?“
Sie fuhr herum, Lyonel lehnte immer noch an dem gleichen Baum wie gestern Abend.
„Ja… ja und du?“ ihr Stimme zitterte ein wenig, doch sie hoffte er würde es nicht bemerken.
„Hmh…“ grummelte er und stand geschmeidig wie eine Wildkatze vom Boden auf „Lass uns fort gehen, man weiß nie wie lange man noch sicher hier ist.“
„Ja“ sagte sie und stand ebenfalls auf.
„Kannst du nur ‚Ja’ sagen?“ er grinste sie frech an.
Sie lächelte zurück, senke jedoch ihren Kopf. „Nein“
Und ohne aufzusehen wusste sie dass er sich nun sehr über sie amüsierte, denn sein Tonfall verriet ihn. „Du bist seltsam, ich glaube es wird dir in Marques gefallen.“
„In Marques? Ist Marques die Stadt in der ihr Wassermensch lebt?“ voller Neugier blickte sie auf und vergas dabei all ihre Furcht davor dass er sie vielleicht töten wollte.
„Ja, das ist die Stadt in der wir Wassermenschen leben.“
Er warf sich den Rucksack über die Schulter und machte sich auf den Weg durchs dichte Unterholz Mariéve folgte ihm, denn was blieb ihr schon anderes übrig, denn es könnte nicht mehr passieren, als wenn sie alleine durch den Wald gehen würde.

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