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Kategorien > Love Story´s > Begegnungen

es gibt leider noch keinen titel (04)

von P. M.

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Kapitel 4

Sofie war gerade dabei ihre Sachen zum Schwimmen zusammenzusuchen. Wo hatte sie diese nur hingetan? Sie war sich sicher, dass sie sie gestern aus dem Koffer getan hatte. Zur Sicherheit schaute sie auch dort nach. Nichts. „Sofie, wo bleibst du denn?“, hörte sie David durch ihr offenes Fenster schreien, der schon draußen auf der Veranda stand. „Ich hab es gleich.“, schrie sie zurück. Ah, gefunden. Schnell zog sie sich ihren Bikini an und lief die Treppe hinab ins Freie. „Na, endlich. Ich warte schon eine halbe Ewigkeit.“, sagte David übertrieben. „Wo ist Jake?“ „Der kommt nach.“
Sie hatten ein wunderbares Wetter für ihren Ausflug an den See erwischt. Über den blauen Himmel zogen nur ab und zu, und da nur vereinzelt, kleine Wölkchen. David stellte den Picknickkorb ab und breitete mit Hilfe von Sofie die Decken aus. Beide setzten sich und blickten auf den See hinaus. „Wie geht’s dir?“, wollte David wissen. „Gut!“ Er sah Sofie an, welche nur mehr ihren Bikini an hatte. Seit er sie zuletzt gesehen hatte, hatte sie abgenommen, nicht dass sie jemals dick gewesen wäre, nein, aber jetzt war nicht mehr viel an ihr dran. „Das glaub ich dir nicht. Du hast damals schon, als wir noch Kinder waren, nur wenig gegessen, wenn es dir schlecht ging. Du bist dünn geworden.“ David sorgte sich um sie. Sie war ein so lebensfroher Mensch gewesen. Aber schon als die Beziehung mit Philipp in die Brüche gegangen war, hatte ihre heitere Art darunter gelitten und seit ihre Eltern ums Leben gekommen waren, noch mehr. Manchmal erkannte er sie kaum wieder, so in sich gekehrt, dauernd auf der Hut, sich ihre Gefühle nicht anmerken zu lassen. Es hatte sie weit mehr mitgenommen, als er vermutet hatte.

„Wollen wir schwimmen gehen? Bis Jake und Mary kommen, dauert es sicher noch ein Weilchen?“, wechselte Sofie schnell das Thema. Sie wollte sich nicht mit David über ihre Eltern unterhalten. „Da kann ich doch schlecht Nein sagen!“ Sie standen auf und gingen ins Wasser. „Da haben wir uns den richtigen Tag ausgesucht!“ meinte Sofie als sie auf dem Rücken schwimmend den Himmel beobachtete. „Schau mal wer da kommt. Haben sie es doch tatsächlich hergeschafft. Ich hätte nicht mit ihnen gerechnet, du?“, wollte David wissen. Sofie blickte in die Richtung, aus der Jake und Mary Arm in Arm kamen. Wie vertraut die beiden miteinander umgingen, als wären sie schon Jahre lang zusammen und hätten nicht nur eine Affäre. Der Anblick gab Sofie einen Stich in ihrem Herzen. Sie war die letzten Jahre, seit dem Aus ihrer Beziehung mit Philipp, sehr gut alleine klar gekommen. Sie hatte sich damals geschworen, sich nie wieder so verletzten zu lassen. Und bis jetzt war ihr das prima gelungen. Sie hatte ihre Arbeit. Doch jetzt regte sich tief in ihrem Inneren etwas, dass sie tief vergraben gewusst hatte. Sie fühlte sich einsam. Diese Erkenntnis traf sie wie ein Schlag mitten ins Gesicht. Schnell sperrte Sofie diese Gedanken aus. „Hey, kommt rein!“, schrie David den Beiden zu. Sie sah, wie sich Jake und Mary ihre Klamotten auszogen und, nur mehr ihre Schwimmsachen anhabend, auf den See zusteuerten.

„So schnell haben wir gar nicht mit euch gerechnet.“ Sofie konnte es sich einfach nicht verkneifen. „Hey, ich bin Sofie, Davids Schwester. Freut mich dich kennen zu lernen.“ „Hallo, freut mich auch. Ich hab schon einiges von dir gehört.“ Die beiden waren sich gleich sympathisch. „Ich leider nicht so viel von dir, aber das können wir ja ändern.“, sagte Sofie erleichtert, dass Mary so nett und natürlich war. Sie hatte zwar keine Ahnung, wie sie sich Jakes Affäre wirklich vorgestellt hatte, aber sie war wirklich positiv überrascht. Vielleicht hatte Joesy ja recht und es würde noch etwas aus den Beiden werden. Jake und David kamen auf die beiden Frauen zu geschwommen. Jake schlich sich von hinten an Mary heran und tauchte diese unter. Nach wenigen Sekunden kam Mary wieder an die Oberfläche. Schnell holte sie tief Luft und versuchte Jake unterzutauchen, doch der war einfach zu stark um sich von Mary unter Wasser drücken zu lassen. So ging es eine Weile hin und her. Sofie schaute ihnen eine Zeit lang zu, dann wurde ihr aber zu kalt und sie entschied sich noch ein paar Runden zu schwimmen. David folgte ihr. „Joesy hatte Recht. Aus den beiden könnte wirklich noch etwas werden.“, eröffnete Sofie das Gespräch. „Du hast schon recht. Aber vielleicht ist es gerade gut so, wie es ist.“ „Irgendwie hab ich mir Mary ganz anders vorgestellt gehabt. Nicht so einen natürlichen, offenen Menschen.“

Als nur mehr Sofie und David im Wasser waren, die beiden anderen hatten schon früher das Trockene aufgesucht, schlug David ein Wettschwimmen vor. „So unter Geschwistern. Wer schneller am Ufer ist?“ „Kannst du haben.“ Sofie machte sich bereit. „Bei drei. Eins,… Zwei,… Drei!“ Eine Zeit lang war David einen Tick voraus, doch Sofie lies nicht locker. Zug um Zug holte sie ein paar Zentimeter auf und sie kamen gleichzeitig am Ufer an. Völlig außer Atem gingen sie die letzten Meter zum Platz und ließen sich auf ihre Decke fallen. Mary und Jake jubelten den beiden zu. „Alle Achtung, Schwesterherz. Und ich hab mir noch gedacht, dass ich das locker gewinnen werde.“ „Danke, das hört man gerne.“ „Was haltet ihr von Essen? Es ist schon nach eins.“, wollte Mary wissen. „Klar!“ David packte den von Joesy vorbereiteten Korb aus. Es kamen alle möglichen Speisen zum Vorschein. Angefangen bei Obst und Gemüse, bis hin zu Wurst, Käse, Brot und Kuchen. „Mhm... sieht das lecker aus.“ meldete sich Jake zu Wort, der sich auch gleich eine Scheibe Brot mit Schinken und Käse in den Mund steckte. „Vielfraß!“, kam es von Sofie und Mary gleichzeitig, was beide zum Lachen brachte.

Es war noch ein schöner Nachmittag, den sie mit Schwimmen, Essen, Reden und Lachen verbrachten. Sofie hatte weder Zeit Trübsal zu blasen, noch an ihre Eltern zu denken. Als sie Sonne langsam an Höhe verlor, verabschiedete sich David. Schließlich musste er seine Frau und seine Tochter noch vom Krankenhaus abholen. „Kannst du mich ein Stück mitnehmen?“, fragte Mary. „Du gehst schon?“, wollte Sofie enttäuscht wissen. „Ja, ich hab noch einiges zu erledigen.“ „Klar, kein Problem!“ antwortete David auf Marys Frage. „Warte, ich bring dich.“, wollte Jake einwenden, doch Mary tat dies mit einer Handbewegung ab. „Bleib du nur hier. David fährt doch eh in meine Richtung.“ „Wenn du meinst. Ich kann aber wirklich,...“ „Nein, lass gut sein. Macht euch noch einen schönen restlichen Nachmittag. Sofie, hoffentlich sehen wir uns bald wieder.“ Verabschiedete Mary sich von ihr. „Auf jeden Fall. Ich bin ja noch ein Weilchen hier.“ Auch Jake war aufgestanden und verabschiedete sich mit einem innigen Kuss. „Komm gut, nach Hause!“

Als die beiden gegangen waren, lagen Sofie und Jake auf der Wiese und starrten jeder für sich in den Himmel, den eigenen Gedanken nach hängend. Vor Sofies Augen tauchten Jake und Mary auf. Und wieder gab es ihr einen Stich. Es war nicht so, dass sie es den beiden nicht vergönnen würde,

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Kommentare

unknown schrieb am 2011-01-30 16:21:27:
hey, wann gehts denn weiter? find die geschichte richtig klasse. lass uns doch nicht so lange warten
http//:www.top3-suche.de schrieb am 2010-03-30 19:01:03:
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Moon Dancer schrieb am 2010-03-30 11:48:24:
die geschichte ist so toll! schnell weiter schreiben=)
lg

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