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Kategorien > Love Story´s > Begegnungen

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von P. M.

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Kapitel 3 - Teil 2
Sofie und Jake sprachen kein Wort. Irgendwann fielen ihr, vor lauter Erschöpfung, die Augen zu. Zu anstrengend war der Tag, erst der Flug, dann die ganzen Erinnerungen an ihre Eltern. Es war einfach zu viel. Ab und zu blickte Jake besorgt zu ihr rüber. Er hatte sie sofort in sein Herz geschlossen. David war für ihn wie ein Bruder, warum sollte dessen Schwester nicht auch wie eine Schwester für ihn sein. Sie näherten sich dem Hauptgebäude, in dem die ganze Familie untergebracht war. Sollte ich sie aufwecken? Jake wusste nicht was er tun sollte. Er entschied sich dafür, sie schlafen zu lassen. Er stieg aus, ging um das Auto auf die andere Seite und öffnete die Beifahrertür. Ganz vorsichtig nahm er sie auf die Arme und trug sie ins Wohngebäude. Josephine kam ihm schon entgegen und hielt ihm die Tür auf. „Mein Gott, was ist denn passiert?“ Sie schlug die Hände zusammen. „Pssst…nichts ist passiert…Sie ist nur auf der Fahrt vom Krankenhaus hierher eingeschlafen und ich wollte sie nicht wecken.“ „Und ich dachte schon. … Das Zimmer im ersten Stock, am Ende des Ganges, habe ich für sie hergerichtet. Bring sie gleich nach oben.“ „Ist gut, danke Josey!“ Im Zimmer angekommen legte er sie sanft auf das Bett, zog ihr die Schuhe aus und deckte sie zu. Leise schlich er sich aus dem Zimmer, um aus dem Auto noch ihre Koffer zu holen. Als er gerade wieder die Treppe nach oben stieg, hörte er am Ende des Ganges, direkt aus Sofies Zimmer, einen Schrei. Er lies die Koffer fallen, rannte die letzten Stufen hinauf und den Flur entlang. Jake riss, ohne anzuklopfen, die Tür auf und sah Sofie schweißgebadet in ihrem Bett sitzen. „Hey, was ist passiert?“, wollte er wissen. „Nichts, nichts. Ich hab nur schlecht geträumt, es geht schon wieder.“, winkte Sofie ab. Sie wollte nicht, dass er ihr half, sie vielleicht noch bemitleidete, hatte aber immer noch die Bilder vor sich. „Nach nur schlecht träumen sieht das aber nicht aus, du zitterst ja.“ Sofie war das gar nicht aufgefallen und, so schnell konnte sie gar nicht schauen, saß Jake auch schon neben ihr. Er schnappte sich die Decke, legte sie ihr um und meinte: „Vielleicht hilft es ja ein wenig.“ „Du hast meine Koffer schon raufgetragen, …“, wechselte Sofie schnell das Thema. Sie wollte vergessen. Er nickte nur. „dann pack ich noch schnell aus und geh dann noch eine Runde joggen.“ „Es gibt bald Abendessen. Joesy huscht schon in der Küche herum.“ „Das geht sich schon aus, ich muss nur noch ein wenig an die frische Luft.“ Sofie war aufgestanden und hob den ersten Koffer aufs Bett und schlug in auf. „Wir sehen uns beim Abendessen!“ Jake war aufgestanden und war schon halb bei der Tür hinaus, als er Sofie fluchend nach ihren Laufschuhen suchen hörte. Er musste lächeln, er verstand zwar nicht sehr viel deutsch, aber ihre Worte konnte er genau einordnen.
Sofie dachte gar nicht daran ihre Koffer schon auszupacken, dafür hatte sie nun wirklich keinen Nerv. Sie musste sich unbedingt die Füße vertreten, sich nur auf ihre Schritte konzentrieren, alles andere wegsperren. Schnell schnappte sie sich ihre Sachen aus dem Koffer und zog sich um. Sie wusste nicht genau in welche Richtung sie laufen sollte. Sie entschied sich entlang der Weide zu laufen. David hatte ihr mal erzählt, dass es dort in der Nähe einen See geben würde. Vielleicht, wenn es die Zeit zulassen würde, könnte sie ja noch eine Runde schwimmen gehen. Es dauerte gar nicht lange und vor ihr erstreckte sich das Gewässer, von dem David erzählt hatte. Ruhig lag er vor ihr. Sofie ging ans Wasser, kniete sich nieder und tauchte ihre Hände in das kühle Nass. So kalt wie ich gedacht habe, ist der See gar nicht. Ich könnte es wagen. Und schon hatte sie ihre Schuhe abgestreift, zog sich ihre Sachen aus, und ging langsam immer weiter in den See hinein. Es war richtig erfrischend. Sie schwamm ein paar Längen, mit jedem Schwimmzug, den sie tat, fühlte sie sich freier. Am liebsten hätte sie gar nicht aufgehört zu schwimmen, doch auch ihr ging irgendwann die Kraft aus. Sie stieg aus dem Wasser und lies sich erschöpft auf dem Boden nieder. Es hatte ihr gut getan, nachdem langen Sitzen im Flugzeug und den ganzen Erinnerungen. Sie hatte sich vorgenommen, hier abzuschalten, und doch holte sie die Vergangenheit immer wieder ein, sogar öfter, als zu Hause. Ob es die richtige Entscheidung war, hierherzukommen? Es würde sich zeigen. Sie stand auf und zog sich an. Sie war noch nicht so weit gekommen, als sie ihn sah, mitten auf der Weide stehend und sie ansehend. Sie hatte noch nie ein so schönes Pferd gesehen. Sein Fell war dunkelbraun, seine Mähne schwarz und seine Augen, für Sofie die schönsten überhaupt. Sie blieb stehen und blickte unablässig in seine Richtung. Langsam kam er auf sie zu und als er vor ihr stand schnaubte er. „Na du?“, sie tätschelte seine Hals. Wieder schnaubte er, als würde er sie verstehen. „Ich muss leider weiter. Aber ich komm dich wieder besuchen. Versprochen!“ Sie ging weiter, und der Hengst folgte ihr, bis er nicht mehr weiter konnte. Sie drehte sich noch einmal zu ihm um. Er wieherte. Langsam ging sie weiter. Als sie nur mehr wenige Meter von dem Hauptgebäude entfernt war, kam Jake aufgeregt auf sie zu. „Da bist du ja endlich. Ich hab dich schon überall gesucht. Essen ist fertig!“ „Ihr hättet nicht auf mich warten müssen.“ „Du kennst Joesy nicht. Die hätte mich nie auch nur einen Bissen essen lassen, wärst du nicht am Tisch gesessen.“ „Dann wollen wir doch den kleinen hungrigen Jake nicht länger auf sein Essen warten lassen.“, Sofie grinste ihn an. Im Moment erinnerte er sie an einen kleinen Jungen, der unbedingt etwas haben möchte und es kaum mehr erwarten kann.
„Ich hab sie gefunden.“, meldete sich Jake, als er in die Küche trat und zog Sofie an der Hand mit. „Setzt euch, Essen steht schon am Tisch. Ich hoff, dir schmeckt es, Sofie!“ sagte Joey und deutete zum Tisch. Sie setzten sich alle drei und fingen an zu Essen, bis auf Sofie, die in ihrem Essen herumstocherte und ab und zu einen Bissen zu sich nahm. „Schmeckt es dir nicht?“, fragte Joey sofort, als sie sah, dass Sofie nicht wirklich etwas aß. „Doch, es ist ausgezeichnet. Ich hab nur keinen Hunger, im Gegensatz zu unserem Vielfraß.“ Sie schaute Jake an, der gerade eine vollbeladene Gabel in den Mund steckte. „Du solltest trotzdem mehr essen. Schau dich doch mal an. Nichts als Haut und Knochen!“ „Du übertreibst!“, widersprach ihr Sofie, und um einen letzten Versuch zu starten, von sich abzulenken, fragte sie: „Was macht ihr heute Abend noch?“ Joesy hatte den Köder geschluckt und fing an zu erzählen, dass Jake heute eine Verabredung hat. Auch fiel ihr auf, dass dieses Thema Jake nicht besonders gefiel und er ein bisschen rot wurde. Sofie konnte gar nicht anders und stieg voll auf das Thema ein. „Wow, Jake. Eine Verabredung?“ Jake wollte gerade den Mund aufmachen, um Sofie zu antworten, da fing Joey wieder an. „Ja, er trifft sich mit Mary. Das geht jetzt schon ein Weilchen so. Vielleicht wird das ja endlich mal

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