großvater
von
möhre
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Ängstlich wich ich vor ihm zurück. Mein Herz klopfte in einem Tempo, das ich nie für möglich gehalten hätte und mir war, als ob ich bald explodieren würde.Ich schämte mich so dafür, dass ich Angst hatte. Er war doch nur mein Großvater. Er gehörte zur Familie, doch jedesmal brachen die gleichen Gefühle über mir zusammen. Er hatte mir so viele Schmerzen bereitet. So kleine Dinge, die zu etwas großem wurden. Diese Panik, dass er mich wieder zwingen würde irgendetwas zu tun, zerfraß mich innerlich. Zusammengekauert saß ich in der hintersten Ecke meines Bettes und er stand direkt vor mir, sodass ich in sein Gesicht sehen musste. Meine Beine hatte ich dicht an meinen Körper gepresst, um keine Blöße zu zeigen, doch ich spürte, wie ich anfing zu zittern. Ich hätte schreien, dies alles aus mir heraus lassen können, aber ich konnte nicht. Ich wollte nicht. Er tat mir nur weh, weil er krank, weil er verrückt war. Nicht er war allein mit mir in diesem Zimmer. Nicht er war es wirklich vor dem ich Angst hatte.Nicht er war mein Großvater. Ich wünschte mir so sehr den wieder zu bekommen, der mit mir stundenlang durch den Park gelaufen war, den ich geliebt hatte. Mehr wollte ich doch nicht. Doch der Mann, der vor mir stand, war ein Monster und er würde nie wieder so werden wie er einmal gewesen war. Wann hatte all dies nur ein Ende?
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Kommentare
franke, sina schrieb am 2008-12-14 18:31:39:
unglaublich wahnsinnig. unglaublich fordernd, ungalublich real!!! soetwas gibt es heutzutage zu viel, zu haufig, finde es toll, dass du über so ein themas schreibst und hoffe, dass dir das nicht wiederfahren ist. ist dir gut gelungen, heattest es nur ein bisschen mehr ausschmuecken muessen, sodas man meint man weare selbst dabei und koennte sich vor so einem monster wie du so schoen sagt, nicht wehren.
weiter so
lg
xxx sina xxx
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