hab noch keinen titel dafür^^
von
Nora Knapstein
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1. Kapitel
Klick!
Überlaut war das Geräusch in dem dunklen Schlafzimmer zu hören.
Michael Brückner schreckte aus dem Schlaf hoch.
Was war das gewesen?
Er blickte sich im Schlafzimmer um und sah zwei Schatten, die sich langsam fortbewegten. Michael begann zu zittern. Fast in Zeitlupe glitt seine Hand zum Lichtschalter. Hell flammte das Deckenlicht auf.
Und was Michael da sah, ließ ihm fast das Herz stehen bleiben. Zwei Männer standen da in seinem Zimmer. Sie waren jung, höchstens zwanzig Jahre alt. Der eine hielt eine Pistole in der Hand und zielte auf Michael. Er hatte braune Haare und braune Augen, die so eiskalt auf Michael herabblickten, dass er Gänsehaut bekam.
Der andere Mann hatte blonde Haare und blaue Augen. Er lehnte lässig am Türrahmen und hielt einen Notizblock mit Bleistift in der Hand.
"Was wollt ihr?" schrie Michael instinktiv.
Der Blonde grinste. "Los, Toni, " sagte er, "dein Job."
Mit Toni war wohl der mit der Pistole gemeint, denn der trat jetzt einen Schritt vor und begann zu reden. Die Pistole richtete er immer noch auf Michael.
"So Brückner. Du weißt, was wir wollen. Die Infos!"
Michael wusste sofort, was er meinte. Er arbeitete für einen Drogenboss und hatte auf der Straße Informationen über einen geplanten Anschlag auf die Kanzlerin aufgeschnappt. Man hatte ihm viel Geld dafür geboten, doch er behielt sie für sich. Don Juan hatte nun Toni und seinen Partner geschickt, um ihm die Infos zu besorgen.
"Schieß los!" fuhr Toni Michael an. Dieser begann in Todesangst zu singen wie ein Vogel.
"Ihr lasst mich am Leben, wenn ich es euch sage, oder?"
Toni antwortete nicht.
"Gut, gut. Ich sag es euch. Die Leute von einer großen Widerstandsgruppe gegen unsere Politik, ich weiß den Namen nicht, planen am 12.06. einen Bombenanschlag auf das Haus der Kanzlerin."
Michael duckte sich, da er einen Schuss erwartete.
Toni drehte sich zu seinem Partner um und fragte ihn: "Alles notiert, Elliot?"
Der Blonde nickte.
"So." sagte Toni und schritt im Zimmer auf und ab.
"Gewünschte Todesart?" fragte er Elliot. Dieser blätterte in seinem Notizbuch und antwortete: "Kopfschuss, genau zwischen die Augen, bitte."
Michael versuchte, während Elliot redete, ganz langsam aus dem Bett aufzustehen. Doch noch bevor er richtig stand, drehte Toni sich um du schoss dem erschrockenen Mann genau zwischen die Augen. Er musste nicht einmal zielen. Toni beherrschte die Pistole wie kein Zweiter.
Toni und Elliot ließen die blutüberströmte Leiche von Michael Brückner einfach liegen und machten sich aus dem Staub.
2. Kapitel
"Sauberer Schuss, Toni." Lobte Elliot seinen Partner und besten Kumpel auf dem Weg in die Stadt. Toni lächelte. Die beiden waren auf dem Weg in ihre Lieblingsbar in Jakht. "Zum Henker“ hieß diese und lag mitten im Stadtzentrum.
Elliot steuerte einen Platz an der Bar an, Toni folgte ihm. Die beiden bestellten sich heute Tequilla mit Orangensaft bei der Bedienung Anita.
"Na, Jungs, wie war der Auftrag heute?" fragte sie beim Servieren der Getränke.
Toni blockte ab. Er wurde nicht gerne auf seine Arbeit als Profikiller bei der IKE angesprochen.
"Lief alles glatt!" antwortete Elliot der Bedienung. Diese verzog sich dann auch wieder.
"Prost." Murmelte Toni und kippte fast den ganzen Drink auf einmal runter. Elliot nahm nur einen Schluck.
Elliot wollte etwas sagen, doch das Klingeln von Tonis Handy unterbrach seinen Ansatz. Toni nahm das Handy aus der Hosentasche und schaute auf das Display.
"Es ist Denzel." Erklärte er Elliot. Dann meldete er sich. "Ja?"
"Ich bin es, Denzel. Wie lief es? Wart ihr schon beim Don? Er wartet auf die Infos. Holt auch gleich euer Honorar bei ihm ab, ja?"
Ohne eine Antwort abzuwarten legte Denzel auf. "Was ist denn mit dem Chef los?" fragte Toni sich laut.
"Wir sollen zum Don, richtig?" fragte Elliot. Toni stand auf und nickte. "Na dann mal los!" rief Elliot und trank schnell den Tequilla aus. Toni ließ seinen Rest stehen.
3. Kapitel
„Ah, die Herren von der IKE.“ begrüßte Don Juan seine beiden Gäste. „Setzt euch!“ forderte er sie auf. Elliot nahm in einem der bequemen Ledersessel vor dem Schreibtisch des Dons Platz, Toni blieb stehen.
„Wir haben die Infos. Hier.“ Elliot schob dem Don einen Zettel zu. Im Gegenzug erhielt er 20.000 Euro.
„Vielen Dank, Don Juan. Melden sie sich mal wieder, wenn sie einen Auftrag haben.“
So verabschiedeten Toni und Elliot sich und fuhren ins Hauptquartier Nord der IKE. Es lag außerhalb der City Jakht, im Industriegebiet.
Elliot fuhr ihren Wagen, einen metalicfarbenen Ford. Ein einfaches Auto, das aber seinen Zweck erfüllt. Elliot war mit neunzehn Jahren der ältere der beiden und hatte bereits einen Führerschein. Toni war erst siebzehn Jahre alt. Trotz Führerschein fuhr Elliot manchmal wie eine besengte Sau. Besonders jetzt, wo er schon was getrunken hatte. Toni störte sich nicht daran, er hatte keine Angst, einen Unfall zu bauen.
Angst?
Dieses Gefühl kannte er gar nicht.
Als sie am Hauptquartier Nord ankamen, regnete es. Toni stieg aus dem Wagen aus und lief ein Stück durch den Regen. Er mochte Regen. Er erinnerte ihn an die Tränen seiner über einhundert Opfer. Wie sie heulend um Gnade winselten und dann doch starben.
Nach einer kurzen Fahrt mit dem Aufzug standen sie schon in Denzels Büro. Es war groß und rustikal eingerichtet. Denzel saß an seinem vollgestellten Schreibtisch und blickte seine beiden Profikiller prüfend an. „Ach, es regnet?“ lacht er bei ihrem Anblick. Elliot lächelte unsicher. Er hatte großen Respekt vor dem Boss. Toni reagierte gar nicht. Er stand nur so da. Trotzdem sah er unglaublich cool aus. Er knallte Denzel die 20.000 auf den Tisch. Denzel lächelte.
„Damit können wir locker deinen Führerschein bezahlen.“
Toni blickte ihn geschockt an. Er zeigte mit dem Finger auf Elliot und rief: „Wozu hab ich den da? Der fährt doch immer!“ Elliot bekam gar nichts mehr mit. Er lächelte nur blöd. Schon eine kleine Menge Alkohol haute bei ihm richtig rein.
„Toni, ich werde euch zwei Mal eine Weile auseinander arbeiten lassen. Ihr seid zu sehr auf den anderen fixiert. Das muss sich ändern.“
Toni zog eine Schnute.
„Am Montag, das wäre der neunte Juni, beginnt deine erste Stunde in der Fahrschule. Sei pünktlich um sechzehn Uhr in „Peters Fahrschule“ auf der Heuserstraße dreizehn hier in Jakht.“
Denzel gab Toni und Elliot noch je 3000 Euro Gage von dem Geld Don Juans, bevor er sie nach Hause schickte.
4. Kapitel
Nervös stopfte Amy sich eine Hand voll Popcorn in den Mund. Gebannt und mit großen Augen starrte sie auf den Fernseher. Es war abends um 22.30 Uhr und sie war alleine zu Hause. Sie schaute sich gerade einen sehr spannenden Horrorfilm an. Ein Werwolf war gerade auf der Suche nach seinem nächsten Opfer. Im Wald näherte er sich keuchend einem jungen Pärchen, das küssend auf einer Bank saß.
„Nein, passt doch auf!“ schrie Amy und klammerte sich an ein Kissen.
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