ich bin allein
von
LuzVerde
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aber viel Zeit hat sie heute Abend leider nicht. Hat gleich noch eine Verabredung mit einem Mann. ,,Und was machst du heute Abend noch so?‘‘ ,,Ich gehe gleich noch mit ein paar Leuten feiern‘‘. Ich gehe nach Hause. Leere. Einsamkeit. Ich gehe zum Kühlschrank und hole eine Flasche Vodka, lasse mich auf den Boden fallen. Ich trinke einen Schluck, mir wird schlecht. Ein gutes Gefühl, wenn Körper und Seele sich endlich gleich fühlen. Im Einklang sind. Eine kranke Seele wohnt in einem gesunden Körper. Ich nehme noch einen Schluck. Und noch einen. Die Schmerzen töten. Ich spüre wie ich weine. Es bricht aus mir heraus. Erst ist es nur ein Wimmern das ich wahrnehme, dann ein richtiges Schluchzen. Verzweiflung. Alles bricht aus mir heraus, brodelt unter der Oberfläche hervor. Ich liege auf dem Boden. Erniedrigt. Die Vodkaflasche ist noch zur Hälfte gefüllt. Oder halb leer? Ich entscheide mich für halb leer. Die Wirkung des Alkohols breitet sich in meinem Körper aus. Wie eine wohltuende Decke die mich betäubt. Mich schmerzlos macht. Was der Alkohol mit meinem Körper macht weiß ich ja. Ich habe es ja alles gelernt. Ich habe viel gelernt, ich wollte ja etwas erreichen.
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