"kennen wir uns nicht...?"
von
k.r.h.
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Manchmal passieren Dinge, da glaubst du nicht, dass sie wahr sind, du glaubst nicht, dass es kein Traum war und noch weniger glaubst du, dass du Hauptperson dieses Erlebnisses warst.
So war es auf jeden Fall bei mir, als ich vergangenen Winter überraschenderweise meinen besten Kumpel aus dem Kindergarten wiedertraf und feststellen musste, dass er a) verdammt gut aussah
b)fesselnde blaue Augen hatte und c) immer noch genau so witzig war wie im kindergarten.
Ich war auf den Weg in die Stadt, wintershopping lag mir nicht besonders, deswegen musste ich es schnell hinter mich bringen.
Es schneite nicht, typisch Hamburg, im Dezember schneite es NIE, es war aber eisig kalt und ein stürmischer Wind trieb mich fast in die Elbe (okay, ein kleines bisschen übertrieben...), als ich am Hauptbahnhof aus der U1 ausstieg und mich auf den Weg zu New Yorker, H&M und Co machte.
Bei New Yorker wäre ich beinahe fündig geworden, hätte mir die Tussi mit den schlecht blondgefärbten Haaren ihn mir nicht vor der Nase weggeschnappt und hämisch gegrinst. Ich meine, so schööööön war der Pulli nun wirklich nicht, aber er kostete nur 10 € und sah dafür echt schick aus...
Bei H&M stieß ich wieder mit ner Menge irgendwie identisch aussehender Stylertürken zusammen, die sich alle (wirklich alle!!!!) diese gestreiften Kapuzenjacken in BRAUN-GELB oder Schwarz-Grau holten und sich unheimlich toll vorkamen. Auch bei H&M sah alles so gleich aus und wenn ich ein Teil nahm, kam eines dieser Mädels, die den absoluten H&M-style haben und nahm sich dasselbe, dass ich lieber doch ein anderes nahm...
Total mies drauf stapfte ich erst mal zu Burgerking und holte mir einen extra großen Erdbeermilchshake, stöpselte mir meine Ohrhörer in die Ohren und flenzte mich auf den besten freien Platz im oberen Stockwerk.
Musik macht mich schnell wieder happy. So war es auch diesmal und als sich dann dieser echt hot aussehende Typ an den Tisch setzte, die Sonne durch das Fenster schien und mein Oasissänger mir ins Ohr sang, that i´m his wonderwall, grinste ich nur und schlürfte weiter meinen Milchshake.
Mein hotter Sitznachbar schien etwas zu sagen, denn seine Lippen bewegten sich und er starrte mich mit seinen blauen Augen an. Diese Augen...desto länger ich hinein schaute, desto mehr schien ich zu versinken und zu denken, dass da etwas war, dass ich nur allzu gut kannte.
Also drehte ich OASIS den Hahn ab und widmete mich meinem Nachbar.
" Sag ma,sorry, aber ich glaub ich kenn dich irgendwo her!" Hmm,schlechte Anmache oder Wahrheit?
"Ja, du kommst mir irgendwie auch bekannt vor!"
Ich grinste und er grinste auch. Wir beide wussten, dass es nur zur Hälfte stimmte...
"Ok, dann erzähl mal was über dich, vielleicht kenn ich dich ja!"
Er lehnte sich zurück und knackte seine Finger. Das Fingergeknacke...oh mein Gott!Ich hasste es wirklich...
"Also, ich heiße Adrian, bin 15 Jahre alt und wohne mit meiner Familie in Bramfeld!"
Bramfeld.
"Ja, sicher! Ich auch!", rief ich begeistert und schämte mich sofort. Bei ihm ging ich ja gnadenlos ab! Wenn er in Bramfeld wohnte und ich auch, vielleicht kannten wir uns vom Sehen?????
"Du sag mal, ich bin hier um zu shoppen und macht es dir vielleicht...was a..aus wenn du mich begleitest?"
Das würde schief gehen, alles viel zu schnell...viel zu schnell...
"Ja, auf jeden Fall, also ich meine ich komme gerne mit, such noch nen geschenk für meine sis!"
Wir standen auf, mann-o-mann, der war aber groß und verließen Brugerking.
Mein Herz schlug schnell gegen die Rippen und ich lächelte ihn kurz an.
Er trug Converse-Chucks und hatte das schönste Lächeln der Welt.
Obwohl wir uns kaum kannten, oder taten wir es bereits(?) benahmen wir uns wir alte Freunde.Obwohl wir nichts wussten über einander außer Namen ud Wohnort besaßen wir den gleichen Humor, den gleichen Geschmack, naja fast, ich mochte halt auch Boxershorts!!!
Es war fast umheimlich. Aber schön unheimlich!
Und als wir am Ende des Tages beide mit drei Tüten, einer Dönertüte und alberner Laune in die U1 Richtung Großhandsdorf stiegen, war es wie ein Traum, wie ein Film, der gleich zuende war und wie ein Anfang der gleich das Ende war.
In Farmsen stiegn wir beide aus, beide in den 27 und als wir uns verabschiedeten, umarmte er mich und drückte mir ein kurzen Kuss auf den Mund, der mein Herz zehnfach höher springen ließ.
Das wirklich merkwürdige dieser Geischichte war allerdings, dass ich am nächsten Morgen aufwachte, keine Tüten vorhanden waren, ich nie in der Stadt gewesen war und es Montag war. Sonntags waren die Geschäfte ja immer geschlossen!
Bitter enttäuscht und doch irgendiwie sicher, dass das alles kein Traum gewesen war, kurvte ich auf meinen alten Ommabike zur Schule und hörte mal wieder OASIS, der mir wiedermal versprach dass ich sein WONDERWALL sei!
So passte ich nicht auf und prallte geradewegs gegen eine Parkbank (hey, das kann JEDEM mal passieren!).
Es tat weh und ich war schlechter als schlecht gelaunt. Dann blieb mein Blick an etwas blauem hängen, etwas das aussah wie ein Portmonaiee.
Finderlohn..schrie es mir entgegen, war ich nicht geldgeil? Als hob ich das Portmonaiee auf und sah geradewegs in blaue Augen, die zu einem süßen Gesicht gehörten, und das wiederum zu einem Personalausweis.
"Adrian Busch, boah, der wird heute 16...bramfeld...", murmelte ich und dachte ich würde mich verlesen. Und während ich das las, sah ich den Typen aus meinem Traum und einen Adrian Busch aus dem Kindergarten und einen Adrian, der mir danken würde, wenn ich ihm sein Portmonaiee zurückbringen würde.
Es gibt Zufälle im Leben-
und es gibt das Schicksal!
Ich glaub an beides nicht, aber ich glaube an das Glück!!!
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Kommentare
anna-malina@t-online.de schrieb am 2007-07-05 17:27:03:
also ich finde die Geschichte gut gelungen... ich bin zwar kein experte aber mir hat die Geschichte sehr gut gefallen!^^^dickes Lob an dich- mach weiter so....
SchaumbadSarah schrieb am 2007-05-08 20:09:47:
Du hast gute Ideen und auch Humor, aber an der Umsetzung hapert es noch ein wenig. Bedenke, dass nicht alle Leser deinen Geschmack teilen und dass du zwar deine Vorlieben hervorheben kannst, aber andere Menschen nicht unbedingt beleidigen solltest. Viele Stellen wären durch eine andere Wortwahl und einer anderen Satzbau besser rüber gekommen. Nichts desto trotz find ich deine Geschichte sehr niedlich, die Idee und die Pointe am Schluss. Allerdings solltest du vielleicht nicht allzu viele Andeutungen im Verlauf der Geschichte machen, sonst ahnt man es schon... Schreib weiter, du scheinst sehr kreativ zu sein!
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