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kugel des bösen IIa

von manfred stiller

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Die siebte Kugel des Bösen IIa
Die Jahre vergingen schnell und Anne und Max hatten sich unendlich lieb. Und da er ein tüchtiger Waldmann und ein schusssicherer Jäger war, war wohl nichts gegen ihn einzuwenden.
Die sieben Jahre waren fast um und das Glück von Max fraß den schwarzen Jäger fast auf. Aber es gelang ihm sich zu verstellen, sodass Max ihn nichts anmerkte.
Es war Frühling und das große Schützenfest stand bevor. Es galt fast als sicher, dass Max der strahlende Sieger werden würde. Alle Schützen und Jäger von weit her hatten sich versammelt, so dass sie nicht zu unterschätzen waren. Und der große Konkurrent war natürlich der schwarze Jäger. Und da er nur noch eine Freikugel hatte, machte er sich mitten in der Nacht wieder auf den Weg in die grausige Wolfsschlucht, den teuflischen Schmied suchen. „Sag‘ mir Schmied, kannst Du auch Kugeln gießen, die ihr Ziel niemals erreichen?“ „Das ist einfach. Quecksilber ist ein flüssiges Metall, wenn ich das unter das Blei mische, zerplatzt die Kugel nach dem Lauf zu feinem Dampf.“
Im vollen Trubel des Schützenfests war es dem schwarzen Jäger leicht die Kugeln von Max zu vertauschen. Viele Schützen hatten schon ihr bestes gegeben. Aber dann ging Max siegesgewiss an den Schießstand. Mit seiner ruhigen Hand und dem scharfen Auge konnten sie nicht mithalten. Schuss, Dampfwolke und --- nichts! Nicht einmal den Rand der Zielscheibe getroffenen., erstauntes Raunen unter den Zuschauern. „Na ja, einmal ist keinmal.“ Zweiter Schuss, Rauchwolke--- wieder nichts. Die Zuschauer lachten ihn aus und fingen an zu spotten. „Aber jetzt, jetzt gilt es, der dritte Schuss muss sitzen.“ Schuss, Knall und Rauch-nichts! Johlen und Spott der ganzen Festgesellschaft. Traurig verließ er das Fest. Er konnte sein Unglück gar nicht fassen. Als das Fest zu Ende ging, traf er den schwarzen Jäger. „Na, was war denn mit Dir heute los, kein Zielwasser getrunken?“ „Wie verhext und das Schlimmste ist, in einer Woche muss ich vor dem Fürsten den Prüfungsschuss ablegen, wenn ich den verpass kann ich nicht Anne heiraten und auch nicht Förster werden.“ „Nimm mal mein Gewehr, das geht viel besser. Kannst Du den Adler hoch oben sehen? Versuch‘ ihn zu treffen.“ „Der ist doch viel zu weit oben, kein Mensch kann den treffen, kein Schuss geht so weit.“ „Nimm‘ mein Gewehr und schieß! “ Knall, Rauch, der Adler schreit auf und stürzt getroffen ab. – „Wie ist das möglich? Kein Schuss geht so weit.“ „Das war eine Freikugel, wenn Du willst helfe ich Dir welche zu gießen. Dann schießt Du den Probeschuss sicher, selbst mit verbundenen Augen.“
In der nächsten Nacht machte sich Max mit dem schwarzen Jäger auf den Weg zur Wolfsschlucht. Niemanden hatte Max etwas verraten, nicht einmal Anne. Wenn er den Prüfungsschuss vertun würde, wäre all sein Glück entzwei.
Die Wolfsschlucht lag einsam im Nebel, aus der halbverfallenen Hütte stieg dichter schwefelgelber und pechschwarzer Rauch auf. „Ich hab‘ Euch schon erwartet“ und zum schwarzen Jäger, „ist das der, den Du mir bringen wolltest?“ Mit dem schwarzen Jäger hatte der teuflische Schmied schon beratschlagt wie er Max kriegen konnte. Die siebente Kugel sollte verhext werden und Anne treffen. Dann hätte sich der schwarze Jäger an ihr gerächt und Max würde als Mörder hingerichtet werden. Den Platz des Försters würde der schwarze Jäger bekommen und der Teufel Max.
So mischten sie nun Feinsilber in das flüssige Blei und Max musste sein Blut hineintropfen. In die siebente Kugel aber gab der schwarze Jäger noch das Blut von Anne ’s weißer Taube und einen Faden aus ihrem Brautkleid. Ohne dass Max etwas davon bemerkte. Im Morgengrauen waren die silbrigen Kugeln erkaltet. Die Esse war leer und die Schmiedehütte machte den Eindruck, als sei seid Jahren niemand mehr hier gewesen.

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Kommentare

manfred stiller schrieb am 2011-09-22 11:02:49:
weiter bei: Die siebte Kugel des Bösen II
manfred stiller schrieb am 2011-09-22 11:02:30:
weiter bei: Die siebte Kugel des Bösen II

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