leider titellos
von
natalie repper
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Es war von Anfang an so klar. Wir wussten wie du enden würdest, wir haben es gesehen auf riesengroßen Abbildungen, die du nicht wahr zu nehmen schienst. Deine primitive Selbstüberschätzung, deine naive Denkweise bedeuteten den Absturz. Hattest Pläne und Hoffnungen. Jetzt hast du vernarbte Löcher und Knoten in den Armen. Jetzt trägst du blutgetränkte Shirts. Taubenkotze. Dein neues Parfum. Wie ich dich beneide, um deine nichtgelebte Existenz, um deine künstlich hervorgerufene Ruhe. Scheiße, nie gabst du mir die Möglichkeit mich bei dir zu bedanken. Gedanken klatschen auf harten Beton. Ich sage danke. Danke, für die nicht beabsichtigte Erweiterung meines Blickfeldes. Ich weiß jetzt, dass es einen gewissen Tiefpunkt gibt, von dem man nicht mehr hoch kommt. An dem jede noch so schmerzhafte Bemühung umsonst ist, dich quält, Gedärme zerquetschend. Du atmest dir dein Gehirn aus dem Kopf. Die Lieblingsbücher deiner Kinder würdest du rauchen, um high zu werden.
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