liebe am fuße des eifelturms
von
möhre
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Es war ein lauer Herbstnachmittag. Léa zog ihren Mantel enger um sich, denn der sachte Wind, der ihr um die Nase strich, ließ sie frösteln. Sie wartete nun schon seit 20 Minuten am Fuße des Eiffelturms, ohne die Aussicht auf ein baldiges Ende. Ungeduldig trat sie von einem auf den anderen Fuß. Es war eine Schnapsidee gewesen hierher zu kommen. Sie hätte auf ihre Freundin hören und sich mit ihr einen netten Film anschauen sollen. Anstatt vergeblich auf einen Kerl zu warten, den sie nur aus dem Internet kannte und nun stand sie sich die Beine in den Bauch. Nie hätte sie gedacht, dass sie einmal so verzweifelt nach Liebe suchen würde. Noch vor ein paar Wochen war sie so glücklich gewesen mit ihm, doch das war nun vorbei. Die Zeit verstrich und niemand schien sich für sie zu interessieren. Als sie sich endlich zum Gehen wandte, stieß sie mit einem jungen Mann zusammen. "Passen sie auf wo sie hintreten, Monsieur." Doch als sie aufblickte, verflog all ihr Ärger. Sie sah nur noch die dunkelgrünen Augen vor ihr und vergaß die Welt um sich herum. Nur noch er allein war wichtig. Wie von selbst näherte sich ihr Gesicht unaufhaltsam den Lippen ihres Gegenübers. Plötzlich wurde sie zu Boden gerissen und der Moment war vorbei. Neben ihr lag ein kleiner Junge. "Entschuldigen Sie, Madame." Schnell rappelte er sich auf und rannte davon. Als sie sich wieder aufrichtete war der junge Mann verschwunden. Sie blickte sich um, doch nur in weiter Ferne erkannte sie dieses eine Gesicht, das sie nie wieder vergessen würde. Einen letzten Blick erhaschte sie von der Liebe ihres Lebens, bis er in der Menge für immer verschwand.
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