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Kategorien > Aus dem Leben > Alltag

schwärze...

von Debbie

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Schwarz war der Himmel, schwarz war das Meer, schwarz war meine Seele. Schwärze wohin ich auch sah, nirgends war ein Licht zu erblicken. Nirgends ein heller Streifen am Horizont. Ich stand da und wusste, was ich getan hatte konnte ich nie wieder gut machen. Ich war eine Mörderin.

Es war ein schwarzer Tag und ich stieg in mein schwarzes Auto und fuhr die schwarze Teerstrasse herunter. Ich sah die schwarze Gestalt zu spät, die hastig die Strasse überquerte. Bremsen quietschten, ein markerschütternder Schrei, Stille.

Alles um mich herum war schwarz, ich hörte Geräte piepsen. Langsam öffnete ich die Augen. Was war passiert wo war ich? Ich blinzelte. Alles war weiss, weiss wie Schnee. Geblendet schloss ich dich Augen. Ich spürte einen sanften Hauch von kühler Frühlingsluft an meiner Nase kitzeln, als jemand das Zimmer betrat.
„Wie geht es ihnen?“, sagte eine fremde Stimme. Ich versuchte etwas zu sagen, doch mein Mund war ausgetrocknet meine Stimme versagte. Plötzlich wusste ich wieder alles. Erinnerte mich an die schwarze Gestalt, an den Schrei, an die Stille. „Wo ist die schwarze Gestalt?“, brachte ich mühsam hervor. Ich weiss nicht wen sie meinen, antwortete die fremde Stimme entschuldigend.
„Ich hatte einen Unfall, stellte ich mit heiserer Stimme fest, ich habe jemanden angefahren. Wie geht es dieser Person?“, fragte ich entschlossen eine Antwort zu bekommen. Die fremde Stimme räusperte sich: „Es war ein junger Mann!“ „Was ist mit ihm?“, rief ich und meine Stimme hatte schon einen erstaunlich festen Klang. „Der junge Mann hat sich sehr schwere Verletzungen zugezogen und ist noch an der Unfallstelle verstorben!“, antwortete die Stimme sanft. Ich schlug die Augen auf. Das weiss blendete. Die adrette Schwester in ihrem weissen Gewand, das weisse Zimmer, die weisse Bettdecke, alles erschien mir so unwirklich. Entsetzen breitete sich in mir aus. Ich war eine Mörderin, ich hatte ihn umgebracht. Einen jungen Mann, der noch sein ganzes Leben vor sich gehabt hätte. Ich wollte mich aufsetzen, aufstehen, davonrennen. Doch ich war zu schwach ich konnte mich nicht bewegen. „Kann ich noch irgendetwas für sie tun?“, fragte die Schwester leise. Ich sagte nichts. Blieb einfach liegen, die Augen geschlossen, der Körper vor Schreck gelähmt. Ich hörte wie die Schwester das Zimmer verliess. Ein schluchzen entschlüpfte meiner Kehle. Dann ein Schrei, ich hörte wie jemand schrie und schrie, bis ich merkte das ich es war. Ich spürte wie sich jemand näherte, doch ich schrie weiter, ich wollte nichts hören, wollte es nicht wahrhaben, dass ich eine Mörderin war. Ich spürte ein feines Stechen in meinem Arm, spürte wie mich eine unsägliche Müdigkeit übermannte. Ich schloss die Augen und versank in der unendlichen schwärze meiner Seele.

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Kommentare

Debbie an sternenkind schrieb am 2006-05-19 08:52:47:
Ciao...danke für deinen kommentar..ich freue mich immer wenn ich einen kommentar entdecken kann um meinen schreibstil zu verbessern...
angelika (sternenkind) schrieb am 2006-05-16 13:49:55:
Sehr interessant geschrieben, die frage die sich stellt ist noch interessanter! MAnche formulierungen haben mir nicht ganz gefallen aber im allgemeinen. "nett und unterhaltend" zum nachdenken.

lg sternenkind

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