ununterbrochener Alltag
von
Bleistift & Radierer
1
7:25 Uhr
Während ich ganze 10 Stockwerke hinunterrenne, bemerke ich, dass in meiner Jacke meine Armbanduhr steckt und ziehe sie hastig an. Beinahe wäre sie über den Treppengeländer gerutscht und ganze 20 meter runtergefallen, aber im richtigen moment rette ich sie mit meiner eleganten Fangtechnik. Ich überfliege die Zeiger auf meiner Uhr und lege noch einen Zahn zu.
Ich beschleunige weiter und bin im 6. Stock, daraufhin im 5. stock, danach im 4. Stock, danach im 3. Stock, danach im 2. Stock. . . ich verschnaufe kurz und klammer mich am Geländer fest . . .
danach im 1. Stock und schließlich übersehe ich die vor - vorletzte Stufe und komme ins trudeln.
Zum Glück reagiere ich rechtzeitig und bremse den Sturz m it meinem linken Elbogen, um meiner Uhr ein paar üble Kratzer zu sparen.
Ich rappel mich neben dem, neben der Treppe abgestelltem, Sperrmüll auf und und begüß meinen geliebten, am Straßenrand abgestellten, Panda.
Leider springt dieser geliegte Panda nur gelegentlich selten und häufig nie an, da dieses Model mindestens so alt ist wie die die Entdeckung des Rads.
Noch dazu komme ich jetzt ins grübeln ob das Rad eigentlich eine Endeckung oder eine Erfindung war.
Also einige ich mich darauf, dass das Rad eine Erfindung war, das Feuer eine Entdeckung war und der tägliche Gang zur Arbeit ine Exekution ist.
Da der Tank voll ist komme ich zum Schluss, dass die Autobatterie alle ist und ich versuche zu improvisieren (so ähnlich wie der Schreiber gerade versucht sich etwas auszudenken).
Es ist natürlich blöd, aber ich renne wieder den ganzen Weg nach oben und überlebe dies, indem ich auf jeder Etage eine halbe Minute Pause mache.
Ich hole drei Batteriepackungen und eine Rolle Kupgferdraht aus meiner Wohnung und bemerke in der hektik nicht, dass meine Armbanduhr lose an meinem Handgelenk hängt.
Zu spät bemerke ich wie beim Hnabsteigen der Treppe die Uhr runter rutscht und in die endlose Tiefe des Wohnblocks stürzt.
Sie fällt 2 meter ... 4 meter ... 8 meter ... 16 meter ... sie fällt noch immer weiter ... das scheint ja gar kein Ende zu nehmen ... wie lang dauert das denn noch bis da etwas aufschlägt und überall verstreut Trümmerteile mit hohem Wert liegen?
Verdutzt laufe ich mit Affentempo nach unten, von den vier Pausen mal abgesehen, und suche auf dem Boden meine verlorengegangene Uhr im spärlichen Licht.
Erleichtert finde ich sie auf einer ausgefranzten Couch ohne jeglichen Kratzer oder sonstlicher Manufraktur. Uberglücklich schnappe ich mir dieses nervige Ding, bemerke aber, dass einpaar grüne Papierbündel aus der Couch hervor gucken. Ich reiße das obere Kissen weg und entdecke zu meinem Erstaunen dutzende weiterer slocher Bündel.
Ich denke in Rhe nach und komme letztendlich zum Schluss das es sich um Geldscheine handelt. Nicht aber um Blüten sondern um richtiges Moos, wahrer Zaster, wirkliche Mäuse, unverwechselbare Piepen, eine totale Kathastrphe.
Dieser Tag ist einfach nur zu viel für mich und ich packe schließlich alle 13 Büdel in meine Jacke wodurch ich noch korpulenter zu wirken schien.
So gelassen wie möglich und mit absoluter Unauffalligkeit rase ich zurück zu meinem Fiat und öffne die Haube um meine improvisierte Idee in die Tat umzusetzen.
Mit voller Konzentration reiße ich die Packung der Batterien auf und und befestige sie mit Klebeband an den Kontaktstellen der Autobatterie. Um einen Stromkreis zu erzeugen verbinde ich alle Kontaktstellen der Batterien mit dem Kupferdrahtund und bin größter Hoffnung, dass der Motor diesmal anspringen wird.
Und tatsächlich springt dieser beim ersten Anlauf an doch ich schrecke auf als ich bemerke, wie jemand in dem Woh block eintritt und sich vorher vorsichtig umblickt.
Mich scheint er wohl nicht zu sehen, was aber vielleicht auch daran liegen könnte, dass die Autoscheiben völlig verdreckt sind und mein Auto eingequetscht zwischen einem Lastwagen und einem Dodge RAM ist. Ich versuche also vorsichtig aus der Parklücke herauszufaheren und habe nach 10 Vor - und Zurückbewegungen eine Drehung von 45° erreicht.
Zu meiner schlimmsten Befürchtung stößt der geheimnisvolle Mann die Eingangstür bestürzt auf und blickt sich hastig um und ich habe leider noch immer das dumpfe Gefühl als hätte ich mich in eine Angelegenheit eingemischt, die meine Ankunft zur Arbeit etwas verzögern könnte.
Schließlich bemerkt er mich doch noch und rennt mit wutentbranntem Gesicht in meine Richtung. Ich gebe mit quietschenden Reifen Vollgas, der Motor ist verrostet und die Reifen waren im Sonderangebot, und tukere durch die düstere Gasse um mein Leben. Das Limit auf der Straße liegt zwar bei 45 mph, aber diese verrostete Klapperkiste kann nach so einer frostigen Nacht sowieso nicht mehr herausbringen. So muss dieser Typ sich nicht groß anstrengen um mit mir schrittzuhalten. Während er mir nachläuft erkenne ich, wie er ein Gerät aus seiner Tasche holt und mit jemanden komuniziert. Der einzig wichtige Gedanke der mir durch den Kopf spukt, ist wieso ich eigentlich das Geld eingesteckthatte und warum der Kerl so sicher ist, dass ich das Geld habe.
Hektisch öffne ich das kleine Schränkchen neben meinem Kockpit und kann die Entdeckung selber nicht glauben . . .
PS: Und die Moral von der Geschicht, die Logik hier ist meist schlicht.
(kann schon sein, dass diese Geschichte nicht zur Kategorie Alltag passt, aber deswegen gibt es ja die Überschrift "Improvisationen"
Fortsetzung: 7:59)
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