vergangenheit verloren
von
mell
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Wenn die Vergangenheit zum Rätzel wird
Prolog
Ich erinnere mich an Garnichts. Was passiert ist, ist mir nicht klar. Ich weiß nur noch eines: Ich bin Melody. Ich bin 15, aber an mehr kann ich mich nicht erinnern.
Aber Moment mal. Da ist noch etwas, an das ich mich erinnere.
Meine Familie, sie ist verschwunden, einfach so.
Es war Vollmond, das weiß ich noch.
Wo ich gerade bin weiß ich auch nicht.
Es ist so still hier und alles ist weiß. Wo bin ich? Wo hat man mich hingebracht? Und was ist mit meiner Familie?
Und was ist das? Gitter vor den Fenstern?
Wurde ich eingesperrt?
Ich versteh nicht was passiert ist.
Kapitel 1 Das wahre Leben
Sie lag da und schaute schon eine ganze Weile lang an die Decke. War da etwas Besonderes?
Nein, die kleine, die vor ein paar Tagen eingeliefert wurde war nur durcheinander.
Sie war vor 5 Tagen gekommen und hatte kein Wort gesagt.
An ihrem Gesichtsausdruck, erkennte man die Angst, die sie vor uns hatte.
Keiner von uns wusste wie man ihr helfen konnte und keiner sprach sie an.
Ich lief ein paar Schritte weiter ins Zimmer, bis ich an ihrem Bett stand.
Sanft streichelte ich ihren Arm.
Sie zuckte nur zusammen und schaute mich ängstlich an.
„Ich werde dir nichts tun, du brauchst keine Angst zu haben. Wir wollen dir nur helfen.“, flüsterte ich leise.
Die Kleine öffnete den Mund und flüsterte mit heiserer Stimme: „was wollen Sie von mir?“
„Wir wollen dir helfen. Du brauchst keine Angst zu haben.“
„Wissen Sie was mit meiner Familie passiert ist?“
„Nein, das wissen wir nicht, aber Kleines, das kriegen wir raus, dann wird alles gut.“
„ja?“
„Ja!“
Zum ersten Mal hörte ich das Mädchen sprechen, auch wenn ihre Stimme heiser war und sie Angst hatte, sie sprach mit mir.
Ich versprach mir und auch ihr, im Laufe des Gespräches immer für sie da zu sein.
„Wenn du Fragen hast, oder Probleme, du kannst mich immer erreichen. Ich bin immer da! Frag einfach nach Natalina.“
„Natalina!“, wiederholte sie, so als würde sie sich den Namen abspeichern wollen.
„Ja, genau. Hast du hunger?“
Sie nickte und auf ihren Lippen sah man eine Andeutung von einem Lächeln.
„Ok, ich guck mal was ich dir bringen kann.“ Ich war nun die Ansprechpartnerin für diese Kleine.
Sie würde schon ins wahre Leben finden, da war ich mir sicher.
Kapitel 2 stumme Schreie
Es waren nicht mal 12 Stunden vergangen, als ich gerufen wurde, Melody möchte mich sprechen.
Rasch ging ich in ihr Zimmer und erwischte sie dabei, wie sie ein Messer über ihren Arm gleiten ließ.
„Nein Melody!“, schrie ich.
Nach dem ich das Messer weggepackt hatte schaute ich sie finster an.
„Melody, warum machst du das? Was ist denn passiert liebes?“
Ich nahm sie auf meinen Schoss. Erst jetzt fiel mir auf, dass sie ziemlich dünn war.
„Wo ist meine Familie? Warum kann ich mich an nichts erinnern?“
„Ich weiß es nicht!“
„Ich will zu ihnen!“, weinte sie jetzt.
Melody war ein wunderschönes Mädchen, fiel mir auf. Mit ihren Langen dunkelbraunen Haaren und grünen Augen verzauberte sie mich.
„Nicht jetzt! Ich verspreche dir alles wird gut Melody und dann willst du nicht mehr zu ihnen. Du wirst lernen zu verstehen.“
So legte ich sie wieder ins Bett zurück und nahm alle spitzen oder scharfen Gegenstände mit.
Ich gab ihr noch Tabletten, damit sie schlafen konnte und verließ den Raum.
Nach 24 Stunden, es war ein schöner Sonniger Tag, wachte sie auf.
Sie blinzelte einmal und schloss dann ihre Augen, während sie mich begrüßte.
„Hast du denn gut geschlafen?“ „Nein! Habe ich nicht.“, murmelte sie.
„warum nicht?“ „Ich hatte einen komischen Traum“, ratterte sie runter. „aha? Was denn für einen?“
„Ich habe von meiner Familie geträumt!“
„Aha? Von deiner Familie? Und weiter!“
„Von meiner Familie eben! Ich will zu ihnen! jetzt!“, schrie sie.
„Nein, das kannst du nicht. Was ist denn mit deinen Freunden? Erinnerst du dich an sie?“
„Freunde?“, sie tippte sich auf die Stirn.
„Ich habe keine Freunde?“, sie betonte diesen Satz wie eine Frage und verunsicherte mich.
„Doch, bestimmt hast du Freunde.“
Sie schien wieder zu überlegen.
„Na, Na, wollen dich nicht überanstrengen, wenn dir was einfällt, dann ruf mich ok. So wie immer. Immer wenn du etwas weißt.“
Ich strich dem so dünnen Mädchen über den arm, deckte sie zu und ging.
Kapitel 3 Sie weiß nichts
Es vergingen Tage und Wochen und die Kleine so schöne Melody konnte sich an nichts erinnern.
Sie wusste nichts. Sie verstand nicht was mit ihrer Familie geschehen war.
„Ich will raus!“, sagte sie an einem Sommertag. „Das verstehe ich. Du darfst aber nicht, nur auf den Balkon.“
„Ich will frische Luft schnappen.“
Ich hob Melody aus dem Bett und lief mit ihr zum Balkon. Sie war die einzige, die überhaupt was sagte, in diesem Zimmer. Noch 4 Weitere Kinder lagen hier. Sie schwiegen immer.
Ich setzte Melody am Balkon ab und lies sie auf dem Warmen Stein laufen. Sie lächelte stumm und sah ziemlich glücklich aus.
So hatte ich sie noch nie gesehen.
„Sonne!!! Schau da die Sonne!“, rief sie voller Begeisterung.
„Ja, da ist sie die Sonne.“ Auch wenn die Sonne durch die gitternen Fenster blitzte und meistens den Raum erhellte, sah Melody noch begeisterter aus, als sie draußen stand.
„Können wir öfter hier her?“ „natürlich. Wann du magst.
Im Winter kannst du auch den Schnee sehen.
„Schnee?“ „Ja Schnee.“
Melody konnte sich nicht mal daran erinnern was Schnee war und so erklärte ich es ihr rasch.
„Können wir auch mal im Schnee spielen?“, fragte sie mich.
„mal sehen.“
Am Tag darauf fand ich sie auf dem Balkon mit einer Decke in der Sonne liegen.
„du magst sie die Sonne nicht wahr?“ „Ja, sie ist schön. So warm!“
„Ja, du hast recht.“ Ich kniete mich zu ihr und wir fingen plötzlich an über ihre Vergangenheit zu reden. Ihr war eingefallen, wie ihre beste Freundin hieß und sogar wie alt sie war. „Sie hieß Marlen. Ich weiß noch wir haben am gleichen Tag Geburtstag und sie ist auch 15 Jahre alt. Nur, wann hab ich Geburtstag?“
Ich kramte die Akte von Melody aus dem Aktenkoffer und sagte ihr das Datum.
„Also da steht du hast am 05.05. Geburtstag und bist 15 Jahre alt.“
„Gut zu wissen!“, sie lachte. Zum ersten Mal sah ich ein Lachendes Mädchen vor mir, welche Melody hieß.
„Na, da kann ja jemand lachen?“, fragte ich auch lachend.
„Ich habe eine Idee, können wir nicht mal hier raus, in die Stadt, in der ich gewohnt habe. Das steht doch bestimmt da drin.“ „Mal sehen. Melody ist geboren in Hamburg. Ihre Eltern zogen dann nach Berlin um.“
„Berlin? Wo liegt Berlin?“ Ich suchte eine kleine Karte von Deutschland und zeigte ihr wo Berlin lag und wo Hamburg lag zeigte ich ihr auch.
„Können wir nicht nach Berlin?“
„Süße, wir sind hier in Berlin.“
Melody riss die Augen auf.
„Hier? Hier ist Berlin?“ Ich war verwirrt, erinnerte sie sich an etwas?
„Ja hier bist du in Berlin.“
„Ich will raus! Ich weiß wo ich gewohnt habe!“
Sie sprang auf und wartete auf meine Reaktion.
„Nicht heute, ich muss fragen, jetzt leg dich wieder in dein Bett.
Langsam
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